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Good Morning!

Wenn wir morgens zur Arbeit fahren, kommen wir an einer Stelle vorbei, wo ein Betonpfeiler den Gehsteig um eine Sitzgelegenheit bereichert. Darauf sitzt more often than not ein buddhagestaltiger Palauaner in schwarzer Kleidung. Wenn er unser Auto sieht, grinst er breit, hebt zackig den Arm und ruft enthusiastisch: „Good Morning!“ Wir grüßen natürlich immer enthusiastisch zurück, wieso auch nicht? Doch wir kennen den Mann nicht, haben ihn noch nie persönlich getroffen.

Manchmal sitzt er auch an anderen Stellen, wir haben ihn schon vor Surangel’s Supermarkt gesehen und vor Urs Mart. Heute sah ich ihn gar die Straße überqueren, der Mann kann also auch gehen! Er grüßt ja nicht nur uns, sondern auch andere Autofahrer, er tut es aber zuverlässig. Warum er dort täglich sitzt, wissen wir nicht. Eine Mitfahrgelegenheit scheint er nicht zu suchen. Ich bin auch nicht ganz sicher, ob unsere PS dafür reichen würden.

Vielleicht ist er ein Angestellter der Stadt und arbeitet an der Imagekampagne „Koror, the friendly city“?

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Und plötzlich sind wir alte Hasen

[Aus der Aufholjagd-Serie • Geschriebenes, bisher nicht Verbloggtes]

Es gibt einen neuen Praktikanten. Er ist noch ziemlich jung, Asiate mit österreichischem Aufwachs-Hintergrund, Künstler, Maler.

Martin hatte die Ehre, ihn im PICRC herumzuführen und ihm alles zu zeigen. Danach hatten wir gemeinsam ein Plauscherl in der Bibliothek und fuhren anschließend mit unserem Auto zu unserem Lieblings-Burger-Bai in Downtown Koror. Wir erzählen ihm, wie es hier so ist, was die guten Aspekte und was die Schwierigkeiten sind. Ein bisschen Frust und Lust im Mix eben.

Am Abend des nächsten Tages wird Geld für Eis und Kuchen gesammelt, denn drei Mitarbeiter haben dieser Tage Geburtstag. Nach der Arbeit treffen sich alle beim Eingang zum Kerzenauspusten und gemeinsamen Eisessen. Der Chef ist auch da, er erzählt mir, was für Pläne er für eine bestimmte Ecke des Aquariums hat, und er nimmt den Neuen ebenfalls mit. Außerdem möchte er eine große weiße Wand beim Eingang vom Neuen bemalt haben und erzählt uns von seinen Ideen. Darüber hinaus will der Chef ein neues Vordach und sagt, ich solle mir doch was ausdenken. Ich sage, ich hab keine Ahnung von Dächern, und es sollte ja wohl auch taifunsicher sein. Er sagt, kümmer du dich um die Optik, John kümmert sich um den Taifun. Ich sage, also willst du something fancy? Er sagt, nein, ich will nur etwas that’s not ugly. Wir blödeln herum und haben Spaß.

Ein paar Aquaristen und Haustechniker sind auch dabei, der Chef fragt mich wiederholt nach meiner Meinung zu verschiedenen Dingen. Und ob ich beim Anniversary Dinner nicht singen möchte. Wir hatten im November dieses Thanksgiving-Karaoke im Hinterhof des Aquariums, da hat er mich gehört. Und ich ihn ebenfalls. Hihi.

Der Neue versteht die Sache mit der Wandmalerei irgendwie falsch. Der CEO sagt, er möchte eine Malerei, da draußen. Der Neue versteht, eine Malerei, SO wie die da draußen, guckt sekundenlang verwirrt auf die gewiesene Wand und sagt dann schließlich: „But… it is white!“ Es dauert ein bisschen, bis er checkt, dass das seine Leinwand sein soll.

Ich stelle dem Neuen eine Forscherin vor, die er noch nicht kennt – er fragte mich, wer sie ist, und sie fragte Martin nach ihm, also holen wir das Versäumte nach.

Immer wieder versorgen wir ihn mit Informationen, und dabei zeigt sich, wie viel wir hier schon gelernt haben. Er möchte tauchen lernen, wir können ihm die Leute beim Diveshop vorstellen. Er kommt mit seinem iPhone her und kann es nicht benutzen, genau wie wir am Anfang; wir haben ein Nokia, das wir ihm jetzt überlassen können. Die meisten Anbieter haben mit Palau keinen Roamingvertrag, also steht da einfach „no service“. Hat man dann noch dazu ein SIM-gesperrtes Iphone, hat man schlicht und ergreifend Pech und muss sich ein anderes Telefon kaufen. ¹

