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Durchatmen

Didge„Schweizer Mediziner haben eine ungewöhnliche Therapie gegen Schlafapnoe entdeckt. Wer regelmäßig Didgeridoo spielt, so ergab ihre Studie mit 25 krankhaft schnarchenden Probanden, hat nachts weniger Atemaussetzer und ist tagsüber munterer.“

Das Interview mit dem Chefarzt der Zürcher Höhenklinik Wald, Otto Brändli, gibts hier zu lesen.


Ebenfalls sehr interessant fand ich den Kurzbericht über den richtigen Nano-Abstand von Kontaktpunkten, der Körperzellen zum Andocken bewegt. Vielleicht auch eine gute Methode, um künstliche Gelenke und ähnliches besser in den Körper zu integrieren.

„Eine Zelle verhält sich fast wie ein Mensch“, sagt Joachim Spatz. „Findet sie an einem Ort zu wenige Kontakte, wandert sie weiter, verkümmert oder begeht gar Selbstmord.“

Quellen: GEO Juni 2006

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Suchanfragen

Hier die ersten Highlights der Suchanfragen, unter denen man mich erstaunlicherweise im Netz finden kann:

Stellenbeschreibung für Sekräteriat
– Ernsthaft?

verpackung säcke sackerl ruck zuck verschluss
– Net zuu viele Suchworte, sonst streckt der Google die Patschen!

P0backen Bilder
– Ich wüsste nicht… Aber die Fotosection ist rechts, viel Glück!

waesche falten stapeln
– Nö, mach ich nicht, hab genug eigene zu erledigen.

was kostet magenspiegelung / was kostet ein allergietest
– Stimmt, das hab ich mich auch mal gefragt.

auge gerstenkorn kind währ
– Währ hat das Gärstenkorrrn?

nachdenkzeiten
– Ja, gibts bei mir. Immer so cirka einen Tag lang.

Hühnerbeinchen auf spanisch
– Piernas de pollo?

hat keine beine
– Aber natürlich haben die Hühner Beine!

entscheißen
– Verstopfung?

reflux oder knödel in der speiseröhre
– Schwer, so eine Ferndiagnose. Kommt sehr aufs gehabte Abendessen an.

fleisch miniatur
– Schon traurig, was die Diät aus Menschen macht.

(Tags: Suchanfragen)

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Geheime Zeichen

Interessant, wie so manches unnütze Wissen schon jahre- oder jahrzehntelang vom eigenen Neuronenfeuer beleuchtet wird, während anderes im Dunkel des Nichtwissens versteckt blieb.

Im Zuge des Hype um die Verfilmung des Dan Brown Bestsellers ‚The Da Vinci Code‘ höre ich in einer TV-Doku zum ersten Mal von Gaunerzinken. Nein, das ist keine unschmeichelhafte Bezeichnung für ein zu groß geratenes Riechorgan. Es handelt sich dabei um mehr oder weniger geheime Zeichen, die von Zigeunern, Hausierern, Bettlern oder eben ganz normalen Gaunern auf Gebäuden und Hauseingängen angebracht werden.

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Völlig unerheblich

Im Zuge der Internetrechere stoße ich immer auf Informationen und (Halb-)wahrheiten, die zwar an sich interessant, für die aktuelle Recherche aber leider völlig unerheblich sind. Manchmal verliere ich mich völlig in den Breiten meiner Mozillatabs, springe stundenlang lustig von Link zu Link muss mich geradezu zwingen, zum ursprünglichen Thema zurückzukehren.

Daher hier eine Sammlung der unerheblichen Informationen:

Aspartam (L-Aspartyl-L-Phenylalaninmethylester) ist bekanntlich ein Süßstoff. Er ist etwa 200mal so süß wie Zucker, ist jedoch kein Kohlenhydrat, sondern ein Dipeptid, das bei der Verdauung in seine Bestandteile zerfällt, nämlich in die Aminosäuren Asparaginsäure und Phenylalanin. Außerdem wird bei der Zersetzung Methanol frei, das im Körper über Formaldehyd zu Ameisensäure gewandelt wird.

Der Hinweis ‚Enthält eine Phenylalaninquelle‘ ist mir schon oft aufgefallen. Jetzt weiß ich: Der Hinweis ist für Menschen gedacht, die an der Stoffwechselstörung Phenylketonurie leiden; durch den Überschuss von nicht verarbeitetem Phenylalanin entstehen bei diesen Menschen Gehirnschäden, Epilepsie und Spasmen. Da Phenylalanin bei der Verdauung nicht nur aus Aspartam entsteht, sondern aus vielen anderen Lebensmitteln auch, gestaltet sich die Diät bei dieser Erkrankung sehr arm an Eiweißen. Heute werden Neugeborene auf diese Erkrankung getestet.

