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Automatische Wiedergabe in Windows 7

Ich habe ein neues Notebook. Ein HP EliteBook 8540w. So ein neues Dings ist superschnell, bringt aber jede Menge Arbeit und Ärger mit sich. Kauft euch kein neues Notebook. Kauft euch Antifaltencreme! Und Sonnenspray.

Windows 7 ist zickig. Es will das Denken für mich übernehmen, ist aber dazu aufgrund hormoneller Schwankungen (weil zickig) gar nicht in der Lage. Ich denke ja ab und zu ganz gern auch selbst.
Konkretes Problem: Windows registriert nur gewisse Programme für die „Einstellungen für automatische Wiedergabe“ verschiedener Medien und Medientypen – und es gibt auch keinen vorgesehenen und offiziellen Weg, ein Programm zur Liste mit den vorgeschlagenen Programmen hinzuzufügen. Wenn ein Programm beim Setup verabsäumt, sich bei Windows 7 als patenter Kandidat vorzustellen, dann war’s das.

Schließt man zB einen Cardreader an oder steckt eine Speicherkarte in den internen Cardreader, öffnet Windows 7 ein Fenster und fragt, was man denn nun als nächstes tun will. (Man kann das auch standardmäßig unter „Einstellungen für automatische Wiedergabe“ definieren.) Wenn sich Windows nun weigert, ein gerade installiertes Programm in diese Liste der Programme aufzunehmen, dann kann man in der Registrierung rumsuchen, bis man HKEY-CURRENTUSER-murmelnd von den Männern in weiß abgeholt wird – oder aber man lädt sich ein kleines, feines Gratis-Tool runter: Den DefaultProgramsEditor.

Im Fall eines von Win7 verweigerten Cam2PC-Downloaders („Herunterladen der Bilder mit cam2pc“, was unter WindowsXP nie ein Problem war und immer sehr elegant funktionierte, samt benutzerdefinierter Ordneranlage und Drehung lt.Exif, völlig automatisch und im Hintergrund, versteht sich) sieht der Vorgang so aus:

Den vorher genannten Editor öffnen (erfordert keine Installation, nur eine Extraktion der exe-Datei aus der Zip-Datei).
„Autoplay-Settings“ auswählen.
Als Media-Type „Pictures“ auswählen.
Findet man in der nun angezeigten Liste der Autoplay-Handler die gewünschte Option „download with cam2pc“ NICHT (was wahrscheinlich ist), dann klickt man rechts unten auf „Add“.
Unter „action name“ den gewünschten Namen eingeben (zB „Download“ – oder auch „Eierbär“).
Für den cam2pc-Downloader lautet der Programmlink:
„C:\Program Files (x86)\cam2pc\cam2pc.exe“ /transfer %L (Wofür %L steht, fragt ihr bitte bei Gelegenheit jemand anderen.)
„Infer program name from program“ und „Infer icon from program“ anhaken.
Fertigstellen und speichern.
Die gewünschte Anwendung (bzw. Sub-Anwendung) ist jetzt sowohl in der Programmliste verfügbar als auch als Standardvorgang für Speichersticks mit Bildern gesetzt. Bilder auf externen Festplatten betrifft das nicht, wie ein Test bestätigt hat.

Den Tipp für das kleine Programm hab ich aus den 7tutorials.

Ja, ich bin selber auch zickig und möchte es halt so, wie ich es eben möchte. Hartnäckig und tränenverschmiert kämpfe ich bis zum Tod bzw. Schlaf. Warum will ich das denn auch? Windows 7 hat doch so einen tollen integrierten Downloader?
Jaja, eh. Ich bin aber kein Freund von 3komma4 vorgegebenen (und damit auf 3komma4 eingeschränkte) Möglichkeiten, und meine seit Jahren gleiche Struktur zur Benennung meiner Fotoordner war im integrierten Downloader eben einfach nicht dabei. Warum? Weil man den durchschnittlichen Mensch nicht mit Platzhaltern überfordern darf. Wer versteht schon .\%Y%m\%yyyy%mm%dd? Ah eh alle? Na dann…

Ich hab so ein Gefühl, dass ich das kleine Tool noch öfter brauchen werde.

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Madeira novamente

Ihr ahnt es vielleicht schon – ich bin immer noch damit beschäftigt, Fotos zu sortieren, Panoramen zu erstellen, Belichtungen zu korrigieren – und der Perfektionist schafft ja am Ende… gar nix. Also poste ich jetzt einfach mal ein Bild. Hab ich eh noch nie gemacht, einfach nur ein Bild zu posten.