Gestern waren wir noch die Neuen, heute sind wir plötzlich alte Hasen. Es war kein Prozess, es ging von einer Minute auf die andere. Der Neue ist derjenige, der sich all die vielen neuen Namen nicht merkt, wir sind mit einemmal die, die alle Namen kennen. Wir sind diejenigen, die so viel über Fische und Meeresgetier wissen. Die wissen, wo man was kaufen kann. Wo man am Wochenende hinfahren kann. Wo es nett zum Schnorcheln ist. Wann man besser Flossen trägt, wegen der Strömung. Ob gerade Ebbe ist oder Flut. Was im Aquarium neu ist und was alt. Dass die eine der zwei Schildkröten im Aquarium, die mit dem Kopf unter einem Stein, die sich seit Ewigkeiten nicht bewegt hat, nicht tot ist, sondern dass die immer so schläft. Und ja, dass man meinen sollte, sie müsste auch mal Luft holen. Am Tag nach dem Eisessen kichern wir darüber, Asap, der Aquarist, und der Chef, als ich sie wegen möglicher Fragen für mein Anniversary-Quiz befragen gehe. Kichern, dass ich noch vor wenigen Wochen dachte, die Schildkröte wäre tot, und sofort Alarm schlug.

Es ist an der Zeit. Mehr als die Hälfte unserer vier Monate ist zu diesem Zeitpunkt vergangen, und wir leben hier, jeder kennt uns, wir arbeiten, wir haben unsere Projekte, und hätte das Ganze kein Ablaufdatum, man könnte sich glatt daran gewöhnen. Plötzlich fühlte ich mich wirklich zugehörig und richtig wohl in meiner Haut an diesem Nachmittag mit dem Eis, wir hatten richtig Spaß, die Gespräche waren entspannt, ich war entspannt. Und dann wurde ich für Freitagabend eingeladen, von einer Kollegin, die mich bisher kaum beachtet hat. Happy Hour und Karaoke. Ein richtiger Ruck in der Wirklichkeit, alles in allem.

Die zuletzt genannte Einladung kam allerdings nie in der Wirklichkeit an – die Party wurde später abgesagt, ohne dass uns jemand informiert hätte. So relativierten sich die Wogen der Althasen-Ruckartigkeit später ein wenig.

  1. Fun fact am Rande zum Thema Mobiltelefonie:
    Martin schrieb im November ein E-Mail an Drei Austria, unseren Telefonprovider daheim, und beklagte, dass es kein Roamingservice hier in Palau gibt. Und (später) ob sie uns unsere Telefone (meiner Meinung nach ja: gefälligst umsonst) entsperren können.
    Zurück kam ein E-Mail mit der Einleitung: Sehr geehrter Herr Gritsch, leider konnten wir Sie telefonisch nicht erreichen.
    Am Ende entsperrten sie uns unsere iPhones via iTunes. Nicht umsonst. Drum hatten wir danach zwei schicke, neue, uralte Nokias zu vergeben.
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Vor der neuen Haustür

Während ihr euch weiter den Kopf über eine sinnvolle Bildunterschrift zerbrechen dürft, komme ich schon wieder mit neuen Geschichten. Was bin ich doch produktiv!

Wir wohnen ebenerdig in unserem Apartmenthaus an einer Bumpy Road – einem Feldweg mit Schlaglöchern, den man nur sehr langsam befahren kann. Vor unserer Fensterfront zur Straße ist als erstes der Wand entlang ein schmaler Betonstreifen, davor liegt ein etwa vier mal zehn Meter großer Vorgarten, der offenbar vor langer Zeit mal betoniert war, davon sind die Reste in Form von kleinen Steinchen, größeren Brocken und ein paar graubraunen, rauhen Flächen übrig.

Wochenlang sprießen darin allerlei Gräser mit breiten Halmen und witzigen sternförmigen Samenständen, die mal drei-, mal vier- oder fünfzählig sind, aber immer symmetrisch. Sogar kleinere Taropflanzen sorgen für heimeliges Grün, bevor der Vermieter schließlich jemanden vorbeischickt, der das ganze gnadenlos, ja beinah „unter der Kopfhaut“ umnietet und so kurz abschneidet, dass man vom Hinschauen schon Depressionen kriegt. Armselige, fasrige Pflanzenreste auf Steinhalde.

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Kleidervorschriften in Palau

[Aus der Aufholjagd-Serie • Geschriebenes, bisher nicht Verbloggtes]

Als ich mit Randa einen Tag auf dem Strand von Ngchus verbrachte, und wir dabei nicht so wahnsinnig viel zu tun hatten, befragte ich sie ausführlich zum Thema Frauen in Palau. Gleich zu Beginn hatte mir eine Kollegin aus Deutschland geflüstert, man wäre ja in Palau als Frau gezwungen, sich „angemessen“ zu kleiden, was bedeutet: Keine Trägershirts, keine kurzen Hosen und schon gar keine Bikinis. Alles muss mindestens bis übers Knie reichen. Naja, nicht die Oberteile, aber ärmellos würde gar nicht gehen, meinte sie. Auch bei der Ngasech sollten wir Frauen uns ja „unrevealing“, also quasi unfreizügig, kleiden. Nun hatte ich Gelegenheit, eine Einheimische exklusiv dazu zu befragen, und das tat ich auch.