So richtig gesund dürfte Aspartam nicht sein. Beispielsweise steht es im Verdacht, krebserregend zu sein, wofür aber ein sehr hoher Konsum vonnöten wäre.

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Die IGZAB erforscht die Ursachen des sehr störenden ‚Brummtons‚, auch liebevoll BT genannt, der von vielen Deutschen mehr oder weniger häufig gehört wird. (Auch erreichbar unter www.brummt.de, was ich sehr niedlich finde.)
Vor allem abends und nachts brummt’s, und dafür wurde schon so gut wie alles verantwortlich gemacht wurde, von Handy-Sendemasten bis zu Windkraftwerken.

Eine umfangreiche Arbeit dazu, von einem anonymen Verfasser geschrieben, fand ich hier; sie kommt zu dem dem Schluss, dass es sich beim Brummton um keinen von der Außenwelt produzierten Ton handelt. It’s all in your head. Die Erklärungsansätze sind vielfältig und teilweise wild, aber insgesamt war die Abhandlung dann doch fesselnd.

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Die Kommunikationslaute von Elefanten, die teilweise im Infraschallbereich angesiedelt sind, nennt man growling oder rumbling. Bei tiefen Tönen um die 20 Hz haben Elefanten eine Hörschwelle von 50 dB (Mensch: 70). Weil tiefe Frequenzen – wie gestern erwähnt – nicht so gut gedämmt werden, können sich Elefanten auf diese Weise auch über größere Distanzen gut verständigen.

Was ich nicht ganz verstehe: Je größer die Aufregung, desto höher die Laute – desto ineffektiver und weniger weit hörbar sind sie. Warum dann eigentlich nicht umgekehrt? Infraschall für die wirklich wichtigen Messages!

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Einen wesentlichen Infraschallanteil haben auch Meeresrauschen, Windgeräusche und Föhn (der natürlich windige, nicht der für die Haare).

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Die aktuelle Schallmesstechnik, die im Anlagenbau zur Anwendung kommt, misst im Infraschallbereich nicht; manche messen gar erst über 45 Hz. Die Grenze zur Messung der Lärmbelastung ist offenbar oberhalb der angeblichen menschlichen Hörschwelle angesiedelt worden. Auch ein entsprechender Schalldruck im Infraschallbereich würde die Messgeräte also nicht beeindrucken – obgleich er sehr wohl für Wahrnehmbarkeit beim Menschen sorgen würde.

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Auch Geistererscheinungen werden mit Infraschall in Zusammenhang gebracht. Wie gestern erwähnt, werden je nach Resonanz unterschiedliche Körperorgane zum Schwingen gebracht, so auch die Augen; mitunter kommt es dann zu verschwommenem Sehen oder optischen Visionen. In Kombination mit kalten Schauern und Angstgefühlen gibt das mitunter schon einen ganz guten Geist ab.
Der menschliche Augapfel hat angeblich eine Resonanzfrequenz von 18 Hz.

Einen kurzen Bericht über ein Experiment, in dem Forscher ein Konzert vor 750 Zuhörern in London teilweise mit besonders tiefen Basstönen unterlegten, um die Zuhörer später über ihre Empfindungen zu befragen, gibts bei nano nachzulesen.

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Als ich klein war, hatte mein Vater ein Buch über paranormale Phänomene, darin waren auch Geisterfotografien. Eines meiner Lieblingsbilder von damals habe ich jetzt wiedergefunden. Dort gibts auch weitere Geisterfotos, teilweise recht schön.

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Tiefe Töne

Meine Freundin N. kennt das Phänomen einer anfallsartigen Panik, die von gewissen niederfrequenten Geräuschquellen ausgelöst werden kann. Heute, während wir miteinander telefonieren, passiert es wieder: Durch unfreiwilliges Beschalltwerden durch einen Lkw neben ihrem Auto an der Kreuzung erlebt sie einen Anflug von Panik, der sich jedoch – anders als die klassische Panikattacke – sofort verzieht, sobald der Lkw dasselbe tut.

Daraus ergeben sich im Gespräch zwei Fragen, die nach dem Wie und nach dem Warum. Ich bekomme den Forschungsauftrag erteilt.


Erstmal ein paar Basics, zum Auffrischen:

Der vom Menschen mit dem Ohr hörbare Schall liegt, wie allgemein behauptet wird, in etwa zwischen 20 Hz und 20 kHz. Darunterliegende Frequenzen werden als Infraschall bezeichnet (Elefanten), darüberliegende bis 10 GHz als Ultraschall (Fledermäuse), über 10 GHz als Hyperschall (Groupies).

