Weisheit mit dem Löffel

Freundin N. muss sich beruflich in einer Männerdomäne behaupten, was auf rein beruflicher Ebene noch halbwegs geht, aber mitunter schwierig ist, wenn’s persönlich wird. Gestern abend bekam sie von Freundin M., die für ihre knackigen Formulierungen bekannt ist, folgenden ebenso simplen wie weisen Fingerzeig:

Du kommst ihnen auf deren Art entgegen: als Mann. Natürlich unterliegst du dann, weil du der schlechtere Mann bist. Du wirst aber immer die bessere Frau sein!

17 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Ich hab nie verstanden, warum Weiber Männer sein wollen. Ich hab eine ganze Reihe solche Exemplare kennengelernt, bei denen mich nicht gewundert hätte, wenn sie in dem Bestreben, Männer auf männliche Art überholen zu wollen, mit ihnen zusammen im Stehen gepinkelt hätten. Männinnen wirken auf mich lächerlich.

    Männer hingegen, die nicht begreifen, dass Frauen eben Frauen sind – quasi ein Gegenentwurf :) – und dies auch als Bereicherung zu werten, sind einfach Flachköpfe und auch als solche zu behandeln.

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  2. Nur, dass manche weibliche Eigenschaften im Berufsleben für letztere wesentlich mehr Angriffsflächen bieten. Frauen sind oft gezwungen, persönlichen Übergriffen härter entgegentreten, als das eigentlich in ihrer Natur läge. Das hat nix mit Stehendpinkeln zu tun, sondern mit Wehrhaftigkeit. Eine Frau muss schon ein ziemlich dickes Fell haben, um ausschließlich mit Männern zu arbeiten.

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  3. Man weiss ja als Mann eigentlich auch gar nicht so richtig, was bei diesen Tupper-Parties abgeht. Vielleicht könnte das hier einmal von fachkundigen Damen offengelegt usw.

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  4. tm, was da abgeht könnt man zwar beschreiben, verstehen (i.s.v. nachvollziehen warum) würden wir es aber trotzdem nicht. wäre genauso sinnlos wie zu verstehen warum ein mann stunden beim studium der forstinger-regale verbringen kann. jedem das seine.

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  5. Ich geh zu solchen Partys nicht. Ich kann keine Stunden beim Studium von Plastikschüsseln verbringen. Und ich mag nicht, wie man da unter Druck gesetzt wird: Etwas kaufen zu sollen, weil dann die Gastgeberin dieses oder jenes gratis kriegt; und selbst bald Gastgeber spielen zu sollen. Das ist, was da abgeht. Es funktioniert, weil Frauen emotional erpressbar sind. Das war mir schon als Kind zuwider; ich hab das damals schon sehr genau wahrgenommen – obwohl mehr gespürt als verstanden.
    PS: Neuester Schrei: Kerzenpartys. Brrr. Als hätte nicht jeder schon x unbenutzte Kerzen daheim rumstehen.

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  6. Waaaahhhh, Kerzen!

    Ich hab seit Neustem (neustem? Neuestem? Neustestem?) eine Kerze, die an Hässlichkeit wirklich nichts mehr zu wünschen übrig lässt. Ich bin überzeugt, schwache Naturen könnten bei ihrem Anblick tot umfallen.

    Sie wurde in der sog. Serviettentechnik hergestellt, wie man mir sagte, bei der es irgendwie drauf ankommt, um eine Kerze in möglichst hässlicher Farbe eine möglichst hässliche Papierserviette mit Engeln und Wolken und so Krimskrams herumzuwickeln und dabei mit Hilfe von Wärme (oder Chemie?) die Farbe von der Serviette auf die Kerze zu übertragen, um ein möglichst noch weit hässlicheres Produkt herzustellen. (In der Erläuterung der Technik war das Wort “hässlich” durch “schön” ersetzt, ich hab das hier mal im Hinblick auf die Verständlichkeit korrigiert.)

    Ja, man hätte der überreichenden Person dieses Unding ein für allemal in den Rachen stopfen sollen, quer!, so aber ist man halt höflich und entsorgt es irgendwann unbeobachtet. Oder man …

    … verschenkt es weiter :)

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  7. Zugegeben, das Zitat ist knackig, nur löst es leider das zugrunde liegende Problem nicht, denn die Männer im beruflichen Umfeld bleiben wie sie sind. Und wenn das ein Problem ist, dann bleibt es ein Problem.

    @T.M.: Ich fürchte, frau kann sich nicht immer aussuchen, auf welche Weise sie in bestimmten Umgebungen mithalten muss. Manchmal ist halt der Sieg bei irgendeinem ‘Schwanzvergleich’ nötig, manchmal nicht. Kann man sich nicht aussuchen.

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  8. Es ist nach menschlichem Ermessen höchst unwahrscheinlich, dass ein Problem zwischen zwei Parteien ausschließlich auf einer Seite zu finden ist. Natürlich bleiben die Männer wie sie sind. Alle Menschen bleiben so wie sie sind, außer sie selbst wollen eine Veränderung. Das einzige Menschenwesen, das du als Veränderung Fordernder verändern wirst, ist: dich selbst. Zu glauben, dass ‘frau es sich nicht aussuchen kann’, ist vielleicht eine selbstgebaute Barriere – und die halten bekanntlich am längsten.

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  9. Wenn es denn ein Problem auf beiden Seiten ist.

    Ich glaube nicht daran, dass man sich seine Umwelt so herrichten kann, wie man sie gerne hätte, wenn man gleichzeitig etwas erreichen will. Wenn das Wasser steigt, muss man schwimmen.

    Mein Umfeld ist wohl so ähnlich wie das Deiner Freundin, um mich rum nur Männer. Ich will kein besserer Mann sein, als meine Kollegen und Mitarbeiter, aber wenn es sein muss, dann kann ich das :-)

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  10. In dem Moment, wo du ein Problem mit dem Verhalten deiner Umwelt hast, ist es ein Problem auf beiden Seiten. Es mag ja recht bequem sein, die Männer im Umfeld als das ‘zugrunde liegende Problem’ zu bezeichnen; objektive Wahrheit ist es wahrscheinlich nicht.

    Nicht falsch verstehen, ich weiß schon, dass die Situation schwierig ist; ich hab sogar in ähnlicher Konstellation irgendwann drauf gepfiffen, wenn auch aus vielerlei anderen Gründen (no money).
    Die eigenen Reaktionen entsprechend anzupassen ist aber auch kein ‘Herrichten der Umwelt’.

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  11. Das Wort “Schwanzvergleich” – :) – sagt genau, worum es geht. Frauen ziehen dabei aber eben naturgemäss den Kürzeren, selbst gegenüber dem dümmsten Kerl. Also, warum sich auf sowas einlassen?

    Natürlich kann man es sich oft nicht aussuchen (ich sage ausdrücklich: auch Männer können das nicht), man kann aber entscheiden, wie man darauf reagiert, was man tut, sagt, denkt, duldet.

    Es gibt Frauen, die behaupten sich sehr geschickt unter Männern, zugegeben wenige. (Ich hatte eine ganze Zeitlang eine kluge Chefin.) Ich habe viele kennengelernt, die schon einiges probiert und dann resigniert haben. Denen muss man manchmal einen kleinen Schubs geben, ohne dass sie’s merken. Manchmal ändert das Hinzukommen einer zweiten Frau das resignierte Verhalten einer anderen deutlich. (Ein kluger Chef stellt eben auch nicht nur eine allein ein.)

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