Randa zufolge ziemt es sich für eine palauanische Frau tatsächlich nicht, die Knie unbedeckt zu lassen. Die Frauen hier tragen also mindestens Dreiviertelhosen oder lange Hosen, manchmal auch Hosen und darüber noch ein Tuch um die Hüften. Das habe ich bemerkt, ist bei der Hitze für mich aber total absurd, geradezu unvorstellbar, sage ich, und Randa entgegnet, das sei aber schon seit Urzeiten so.

Das stimmt, finde ich alsbald heraus, sofern man 1910 als „Urzeit“ gelten lassen möchte – in den Büchern von Krämer, dem Historiker, sieht man Skizzen der palauanischen Frauen: die Seegrasröcke reichen auch damals züchtig bis über die Knie. Obenrum allerdings sind sie nackt. Mir, der Westlerin, kommt das entsprechend scheinheilig vor. Über die Schultern sagte Randa nichts, aber ich habe bisher nur selten eine palauanische Frau in einem ärmellosem Shirt gesehen. Man bedeckt also den Busen heutzutage auch überaus großräumig.

Es ist aber nicht etwa so, dass in Palau die Männer den Frauen vorschreiben würden, was sie tragen dürfen und was nicht. Die Benimm- und Kleidungsregeln für die Frauen machen die Frauen selbst. Es gibt einen Frauenrat, der einmal im Jahr tagt und bei dieser Gelegenheit die Regeln immer wieder neu überdenkt und festlegt. Dabei wird zum Beispiel auch beschlossen, wie die Schuluniformen auszusehen haben. Es gibt übrigens auch einen Männerrat: die Chiefs der verschiedenen Clans betreiben eine eigene Vereinigung namens Rubekul Belau. Die dürfen auch ein paar Dinge entscheiden. Aber wenn’s um Kleidung und Benehmen geht, sind die Frauen am Drücker.

Wenn ich Randa richtig verstanden habe, werden die Ergebnisse dieser Frauenrat-Tagungen nicht öffentlich kundgemacht – das spricht sich dann irgendwie einfach so rum. Manchmal werden die Vorschriften etwas lockerer gemacht, und vieles würde heute ohnehin nicht mehr ganz so eng gesehen und streng ausgelegt wie früher, sagt sie.

Manches bleibt aber unverändert. Es gehört sich zum Beispiel auch nicht, dass ein Ehe- oder Liebespaar sich öffentlich „zur Schau stellt“, indem Zärtlichkeiten oder gar Küsse ausgetauscht werden. Das will keiner sehen, alles hat hinter verschlossenen Türen vonstatten zu gehen.

Randa sagt aber auch ganz klar, dass diese Vorschriften nur für Einheimische gelten. Als junge Palauanerin würde man von wildfremden älteren Menschen auf der Straße für Kleidungsverfehlungen durchaus zurechtgewiesen, das kann einem als Ausländerin aber nicht passieren. Bei offiziellen Anlässen kleidet man sich natürlich schon entsprechend, egal, woher man stammt. Bikinis seien eigentlich kein Problem, wobei es sich empfehle, diese wirklich nur am Strand zu tragen, nicht etwa auf der Straße. Die Palauanerin selbst badet freilich nicht im Bikini, sondern im T-Shirt und (mindestens) mit Shorts. (Der Palauaner badet übrigens auch nicht oben ohne. Hab ich zumindest noch nie gesehen. Und die Männer tragen Badeshorts, keine Badehosen.) Sieht man nackte Haut am Strand, weiß man also sofort, dass es sich nur um Touristen handeln kann.

Das schlägt sich natürlich auch im Kleidungsangebot nieder. In den Department Stores bekommt man kaum Bikinis zu kaufen, aber jede Menge Schwimmshirts und Leggings. Als mein Zugeständnis an die örtlichen Gepflogenheiten (und infolge wiederholten Zähneklapperns beim Ausüben der Disziplin Endlosschnorcheln) habe ich mir ein ärmelloses Schwimmshirt zugelegt und finde das ungemein praktisch. Im Wasser wärmt’s, und an Land kühlt’s. Dazu trage ich aber eine ganz normale Badehose. Die palauanischen Frauen hingegen sah ich am Strand meistens in knöchellangen, schwarzen Leggings. Ja, auch beim Schwimmen.

Ich sehe aber auch die Teenager-Mädels nach der Schule, wie sie, kaum auf den Gehsteig getreten, sich sogleich den Rock an der Taille so weit hochkrempeln, bis man die Knie schön sehen kann. Und ich sehe ab und zu einheimische Frauen, die sich nicht um die Vorschriften scheren. Ob das die Revolutionsführerinnen sind, weiß ich aber nicht. Vielleicht isses ihnen einfach nur herzlich wurscht.

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Welche Partei ich nicht wähle

Das Wählen ist ein demokratisches Recht, und man erzählt sich, es sollte tunlichst auch wahrgenommen werden. Das kann einen aber ungemein verdrießen, etwa wenn man eine Kleinpartei wählen würde („Bringt ja nix!“), oder wenn man das Gefühl hat, man hätte die Wahl zwischen Pest und Cholera („Is eh wurscht, alles Trotteln!“). Die österreichische Mentalität tut ihr übriges, und schon bleibt man daheim und nutzt den Tag richtig sinnvoll.