Man behauptet auch, Töne unter 20 Hz wären nicht mehr hörbar. Das stimmt so aber nicht. Es ist dafür nur ein höherer Schalldruck nötig. (100 Hz: >23 dB; 20 Hz: >70 dB, 4 Hz: >120 dB!)

Außerdem lässt der Hörumfang bekanntlich mit zunehmendem Alter nach. Viele ältere Menschen hören Töne über 10Khz schon nicht mehr und sind daher vom Dauerfiepen ihres Fernsehers wesentlich weniger genervt als ihre Kinder oder Enkelkinder. Angeblich verlieren alternde weibliche Ohren eher die tiefen Frequenzen, während Männer die hohen entbehren müssen, was im Alter also zu einer sehr glücklichen Ehe führen kann.

Die Schallwellen werden von einer mehr oder weniger wohlgeformten Ohrmuschel nach innen weitergeleitet, wo sie im Mittelohr über das Trommelfell und die Gehörknöchelchen weitergeleitet und verstärkt werden, und schließlich wird im Innenohr die Schallinformation über die Tektorialmembran und die Haarzellen an die Nervenzellen übergeben. So weit, so Biologieunterricht.

Wie aber nimmt man Töne wahr, die mit dem Ohr nur mehr sehr schwer hörbar sind? Durch Resonanz!

Ganz tiefe Frequenzen unter 1 Hz bringen den ganzen Körper zum Schwingen. Das Resultat ist sog. Bewegungskrankheit (motion sickness), symptomgleich mit Reise- oder Seekrankheit, also Übelkeit, Erbrechen, kalter Schweiß und Unbehagen.

Bei etwas höheren Frequenzen jedoch reagieren die die inneren Organe je nach Lage, räumlicher Ausdehnung und vorhandenem Platz einzeln auf unterschiedliche Frequenzen. So schwingen zentrale Organe mit viel Bewegungsspielraum ganz gerne unter 10 Hz mit, solche in randnäheren Zonen und gedrängtem Ambiente mögen lieber Frequenzen von 10 bis 20 Hz.

  • Kopf und Hals
    Kopfschmerzen 13 – 20 Hz
    Gefühl von ‚Kloß im Hals‘ 12 – 16 Hz
    Unterkiefer in Resonanz 6 – 8 Hz
    Kehlkopf- und Luftröhrenresonanz, Sprachstörungen 13 – 20 Hz
  • Brustkorb
    Atmung wird beeinflusst 4 – 8 Hz
    Atemnot 1 – 3 Hz
    Schmerzen in der Brust 5 – 7 Hz
    Herz reagiert bei 7 Hz
  • Magenregion
    Muskelkontraktionen in der Bauchdecke 4,5 – 9 Hz
    Magenschmerzen 4,5 – 10 Hz
  • Beckenregion
    Harndrang 10 – 18 Hz
    Stuhldrang 10,5 – 16 Hz
  • Skelett und Muskeln
    Muskelkontraktionen in Armen und Beinen 4,5 – 9 Hz
    Vermehrte Muskelverspannung in Beinen, Rücken und Nacken 8 – 12 Hz
  • Allgemeines Unbehagen 4,5 – 9 Hz

Bei hohem Schalldruck können Organe geschädigt werden. Details dazu verschweige ich im Interesse der hypochondrischen Superhirne.

Und: Tieffrequente Geräusche lassen sich schlechter dämmen. Sowohl in der Luft als auch in Gebäuden ist die Dämmung bei der Schallausbreitung nicht im gleichen Ausmaße wirksam wie bei höheren Frequenzen.

Das Warum ist mit der Antwort auf das Wie schon fast beantwortet. Wenn mein Herz oder mein Magen plötzlich ungewöhnlich schwungvoll ist, fühle ich mich klarerweise eher unwohl.

Zusätzlich vermutete ich im erwähnten Telefongespräch archaische Komponenten, wie die Angst vor großen, gefährlichen Tieren, zum Beispiel mit Säbelzähnen ausgestattete, die in grauer Vorzeit tiefes Knurren produzierten, und deren angesichtig zu werden man mit einem guten Adrenalinstoß durch Flucht womöglich effizient vermeiden konnte.

Außerdem – nicht unwesentlich – gibt es noch andere natürliche Infraschallquellen:
Erdbeben. ‚Flucht aus Wohnhöhle‘ war bei Erdbeben wahrscheinlich ein guter Plan. Schwingt in etwa bei 11 Hz.
Gewitter. Flucht unter Baum? Darwin lässt grüßen.