20110521-RibDaJanela

Ach, ihr lieben Menschen, es war ja wieder so wunderschön dort! Ich sag euch eines: Wenn ihr da hinfahren wollt, wenn ihr die Natur liebt und deren umwerfende Vielfalt, das klare Wasser, die Berge, das Wandern oder Knipsen oder gar all das – seid nicht doof und bucht euch bitte zwei Wochen.

Was mich geritten hat, wieder nur eine Woche auf die Insel zu fahren, weiß ich natürlich – es war der finanzielle Aspekt. Vielleicht erinnert ihr euch, unsere Unterkunft beim letzten Mal hatte, nun ja, gewisse Schwächen. Wir konnten unsere Kleidung nicht trockenkriegen, denn bis auf den „Gwand-Toaster“, den elektrischen Miniheizkörper im Bad, war der Kamin die einzige Quelle der Wärme, die zwar nur von kurzer Dauer war, dafür aber allerlei beißenden Rauch mit sich brachte, der tagelang unter dem Dach stehen blieb. Dadurch war unsere Kleidung nicht nur feucht, sondern auch gut geräuchert. Dazu war die Unterkunft im Norden der Insel gelegen, was in einer Woche viele, viele Heimfahr-Kilometer ergab – schön zwar, aber doch zeitraubend und auch anstrengend. Noch beim Einschlafen hatte ich Zwangsvorstellungen vom Kurvenfahren. Also sollte es diesmal was Besseres sein – südlicher, gemütlicher. Ich wurde fündig, aber es war nicht billig. Für den Palast, den wir gekriegt haben, war es allerdings überaus preiswert.

Aber dazu vielleicht später mehr. Ein Wort zum Foto? Ja, das würde sich anbieten. Wie wärs mit ‚Wow‘?

Es ist ein Panorama über die Küste oberhalb des Flusses Ribeira da Janela; im gleichnamigen Dorf auf dem vermutlich gleichnamigen Berg gibt es einen ‚Miradouro‘, einen jener Aussichtspunkte, die auf der Insel überaus zahlreich und immer schön mit kleinem Parkplatz versehen sind. Madeira ist zwar recht klein, aber dafür hoch, und es sind unter anderem diese Miradouros, die sie größer machen – an ihnen liegt es, dass man irgendwie nicht weiterkommt, weil man ständig stehenbleibt, aussteigt, tief atmet und sein Glück nicht fassen kann. Man verzeiht dieser Insel auch schlechtes Wetter und sagt sich, es gibt nur schlechte Kleidung. Dann regnets eben, dann ist es eben neblig – es tut der Schönheit keinen Abbruch.

Ja, ich schwärme, und das zu Recht! Es ist eine Naturburschen-Insel, man braucht dort weder Schminkzeug noch Spiegel, nur Augen, Ohren und Beine. Und sie zieht mich an wie kein anderer Ort auf der Welt. Ein paar Brocken Unportugiesisch wären noch gut brauchbar in meiner umfassenden Unkenntnis der Weltsprachen – obwohl dort wirklich jeder Englisch spricht, würde ich mich mit vertieften Einheimisch-Kenntnissen noch ein bisschen wohler fühlen. Aber nicht viel.

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Blacktime Bird – erstes Video

Entschuldigt mein Fernbleiben, ich hatte zu tun! Dafür gibts hier und jetzt
das erste Video meiner Band mit einem meiner Songs!
Wenn ihr nur halb so viel Freude dran habt wie ich, ist die Sache perfekt!

Meine „face time“, wie man so sagt, ist etwas spärlich ausgefallen,
weil ich die meiste Zeit die Kamera selbst in der Hand hatte.

Wohlige Kommentare, über die sich die ganze Band freuen wird,
bitte (falls Neigung vorhanden) auch auf Facebook posten! Gracias!

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Freitagstexter

Diesmal ist es ein Samstagstexter. Ich bitte untertänigst um Vergebung. Hubbie! Wenn ich auf Urlaub bin und dir gleichzeitig hier Asyl gewähren soll, wirds kompliziert – also bitte keine Gewinnungen von Freitagstextern, wenn das Pfannenasyl gerade selbst Urlaub macht.