Wählt man eine Kleinpartei, stellt sich automatisch das Gefühl ein, die eigene Stimme wäre kleiner als die der Wähler von Großparteien. Das ist tückisch, denn wenn viele das so empfinden und sich entscheiden, gar nicht erst hinzugehen, bleiben Kleinparteien weiterhin klein. Das System der Vorzugsstimmen durchschauen auch viele nicht, wieso also sollte man sich in eine Situation begeben, in der man so unsicher daherwatschelt?

Ich habe daher gestern auf die Schnelle ein Wahlsystem erfunden, in dem der Mensch statt einer ungültigen Stimme oder der Botschaft schlichter Wahlverweigerung eine Negativstimme abgeben kann. Nach dem Motto: „Ich gebe keiner dieser Parteien meine absolute Unterstützung, aber ich weiß, wen ich nicht in der Regierung haben möchte“.

Damit trotzdem 100% der Wähler rechnerisch im Wahlergebnis auftauchen, und nicht einfach zB 8% der Stimmen von Negativwählern abgezogen statt addiert werden, verteilt man die Negativstimmen zu gleichen Teilen auf die jeweils anderen Parteien. Treten also 11 Parteien zur Nationalratswahl an, dann kommen 1000 Negativstimmen gegen eine bestimmte Partei den verbleibenden 10 Parteien zu jeweils 100 Stimmen zugute.

Die Konsequenzen der Negativstimmen sind somit nicht im absoluten Wahlergebnis abgezogen, damit sich nicht ein paar Funktionäre zusammenreden können, um eine Kleinpartei für immer rauszumobben. Jedoch: Eine Partei mit etwa 50% Negativstimmen – eine also, die ein Nullergebnis oder ein Ergebnis unter 4% hätte, würde man die Negativstimmen von ihren Positivstimmen abziehen – kriegt Koalitionsverbot.

Der Wähler könnte endlich die Botschaft „Ich finde euch unwählbar, ihr Säcke!“ auf einem gültigen Wahlzettel hinterlassen. Es würde manch kleiner Partei helfen, indirekt zu ein paar Stimmen zu kommen – der Wähler, der sich kaum traut, aufs Mitspielen in den Kräfteverhältnissen zwischen den Großen zu verzichten, hätte eine Alternative, eine Art zu sagen: „Euch Zwerge empfinde ich nicht als ganz so unwählbar“.

Und man hätte eine Empfindung, die in diesem Wahljahr mit dem aktuellen Wahlsystem eher selten sein dürfte: Ich wünschte, ich hätte zwei von diesen Stimmen.

Ich würde wahnsinnig gern ein Wahlergebnis sehen, das auf diesem System aufgebaut ist, und die daraus folgenden Konsequenzen etwas genauer durchdenken. Ich wüsste gern, welche Dynamik das kriegt, wie viele Stammwähler umschwenken würden, wie viele Nichtwähler das motivieren würde! Möchte jemand mitfabulieren oder rumrechnen?

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Demo-nstra-kratie

Eigentlich wollte ich etwas Belangloses schreiben, wie es in unseren politisch belanglosen Breiten doch so wunderbar möglich ist. Aber dann hab ich kurz bei Frau Serotonic zu #occupygezi kommentiert. Ja, mich entsetzt es auch, welche Bilder in der letzten Zeit aus der Türkei rüberschwappten. Und wie wenig „der Westen“ zu alledem zu sagen hat. Dass sich Staatsvertreter bei uns nichtmal die Mühe machen, wenigstens scheinheilige Sätze zu sagen wie „Gegen eine so große Demonstration muss man eben was unternehmen, aber die Leute bis ins Hospital zu pfeffern und zu gasen und von dort wieder raus, das ist dann vielleicht doch ein bisschen grenzwertig“.

Mich entsetzt, dass einer, der sich Demokratie auf seine Fähnchen geschrieben hat, diese Demonstranten erst als prozentuale Minderheit und dann schlicht als Terroristen bezeichnet. Und auch so gegen diese Menschen vorgeht. Aber als das Ganze losging und das erste Mal Bilder in den Nachrichten kamen, sagte ich aus dem Bauch heraus zu meinem Mann: „Die werden sie dort alle niedermetzeln.“ Es war so ein Gefühl. Und ich hätte sogar mit Schlimmerem gerechnet als mit Tränengas und Wasserwerfern. Ich hatte entsetzliche Visionen von Panzern und Maschinengewehrfeuer. Alles gegen den Gesichtsverlust.

Der „stehende Mann“ #duranadam und seine Nachahmer haben mich dann besonders berührt. Gewaltfreier geht’s eigentlich kaum noch. Was für ein Kontrast!