Adrenalin hilft bei Flucht oder Angriff, zweiteres dürfte jedoch beim großen Tier zumindest eine abwägenswerte Reaktion sein, beim Erdbeben hingegen eine sinnfreie.

An dieser Stelle noch ein allgemeiner Hinweis: Gegen ungewollte Adrenalinstöße hilft daher Bewegung ganz gut. Wer einer plötzlichen Panik zum Opfer fällt, kann sich helfen, indem er die großen Muskeln bewegt, auf und ab gehen, laufen oder den Hampelmann machen hilft ganz gut.

Ich hab bei meiner Recherche ein ganz nettes Tool entdeckt, mit dem man Töne hertzschrittweise (ha-ha!) produzieren kann, durchgehende, aber auch solche mit unterschiedlicher Pulsung (sagt man das so?). Das Ding heißt Humsimulator und kann hier heruntergeladen werden (hat nur 305 KB).

Im Selbstversuch zeigt sich, dass ich tiefe Töne bis 17 Hz hören kann. Darunter fühl ich mich nicht besonders wohl, vor allem in der Birne, höre aber nichts mehr. Ab 11 Hz und darunter beginnen meine Lautsprecher leider nervös zu klopfen. Sind eben nicht dafür gedacht, Infraschallexperimente über sie durchzuführen. Aber vielleicht findet N. auf diesem Weg ja die ‚böse Frequenz‘, die sie nach eigener Aussage genau identifizieren könnte.

(Ganz stimmen kann das Tool aber auch nicht: Was da bei 25.000 Hz produziert wird, ist eigentlich kein besonders hoher Ton, und ich höre auch noch das Fiepen, wenn ich da 172.000 Hz eintippe. Kann nich sein. Irgendwo jenseits der 20.000 wird der Output wieder tiefer. Ich brauch einen Techniker!)

Oh, ein wichtiges Faktum hätte ich ja beinah vergessen: Bei 0,5 Hz kriegen Kühe Durchfall.

Der nächste Forschungsauftrag geht an N. – Grund: siehe Timestamp. Gehe jetzt an der Matratze horchen.

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Wissen, nutzloses

kleines f verbreitet Fakten aus der beliebten Reihe ’nutzloses Wissen‘:

Telefone und Computer verbrauchen in deutschen Wohnungen inzwischen mehr Strom als Beleuchtung.

Natürlich, weil man mit Beleuchtung Telefone und Computer nicht gar so effizient betreiben kann. (Jaa, ich weiß, es meint ‚… verbrauchen mehr Strom als die Beleuchtung.‘

Wenn ein Frosch sich übergibt, kommt sein ganzer Magen mit heraus. Sobald der Magen leer ist, muss der Frosch ihn wieder hinunterschlucken.

Das Gefühl kenn ich.

Ein Hai kann Blut in Wasser bei einer Verdünnung von 1 zu 100 Mio. wahrnehmen.

Das erhärtet meine Theorie, dass Frauen an gewissen Tagen des Monats auf das Schnorcheln verzichten sollten.

Mehr derlei gibts hier und im Handbuch des nutzlosen Wissens von Hanswilhelm Haefs. Bisher gibts drei Teile des Buches, teilweise sogar auf CD-ROM.

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Relativ unkonventionell

Ich beziehe mich auf meinen letzten Eintrag zum Thema „inneres Kind“ und auf den gestrigen Geburtstag von Albert Einstein. (14.3.1879 – 13.4.1955)

einstein1 Albert Einstein war ein infantiler und ausgesprochen unangepasster Mensch, seine persönliche Freiheit war ihm sehr wichtig. Er hatte den Aussagen derer zufolge, die ihn kannten, ‚etwas Kindliches in seinem Wesen‘. Er war kreativ, hatte seine Freude an Reimen, insbesondere an Schüttelreimen, und er spielte Geige.

Der Turnunterricht war ihm zuwider (was ich persönlich sehr sympathisch finde). Viele der von ihm überlieferten Zitate sind geprägt von humorvoller Respektlosigkeit gegenüber Konventionen – und gegenüber sich selbst. Um diese Zitate soll es hier vor allem gehen.

Er war der Sohn eines Mathematikers und einer Musikerin. Vielleicht machte die Mischung das Genie, die Ausgewogenheit zwischen den Gehirnhälften?