Warum Etosha eine Sie ist, hubbie aber ein Er, warum Etoshas Pfanne nicht Hubbies Kelomat heißt, und warum das alles überhaupt so kompliziert ist, könnt ihr beim vorletzten von mir für Hubbie ausgerichteten Freitagstexter nachlesen.

Nach dem Durchklicken der letzten Freitagstexterwochen fand ich heraus, dass Hubbie bei Herrn nömix gewann, und das war, will ich sagen, sicher nicht ganz einfach, verbindet sich bei diesem lieben Blogkollegen Humor doch stets mit einem gewissen Anspruch.

Die Regeln sind bekannt: Dichtet uns was unter das Bild, und wir zerkugeln uns dann entsprechend drüber. Wenn wir wieder aufgestanden sind und uns den Staub abgeklopft haben (nächsten Mittwoch), wird der Gewinner gekürt, und in dessen Blog gehts dann nächsten Freitag weiter. Viel Spaß!

freitagstexter-20110528

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Und weg

Ich begebe mich wieder mal nach Madeira, diesmal gemeinsam mit meiner Mama. Bei meinem letzten Urlaub dort dachte ich bei jeder zweiten Blüte an sie und wie gut ihr das alles gefallen würde – also nehm ich sie diesmal einfach mit.

Häuser und Hunde werden gehütet, El Reisehase und mein Fotozeug liegen im Koffer Nase an Nase, und ich hasse Kofferpacken immer noch. Warum findet man all die praktischen Dinge ausgerechnet dann nicht, wenn man wegfahren will? Gibt es eine dem menschlichen Auge verborgene Dimension der praktischen Dinge, in der Dreifachministecker, Schaumgummiobjektivschoner und Getränkehalter gemeinsam mit vermissten Pinzetten, Hüten und Schlüsselbändern Party machen?

Warum denke ich nicht früher daran, den neuen Koffer zu bestellen, den ich schon seit Monaten begehrlich beäuge? Wozu hab ich stets den guten Vorsatz, nur das Allernötigste mitzunehmen, wenn dann doch immer dreimal so viel Zeug in den Koffer soll, wie ohne die Hilfe eines Sumoringers hineinpasst? Warum sind DSLRs und ihr Zubehör so ungemein platzhungrig? (Und so SAUSCHWER?) Mit dem Auto verreise ich lieber: Kofferraum auf, Zeug rein, Kofferraum zu – alles dabei. Sogar der Hund. Aber so verbringe ich immer Stunden in stiller Meditation darüber, wieviele Westen ich am besten auf die Reise anziehe, damit ich sie nicht im Koffer unterbringen muss, nur um dann im Urlaub mit einer geradezu lächerlichen Menge an Kleidungsstücken auszukommen – nur dass ich vorher nie weiß, welche das sein werden.

Ich wünsche euch einen schönen Rest-Mai und werde euch gelegentlich einen schönen Gedanken schicken, wenn ich von der Terrasse unseres 135m²-Apartments auf den Atlantik schaue.

BisBald
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Was ist Freiheit?

Ist man schon frei, wenn man sich körperlich frei bewegen darf? Oder kann ein Gefängnisinsasse freier sein als ein „freier Mann“? Ein Volksmitglied einer Diktatur freier als eines der Demokratie? Gibt es überhaupt Abstufungen, einen Komparativ des Freiseins? Oder gilt bei Freiheit alles oder nichts?

Ist es überhaupt Freiheit, nach der du suchst? Oder ist es Sicherheit? Wie frei bist du, wenn du dich danach richtest, was andere von dir erwarten, wie andere dich wahrnehmen, ob du „normal“ bist oder dich in geeignetem Ausmaß von der Masse abhebst, welche Kleidung, welche Frisur dich cool macht, welche Besitztümer du anhäufen solltest, um etwas zu gelten; wie mitfühlend, zurückhaltend, hilfsbereit, aufmerksam, witzig, auffallend, kurzum: wie „liebenswert“ du in den Augen anderer bist? Kannst du durch die Augen anderer überhaupt etwas sehen?
Wie frei bist du, wenn du dich den äußeren Vorgaben beugst, brav in der Marktwirtschaft deine Karriereleiter erklimmst oder in der Diktatur den Mund hältst?

Wie viel Sicherheit bietet dir das alles? Und ist diese Sicherheit echt? Wenn du plötzlich einen Haufen Geld hättest, würden deine inneren Vorgaben sich dann in Luft auflösen? Wenn alle äußeren Vorgaben plötzlich allesamt verschwinden würden, oder wenn der Haufen Geld morgen nichts mehr wert wäre, auf welches Maß würdest/könntest du dann zurückgreifen? Wer bist du? Was willst du? Hättest du Angst?