Ich leiste mir dazu keine politische Meinung, nur eine menschliche – und was ich da sehe, schmerzt natürlich. Aber die Menschen verschaffen sich schon selbst Gehör, früher oder später, wenn eine große oder kleine Angelegenheit das Fass zum Überlaufen bringt. Meistens eine kleine. Sei es nun in der Türkei oder in Brasilien. Dann vereinigen sich Gruppen aus den verschiedensten Ecken, dafür, dass Demokratie und Pressefreiheit mehr sein muss als eine leere Worthülse, gegen Willkür, Machtmissbrauch oder Steuergeldverschwendung, und gehen für eine plötzlich gemeinsam gewordene Sache auf die Straße. Und das ist gut so.

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Die Geschafft-Liste

Unlängst schlug ich vor, man sollte doch statt einer To-Do-Liste lieber eine Geschafft-Liste schreiben, damit man auch sieht, dass ja doch was weitergeht im alltäglichen Kampf ums Fertigwerden, und dass man nicht nur sein Dungkugerl vor sich herrollt, bis man beiiiinaaah oben angekommen ist – bevor man samt Kugerl wieder runterkugelt und von vorne beginnen muss.

Inzwischen hab ich es geschafft, eine solche Geschafft-Liste anzulegen. Ich darf euch berichten, es hat schon was Befriedigendes, wenn man auf einen Blick sieht, wie viel man in den vergangenen Tagen tatsächlich erledigt hat. Mitunter sind es ja auch nur Kleinigkeiten, die einem dennoch ganz gerne schwer im Magen liegen, besonders wenn sie im Rudel auftreten. Es ist aber auch eine Herausforderung, dranzubleiben an der Liste und all das Geschaffte dann auch wirklich einzutragen. Man müsste glatt der To-Do-Liste einen Punkt hinzufügen…
Auf der anderen Seite kann man auch in die Geschafft-Liste eintragen, dass man die Geschafft-Liste befüllt hat, wenn man gern auf einer saftigen Meta-Spielwiese grast.

Nur so, als Update. Ich empfehle das weiter an all jene von euch da draußen, die wie ich beherzt und -harrlich ihr Dungkugerl schieben und dabei das Gefühl nicht loswerden, dass da irgendwas stinkt. :)

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Das Amsel-Einerlei und der unerforschte Amselwal

Ich weiß ja nicht, ob es da draußen außer mir irgendjemanden gibt, der den Amseln so aufmerksam beim Singen zuhört wie ich. Vor ein paar Jahren hab ich das hier ja schon einmal zum Thema gemacht. Manchmal denke ich, was, wenn von den orangeschnabeligen Federhirnen allerorts Tag für Tag die Weltformel von den Bäumen gepfoffen würde, und keiner merkt’s?

Oft freue ich mich beim Lauschen über die Kreativität der Strophen, den spontanen Wechsel der Laute in einer festen Struktur der Strophe, über den oft plötzlich auftauchenden Shuffle-Groove, das Wiederholen einer besonders gelungenen Phrase – oder war sie besonders ungelungen und wird deshalb nochmal geübt?

Heuer allerdings fällt mir auf, dass es offenbar so etwas wie Frühjahrs-Hits gibt bei den Amselgesängen (immer schön mit Bindestrich, die Frühjahrs-Hits, gell?). Vielfalt und Kreativität schrumpfen, der Anteil an Einerlei steigt. Erinnert mich ein wenig an einen gewissen heimischen Radiosender. Tag für Tag hämmert der mit den immergleichen sogenannten Hits eine Scharte in den Äther des Massenbewusstseins, bis er auf blankes Metall trifft, dass die Funken nur so fliegen, was dazu führt, dass man schon bei den ersten Takten eines solchen Songs zappelig und lila wird auf seiner jeweils aktuellen Sitzgelegenheit.
Oder kurz gesagt: Songs totspielt.

Das Auftreten solcher Tothör-Erscheinungen bei den Amselgesängen betrübt mich zwar, ich stelle aber trotzdem ganz objektiv fest, dass heuer gewisse Phrasen erstmals beginnen, mir auf die Nerven zu gehen. Amselgesänge sind für mein Gehör zumeist in drei Abschnitte pro Strophe unterteilt, A, B, C. Manchmal auch nur A, B. Mitunter A, A. Manchmal nur A.

An nervigen Hits wäre zuallererst der Strophenabschnitt „Alarmanlage“ zu nennen (meistens als C, manchmal A). Ich nehme an, dass Amseln Alarmanlagen nachahmen. Natürlich könnte es auch sein, dass Alarmanlagen Amseln nachahmen, aber da Amselgesänge nicht sonderlich abschreckend auf Autodiebe wirken dürften, halte ich diese Theorie für weit weniger wahrscheinlich. Ich höre diesen Strophenteil pro Tag ohne Übertreibung derzeit sicher hundertmal. Es gibt ihn seitens der Amsel in einer schnellen und einer langsamen Variante. Hier die langsame. (Verzeiht bitte das Rauschen, das ist eine Handyaufnahme!)