Einstein_mit_Geige Er selbst war allerdings nicht der Meinung, irgendwelche besonderen Talente mitbekommen zu haben: „Neugier, Besessenheit und sture Ausdauer, verbunden mit Selbstkritik, haben mich zu meinen Gedanken gebracht. Aber besonders starke Gehirnmuskulatur ist nicht, beziehungsweise nur in bescheidenem Maße vorhanden. Viele haben weit mehr davon, ohne dass etwas Überraschendes herauskäme.“
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Achterbahn

Der Radiosender, der seit neuerem spielt, was er will, erzählt mir heute früh, ein Karatelehrer hätte im Rahmen eines Wettbewerbes in Mexiko zehn Tage in einer Achterbahn zugebracht. Er hat mit dieser Leistung ein Cabrio und eine Reise zur WM nach Deutschland gewonnen. Vor seinem Sieg kickte er noch eine Studentin und einen Tätowierer aus dem Rennen.
Dann höre ich aber, die Achterbahn war nur zwölf Stunden pro Tag im Betrieb. Hört sich für mich nach einem großen Schwindel an. :)

Viel beeindruckender – und auch für die wissenschaftliche Welt wesentlich ergiebiger – waren die unfassbaren 49 Tage und Nächte in der Achterbahn, die der Amerikaner Richard Rodriguez im Jahr 2003 hingelegt hat. Zwei dieser Nächte verbrachte er verkabelt, um dem Schlaflabor der Mannheimer Universitätsklinik Messungen seiner Hirnströme und Schlafphasen zu ermöglichen, und auch die erste Nacht danach verbrachte er im Schlaflabor.
Ein paar Erkenntnisse daraus sind hier nachzulesen. (Links mit noch detaillierteren Angaben bitte an mich!)
Die Landkrankheit muss nach 49 Tagen Achterbahn unerträglich sein. Rodriguez meinte: „Ich komme mir außerhalb der Achterbahn jetzt vor wie auf einem Schiff in einem schweren Orkan“.
Glaube ich. Das waren sieben Wochen. Ich selbst konnte – nach sieben Tagen am Segelboot wieder an Land – nicht mal am WC aufrecht sitzen.

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Suchanfrage

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Traumfänger

Viel Getextetes hat sich auf meiner Platte angesammelt, das ich jetzt kleinweise hier posten werde. Los gehts!

Ein Traumfänger kann jeder sein, der sich morgens im Bett von da nach dort wälzt, um doch noch einen Schnipsel dessen zu erhaschen, was sich eben noch in der ausklingenden REM-Phase in seinem Hirn ereignet hat. Darum geht es aber hier nicht.

Es geht um den Gegenstand Traumfänger, diese Dinger, kreisrund, aus Metall oder Holz, meist umwickelt mit Leder. In des Kreises Mitte befindet sich ein Webwerk, oft mit Perlen oder Edelsteinen verziert. Verschönerungshalber hängen auch oft noch Federn unten dran, das baumelt lustig, muss aber nicht sein.

Die Legende über die Entstehung des Traumfängers erzählt, eine Indianerin hatte ein Kind, das Nacht für Nacht von Alpträumen gequält wurde. Die Weisen im Dorf wussten keinen Rat mehr, außer den, die Indianerin zur Spinnenfrau zu schicken. Ob sie lange auf den Termin gewartet hat, und ob sie dafür eine Überweisung vom Hausarzt gebraucht hat, ist nicht überliefert, dafür aber der Rat, den die Indianerin von der Spinnenfrau erhalten hat: Sie solle einen dünnen Ast nehmen, diesen zum Kreis binden, und in seine Mitte ein kunstvolles Netz weben, eines, das jede Spinne stolz machen würde. In der Mitte des Netzes aber solle ein kleines Loch bleiben. Die guten Träume nämlich bewegen sich auf geraden Bahnen, und können so direkt durch das Loch im Netz hindurch, während schlechte Träume sich hastig spiralisierend durch die Gegend bewegen und sich so im Netz des Traumfängers verheddern. Es half, das Kind war wieder um sieben im Bett, und alle waren glücklich.

Traditionellerweise hängt man daher einen solchen Traumfänger, wenn man einen hat, über dem Bett auf.

Neuerdings sieht man Traumfänger auch an Rückspiegeln baumeln, große, oft sogar mehrteilige vorzugsweise in Trucks, angesichts derer ich mich schon oft gefragt habe, wieviel Sicht auf die Straße da noch übrig bleiben kann. Aber auch in einem Otto-Superverbraucher-Pkw hab ich einen im Kleinformat soeben gesichtet. Ich vermute, die Traumfänger hängen da, damit der Fahrer auch beim Sekundenschlaf vor Alpträumen geschützt ist.