Wie weit geht deine Konformität? Woran hast du dich angepasst? Wie frei kannst du dich ausdrücken? Wie oft pro Tag tust du etwas, das du wirklich willst? Und etwas, das du nicht willst? Wie viel Überblick hast du darüber, was du willst? Wenn du aus dieser Konformität heraustreten würdest, würde dich dann noch irgendjemand lieben? Hättest du Angst? Wenn dich niemand mehr lieben würde, wüsstest du dann noch, wer du bist?

Wer bist du? Was willst du? Wie viel Bewusstsein ist nötig, um diese Fragen zu beantworten?

Bedeutet Freiheit also vielmehr ein Freisein von sämtlichen äußeren Vorgaben? Wenn die äußere Welt keine Erwartungen an dich hätte, würdest du dich dann auch innerlich freier fühlen? Doch was ist mit deinen inneren Instanzen? Inwieweit sind sie ein Abbild der im Außen erlebten Beschränkungen aus deiner Erziehung, der Religion und Gesetzgebung, also erworbene Vorgaben? Fühlst du dich frei, solange du dir dieser verinnerlichten Konformität nicht bewusst bist? Ist dein Gefühl von Freiheit trügerisch?

Wenn die äußeren Beschränkungen blieben, du dich ihnen aber nicht mehr beugen würdest, wie groß wäre das Risiko, das du dabei eingingst? Würde die Gesellschaft dich ausstoßen? Wie viele Menschen gäbe es noch, die dich mögen? Wie viele gibt es, die dich mögen, wie du jetzt bist? Magst du dich selbst? Bist du du selbst? Wie sicher fühlst du dich?

Wäre es ein großes Risiko, wahrhaft frei zu sein? Wie viele der Sicherheiten in unserem Leben sind echt? Wie viele sind nur Illusion und ein Versuch, die Kontrolle zu behalten?

Ist es auch ausreichend, dir in deinem Leben kleine Inseln der Freiheit zu schaffen, kleine Glücklichmacher, die dir eine größere Freiheit nur vorgaukeln? Eine Zigarette rauchen? Ein Glas Wein trinken? Dich nur mit den Menschen umgeben, die dir angenehm sind? In dein Auto steigen und durch die Gegend fahren?
Und was bedeutet „ausreichend“? Heißt das, du gibst dich mit weniger Freiheit zufrieden, als möglich wäre? Warum? Wie viel Prozent Freiheit ergeben deine Inseln zusammengerechnet?

Kann man zu 33% frei sein?

Wie kommt es, dass viele Menschen ihre Freiheit nicht nutzen? Dass manche von ihnen ihre Freizeit einem strikten Stundenplan der wiederkehrenden Tätigkeiten unterwerfen, die nicht dem Spaß, sondern nur der Gewohnheit/Sicherheit dienen? Macht es ihnen nichts aus, dass dieser Stundenplan ihren spontanen Spielraum beschränkt, ihre Möglichkeiten, Neues und Schönes zu erleben, drastisch reduziert und sie zu Sklaven ihrer eigenen Kontrolle macht? Ist das auch Freiheit? Und ist es eine bewusste Wahl?

Sind diese wiederkehrenden Tätigkeiten ein Versuch, die Kontrolle zu behalten? Was sind die grundlegenden Ängste und Unabänderlichkeiten im Leben? Können wir sie kontrollieren? Wo suchen wir Sicherheit vor ihnen?

Wenn alle äußeren Bestimmungen und Beschränkungen wegfielen, wer sorgt dann dafür, dass sich die Menschen nicht gegenseitig die Köpfe einschlagen? Muss man dafür eine gewisse seelische Reife erlangt haben? Ein gewisses Bewusstsein? Wie sicher wärst du vor fremden Übergriffen? Wie sicher wärst du, dass du niemanden verletzt?

Kann Sicherheit wie Freiheit aussehen? Kann Kontrolle Sicherheit bieten? Und kann Freiheit Sicherheit bieten?

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Link-Update

Ich durchforste gerade die Schuhschachtel mit meinen gesammelten Links. Hier sind sie, der Vollständigkeit und Wiederauffindbarkeit wegen, sogar ein bisschen sortiert.