      Etosha_Amsel-H20130302-Alarm.mp3


Weiters gibts da so eine Art Hund-komm-her-Pfeifen im Abschnitt C (-_-_-__), davon hab ich leider momentan keine Aufnahme parat, nervt aber mittlerweile auch ein bisschen.
Mir kommt vor, dass die Amseln im allerfrühsten Frühjahr am kreativsten sind. Da denken sie sich ganz eigene, neue Songs aus. Vielleicht nur die ganz Jungen, aber immerhin.

Hier ist ein Ströphchen, an das ich mich sehr lebhaft aus meiner Kindheit erinnern kann, in meinem Dachbodenzimmer bei offenem Fenster hab ich das recht oft gehört. Ich habe etwas Ähnliches im alten Eintrag veröffentlicht, dieses ist ein bisschen anders, aber irgendwie auch näher dran. Gab es sie also auch damals schon, die Frühjahrs-Hits?

      Etosha_Amsel-5-3 -20110509.mp3


Was mich aber nach wie vor erfreut, ist das Kichern, das oft eine Strophe abschließt- als würde der Vogel über den eigenen Witz lachen, den er gerade gemacht hat. Oder über mich, wie ich da stehe mit meinem Recorder.

      Etosha_Amsel-H20130302-Kichern.mp3


Extrem interessant ist es, sich die Gesänge in gesenktem Tempo und Pitch anzuhören. Hier die obigen zwei Kicher-Phrasen nochmal in 0,19-fachem Tempo. Klingt tatsächlich wie Walgesänge. Das volle Ausmaß der Modulationen im zweiten Gelächter kann man im normalen Tempo mit dem schnöden Menschenohr gar nicht richtig auflösen.

      Etosha_Amsel-H20130302-Kichern-Slow.mp3


Hier auch nochmal der Alarm in der tieferen, langsameren Form:

      Etosha_Amsel-H20130302-Alarm-Slow.mp3


Uh-wiii-uh-wiii!

Diese Strophen…

      Etosha_Amsel-9-2_3 -20110512.mp3

      Etosha_Amsel-SMS-9-8 3sec -20110512.mp3


…finde ich auch in der Walgesang-Variante äußerst spannend:

      Etosha_Amsel-9-2_3 -20110512 SLOW.mp3

      Etosha_Amsel-9-8 -20110512 SLOW.mp3


Ich hab aber auch etwas weniger verrauschte Amseln, die ersten paar Aufnahmen oben stammen wie gesagt vom Handy, die Nachfolgenden aus dem Zoom-Recorder. Falls also jemand einen SMS- oder Klingelton möchte, bittesehr:
(Der Player zum Probehören, die Links unmittelbar danach für den Rechtsklick & Download)

Ringtones:

      Etosha_Amsel-RT-8-3 29sec -20110512.mp3

Etoshas Amsel-Ringtone 8-3 (mp3, 29 Sekunden, 435 KB)

      Etosha_Amsel-RT-10-1 27sec -20110518.mp3

Etoshas Amsel-Ringtone 10-1 (mp3, 27 Sekunden, 404 KB)

SMS:

      Etosha_Amsel-SMS-7-4 3sec -20110509.mp3

Etoshas Amsel-SMS 7-4 (mp3, 3 Sekunden, 45 KB)

      Etosha_Amsel-SMS-9-3 3sec -20110512.mp3

Etoshas Amsel-SMS 9-3 (mp3, 3 Sekunden, 44 KB)

      Etosha_Amsel-SMS-9-8 3sec -20110512.mp3

Etoshas Amsel-SMS 9-8 (mp3, 3 Sekunden, 43 KB)

Nutzungsbedingungen: Bei anerkennenden Bemerkungen aus dem Freundeskreis: stets freundlichste Belobhudelung meiner Person und meines Blogs samt Aufdrängung meiner URL. Oder Spende. :D Schickt einfach all euer Geld dorthin:


…—… Himmelherrgottfixnomoi, ist denn hier kein vertikaler Abstand reinzukriegen? …—…

Habe mich bei der Verlinkung der richtigen mp3s äußerst bemüht – falls trotzdem irgendwas nicht funkt oder nicht zusammenpasst, bitte melden!
[Player ausgetauscht. Funzt jetzt auch auf iOS-Geräten. Danke EGM! 1 broken Link korrigiert. Dank an Deh Geh!]
Bei mir in der Preview lässt sich jeder Player nur einmal abspielen – ich hoffe, dieser Bug wohnt nur bei mir! Vielleicht hab ich ja auch wiedermal nicht die allerbrandneueste Flash-Version, die Updates kommen ja mittlerweile alle zwei Stunden.

Falls einer von euch weiß, warum die Paypal-Buttons seit Jahr und Tag so viel Abstand nach oben generieren, bitte ich sehr herzlich um Erleuchtung!
[Ebenfalls erledigt. Danke EGM und Deh Geh. Zu doof aber auch! Simple Zeilenumbrüche in WordPress werden halt in Abstand umgewandelt. Isso. Auch Zeilenumbrüche innerhalb von form-Code. Hihi.]

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Wollschweber-Erkenntnisse

IMG_1130e2 Vielleicht habt ihr es ja mitgekriegt über die Kommentarwolke links außen, aber falls nicht, möchte ich euch hier nochmal auf diese interessante Sache aufmerksam machen:

Unlängst kommentierte mir aufs Sympathischste der Stefan in meinen Wollschweber-Eintrag von vor 6 Jahren.

Er hat Wollschweber gefilmt und dabei entdeckt, dass diese süßen kleinen Insektenbärchen erstaunliche Drehungen vollführen, die man mit freiem Auge ohne Zeitlupe so gut wie gar nicht erkennen kann!

Wie ihr wisst, mag ich Insekten, und sie mögen mich, daher hab ich mich über Stefans Kommentar und seine Verlinkung zu seiner Website besonders gefreut. Danke, lieber Stefan, für deine Kommentare und die Videos! Die Musikauswahl ist übrigens wunderbar.

Hier also sein Video, das so einiges enthüllt über die Drehfreude des Bombylius major, dem schwindelfreisten Insekt seit Spiderman (autsch!). In 120 von 1200 fps, dem Auge zuliebe:

Ein weiteres Video in 10facher Verlangsamung:

Wer’s noch langsamer möchte oder sein Glück in Echtzeit versuchen will, der kann sich auf Stefans Website unter „Die Drehungen“ umsehen – runterscrollen nicht vergessen! Und wenn euch jetzt tausende Ideen gekommen sind, wozu diese Drehungen wohl gut sein könnten – das Brainstorming läuft noch!

Vielleicht versucht der Wollschweber sich in den Hintern zu beißen, bemerkt aber bereits nach fünf Drehungen, dass ihm das nicht gelingen wird – was rasantes Denken voraussetzt, für ein Insekt. Das hilft ihm aber nicht über das fehlende Langzeitgedächtnis hinweg, und nach der nächsten Blüte hat er die Erkenntnis wieder vergessen?

Er dreht sich jedenfalls fünf Mal. Dabei hält er seinen Rüssel fest. Wahrscheinlich fliegt ihm der sonst um die Ohren, und das fliehkraftbedingte Ziepen an der Rüsselwurzel ist sicher auch sehr unerfreulich.

Ich persönlich glaube ja, so paradox das klingen mag, der Wollschweber „eicht“ mit dieser Drehung seine Position im Raum, setzt also quasi sein inneres GPS auf Null (Sonnenstand) und startet dann zur nächsten Blüte. Und was meint ihr?

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Sammelsurium

Zettel-& Notizen-Ausmist-Tag! Heute, ich. Viel Mutter-Content. Aber auch viel anderes.


Wortkreation

Tableal – ein beim Heimwerken mangels Lineal zuhilfe genommenes Tablett von ausreichenden Ausmaßen.



Zitate, aufgeklaubt:

We will either find a way or make one.

Besser kann man Entschlossenheit nicht ausdrücken.

Support bacteria – it is the only culture we have left.

Denk ich manchmal auch. Meistens bin ich aber gnädiger.


Aus der Wuchtelsammlung:

Beim Anschauen eines Videos mit superkuscheligsüßen Tieren im Freundeskreis zur Vertreibung der inneren Kälte im Februar:

A: Und die Bären, na sind die geil?
E: Nein, ich glaub, die spielen nur.

Am selben Abend:

A: Muss der Kater immer so miauen in der Früh?
E: Ja, was sagt er denn?
D: Er freut sich, dass der Tag da ist. Carpe Diem sagt er, so einen exklusiven Kater haben wir!
A: Ja – und dann schläft er den ganzen Tag!?
E: Eben! Und wie er den Tag nutzt!


Uncredited:

Ein ausgeschlitztes Kochohr.

Hunde, die fressen, bellen nicht.

Es wird Frühling, die Mopeds summen schon.

Er arbeitet sich nach hinten vor.


Eine meiner Lieblingswuchteln, in die ewige Bestenliste und mittlerweile auch in den aktiven Wortschatz eingeflossen:
Meine Freundin N., in den Schubladen ihres Sprachschatzes auf der verzweifelten Suche nach dem Wort für das Gerät, mit dem die Farbe auf die Wand kommt:

der WALLROLZER

Selbe Schöpferin, selber Weg der Wuchtel – von einer Erzählung über das Gut Aiderbichl in den allgemeinen Sprachschatz übergegangen für alles, was Spenden braucht oder sonstwie ärmlich dreinschaut.

Erbarmungswürdige Esel aus Spanien…

Und, wie wir bei einem unserer denkwürdigen Gespräche feststellten, als uns klar wurde, dass manch andere uns ihre eigene Unfreiheit aufdrängen wollen:

Wir schöpfen wiedermal aus dem gemeinsamen Schatz der umwerfenden Intelligenz.


Frau Sero im Chat, vor Mooonaten:

Ich habe zu danken, für die Musik, nicht wahr. (Oh, wie cheezy, ein ungewollter Abba-Verweis!)
Man hält ja sowas immer viel zu selten fest, bei aller inflationellen Aufnahmegerätvorhandenschaft.