Temporäres:

  • Kunsthistorisches Museum Wien: Verkleiden – Verwandeln – Verführen
    Die Ausstellung schöpft aus dem reichen Fundus der Kostümkammer des Österreichischen Theatermuseums und zeigt in sieben Themenkreisen die interessantesten, spektakulärsten und phantasievollsten Kostümkreationen. (Noch bis Oktober 2011)
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Videos:

  • Für alle, die noch nie kapiert haben, wie eine Nähmaschine funktioniert: Drei Männer simulieren eine Nähmaschine. Sehr gelungen! Und so anschaulich!
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  • Alter Keks! Misheard lyrics mal aus dem Türkischen. Für graue Tage sehr zu empfehlen, Gelächter garantiert.
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  • Für alle fixen und gelegentlichen Mitglieder einer Rhythmusgruppe, und natürlich alle STOMP-Begeisterten: „Music for one appartment and six drummers“.
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  • Ein Video für alle mit Höhenangst. Auf einen 544 Meter hohen Turm klettern, um zur Arbeit zu gelangen? Wär nix für mich.
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  • Kitty-Cam. Mal aus der Katzenperspektive die Ausflüge der Miez miterleben. Sehr cool!
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  • Sehr beeindruckend fand ich auch diesen Radfahr-Künstler:
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  • Genauso diesen Zwuck, der so genial „I’m yours“ spielt und singt, dass ich ihn knutschen möchte:
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Für Geeks:

  • Dropbox. Filesharing auf die einfache Art. Lass dich von mir einladen! Das gibt Extra-Space, nicht nur für mich – auch für dich!
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  • Harddisk gesund oder kaputt? Wie klingt meine Festplatte, wenn sie bald sterben wird? „Failing hard drive sounds“ spielt’s dir vor, in vielen Varianten, je nach Fabrikat.
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  • 101 versteckte Tipps und Geheimnisse für Photoshop. Man lernt nie aus. Irgendwas Neues oder Vergessenes ist immer dabei.
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  • Logos, die ein bisschen am guten Geschmack vorbei gehen. Unabsichtlich.
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  • Sehr gelacht hab ich auch darüber: „Meine Katze ist verschwunden, du bist doch so’n Grafikfuzzi, kannst du mir schnell ein Suchplakat machen?“
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Bildhaftes:

  • Ich glaube, ich habe euch noch nie zu ThinkDraw geschickt! Dabei ist das eine wunderbare Beschäftigung für verregnete Tage ohne Motivation.
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    Meine Werke: Klickstu hier.
  • Hoch aufgelöst und ebenso interessant: Die größte Kupfermine der Welt in Chuquicamata, Chile. Hatte in einer Doku gesehen, wie dort die LKWs in stundenlanger Auffahrt das Rohmaterial transportieren, sehr beeindruckend. Daher Map gegoogelt:
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  • Der grandioseste Nichtlustig-Cartoon aller Zeiten. Stichwort: Niesen.
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  • Vermutlich hab ich das schonmal gepostet, aber weil’s so nett ist: Die lustigsten Test-Antworten oder: Was die Verzweiflung aus Schülern macht.
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  • Kennt ihr eh schon alle „learnsomethingeveryday“?
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  • Das Voynich-Manuskript. Schrift: unbekannt. Sprache: unbekannt. Kräuter: unbekannt. Astronomie: wiedererkennbare Anteile. Sooo faszinierend! :)
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Diverses:

(Ihr habt nicht wirklich gedacht, dass ich ohne „Diverses“ auskommen werde, oder? Ich auch nicht.)

  • Vernünftige, recht kompetente Seite über Kräuter mit vielen Rezepturen.
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  • Musikalien-Onlineshop „Mailordermusic Berlin“. Gitarrensaiten, Instrumente, Zubehör. Flott, kompetent, unkompliziert, unschlagbar günstiger Versand nach AT.
    Klickstu hier.

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Baustelle

Am Montag kommt der dritte Streich unserer Baustelle. Neue Fenster im halben Haus und der Innenausbau zweier alter Räume sind erledigt, und kaum hab ich auch nur halbwegs den Normalzustand wiederhergestellt, droht für Montag auch schon die Fassadenisolierung (rechtzeitig zur kalten Jahreszeit, gnihihi). Das Blöde daran: Auf die Veranda, deren Wände unter anderem auch isoliert werden sollen, führt nur ein Weg: durch die eben erst neu hergerichteten Räume. Mit den neuen Teppichen und den schönen neuen Wänden. Ich komm mir ein bisschen vor wie dieser unglückliche Griechengott, dem von diesem fiesen Piepmatz immer die gerade erst frisch nachgewachsene Leber rausgeschmaust wird.