Deh erzählt im Bandforum, was sich in der Firma tut – auch schon ein Weilchen her:

hektisches Warten auf Rückmeldung aus Deutschland

Bandprobe 22.1.13:

Ess: Habts ihr zufällig letztens im TV gsehn…
Deh: Nein.
Ceh: Ich schau nicht so viel.


Man kann meine Mutter getrost eine Lachwurzn nennen. Letztens rief ich sie an, und sie hob sogar ab, hatte allerdings gerade so einen Lachkrampf, dass sie einige Minuten brauchte, bis sie zu einem normalem Gespräch fähig war. Sie hat dann so kehlige Anfälle wie Poldi, der Hund, falls sich an den noch jemand erinnert. Sehr ansteckend! Was soll man auch sonst inzwischen tun? Sie war beim Klingeln aufgehüpft, hatte „Das ist jetzt die Liane!“ gerufen und auf der Suche nach dem klingelnden Telefon in vollem Karacho an ebendiesem vorbeigelaufen, bis hinüber in ein völlig anderes Zimmer, und fand sich, so ein wenig von außen betrachtet, offenbar wahnsinnig komisch.

Meine Mutter im März zu mir:

Willst du oben im Zimmer schlafen? Da leuchtet das G3 (das neue Shoppingcenter) jetzt aber ziemlich rein. I fürcht bei dein‘ Fenster warats helativ rell.

Ich zu meiner Mutter, selber Tag, anderes Thema:

Das hat mich recht unvorbereitet getroffen – nein, wie heißt das Wort? *Denkpause* Unvermuttelt!

Am nächsten Tag backen wir gemeinsam einen Geburtstags-Riesenpunschkrapfen für meine Freundin N. Allein dieser eine Nachmittag und Abend der Herstellung kostet uns so viele Lachtränen, dass wir kein Lachyoga nötig haben. Wir lachen über die Abgehobenheit der Kochbuchformulierungen zum Zuckerspinnen (bis zur kleinen Perle, oder doch bis zur großen?), wir lachen beim Eieraufschlagen, beim Herzenpinseln mit dem Butterpinsel aufs Backblech. Wir kochen uns zwischendurch was, und wir lachen, weil sie mich die Knoblauchpresse suchen schickt, indem sie mir nur kalt, kälter, warm und wärmer als Hinweise gibt, und das in einer Küche, die gefühlte tausend Schubladen hat. Wir lachen aus Gründen, die mir zu schnell wieder entfallen. Beim Herstellen der Glasur über die Menge Rotwein, die tatsächlich nötig ist, um die Glasur auch nur halbwegs pink zu kriegen, bei deren Herstellung man angeblich „sehr aufpassen muss, dass sie nicht zu rot wird“, über die Hässlichkeit des armseligen, frisch glasierten Probeküchleins, und am Schluss beim Glasieren des eigentlichen Riesenpunschkrapfens fehlt uns schließlich die Glasurmenge für die vierte Seite. Ich stelle fest: „Das Glasieren der vierten Seite ersparen wir uns, wenn wir den Kuchen einfach an die Wand stellen.“ Zugegeben, es waren allerhand Rumdämpfe im Spiel.


In irgendeinem Chat behauptete ich einst:

Ich schreibe ja heute schon das, was die Leute erst in vier, fünf Jahren interessieren wird. Dadurch kann ich sicher sein, dass der Allgemeinheit meine letzten Gedanken nicht vor Verwesungsfrist bekannt werden.


E: Wie heißt Ihr Parfum, wenn ich fragen darf?
Kellner: One Million!
A: Ohje, das klingt teuer!


Wuchtel aus „Grey’s Anatomy:

Arzt1: Das hier wird Ihnen gefallen! Poledance-Unfall! Er hat abdominelle Druckschmerzen von einem stumpfen Bauchtrauma.
Patient-Ehemann: Sie ist abgerutscht, ich hoffe sie hat nichts Schlimmes!?
Arzt2: Von einer Stange?
Patient-Ehefrau: Ja, heute ist unser Hochzeitstag! Sie wurde direkt in unserem Schlafzimmer aufgebaut. Es sollte eine Überraschung werden!
Patient-Ehemann: Das war es auch! Ich dachte, ich krieg ’n iPad.


Und jetzt ein paar Fluchtmöglichkeiten:

Kennt ihr eigentlich schon die durchaus furchtlosen Fotos der Jun Ahn? Unbedingt anschauen!
(via Zeitungsausschnitt von meiner Mutter)


Habt ihr schon mal gesehen, dass man sich in Finnland Glas-Iglus mieten kann, um die Nordlichter zu beobachten? Ist aber nicht ganz billig.


Nichts Neues, aber was Schönes: Hilfe fürs Brainstormen, oder sich nur so durch schön aufgemachte Tagclouds klicken, die mit Flickr-Fotos verknüpft sind: Taggalaxy.com.


Wenn ihr euch stattdessen lieber mit luzidem Träumen, Traumerinnerung und Traumbewusstheit beschäftigen wollt, könnt ihr euch hier hinfortklicken.


Im Dialektatlas kann man sich ausgiebig mit deutschen Dialekten befassen, samt Hörbeispielen. Sehr ausführlich!


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