Während dieses verwunschenen Zustandes, den man so verharmlosend „Baustelle“ nennt, ist man ständig damit beschäftigt, Entscheidungen zu treffen, Erinnerungsfotos von Unterputz-Stromleitungen zu schießen, Arbeiter reinzulassen, Unmengen Kaffee bereitzustellen, neue Milch zu holen, die Thermoskanne zu reparieren und herumzutelefonieren. Daher muss man in den Baustellenpausen nachholen, was man während des verwunschenen Zustandes gar nicht geschafft hat (Wäsche waschen, saubermachen, arbeiten, allein sein, zu Sinnen kommen), wodurch sich nie irgendeine nennenswerte Freizeit ergibt, außer in jenen Phasen, in denen man mit schmerzendem Kreuz an einer Innenmauer lehnt, innehält und sich ächzend fragt, in welchen falschen Film man hier eigentlich geraten ist. Wenn ich mir vorstelle, dass meine Eltern mehr als 10 Jahre in der Baustelle gelebt haben, die seit ihrer Fertigstellung Einfamilienhaus heißt, muss ich echt sagen: Ich hätt schon nach einem Jahr drauf gepfiffen.

Noch dazu hab ich seit geraumer Zeit ein etwas getrübtes Verhältnis zur Materie im allgemeinen, was sich dadurch äußert, dass ich innerhalb der Baustelle Herrn Murphy zur Alleinverwendung gepachtet hab. Die Folgen: Abgerissene Schrauben, heißgelaufene Bohrmaschinen, wehrhafte Schrauben, die ums Verrecken nicht zu erreichen geschweige denn rauszukriegen sind und völlig eigenständig ganze Zwischenwände festhalten, alle 10 Minuten Verwünschungen des Erfinders der Schlitzschraube, Kratzer an Wänden, schwarze Heizkörperflüssigkeitsflecken auf dem helleren der beiden neuen Teppiche (waagrechter Tränenausbruch!) sowie ein Brandloch vom Flexen, die falschen Montage-Clips für die Sesselleisten, außerdem jede Menge blaue Flecken, Schnitte, abgebrochene Nägel und laute Flüche – und alles mögliche, was vorstellbar und auch, was nicht vorstellbar ist. Zwischendurch Anfälle von blindem, knallroten Unzulänglichkeitszorn angesichts zu geringer Körpergröße und Kraft.

Die Krönung des letzten Baustellenabschnittes war jener Sonntag, an dem wir um Mitternacht ins Bett fallen wollen, nachdem wir den ganzen Tag an der Fertigstellung gearbeitet und danach auch noch die 127 Werkzeuge zusammengesammelt sowie gefühlte 8700 Schrauben sortiert und in der Garage verräumt haben, deren zwanglose Verteilung im Haus dazu geführt hätte, dass man am nächsten Tag nirgendwo vernünftig putzen oder saugen hätte können. Ich gehe ins Schlafzimmer, der Mann liegt schon im Bette, ich betätige den Lichtschalter – und das Licht geht nicht aus. Ich betätige den anderen Schalter der Wechselschaltung – selbes Ergebnis. Das Licht bleibt an. Also nochmal das Messgerät holen, ermüdetes Herumgemesse, schließlich, aufgrund der gemeinsamen Feststellung „Das KANN gar nicht sein“ meine Vermutung, es könnte sich um einen Traum handeln. Denn immer, wenn was passiert, was gar nicht sein kann, ist es ein Traum. Oder eine kolossale Pechsträhne.

Schließlich stellt sich heraus, wir haben bei der Montage der Sesselleisten mit einer Schraube (zu jenen Montage-Clips, die wir endlich auf die richtigen umgetauscht hatten), ein Kabel angebohrt – eine der Clip-Schrauben führt gespannte 220 Volt. Schraube raus, Schalter aus, endlich Licht aus, 00:30h, gute Nacht, schnarch-schnarch. Wir lernen daraus: Man sollte die Leitungen nicht nur fotografieren, solange man sie noch sehen kann, sondern sich diese Fotos auch ansehen. Die Aussage „Ah! Des geht scho!“ ist dafür kein angemessener Ersatz.

Der langen Rede kurzer Sinn: Ich lebe noch. Und ihr?

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