Ich gebe niedere Empfindungen, wenn überhaupt, ja nur sehr widerwillig zu, aber in dem Fall bin ich wirklich vor Neid grün wie Spaniens Blüten. Im Fall der verehrten Frau Modeste nämlich, die sich auf wundersame, ja magische Weise eine Familienhochzeit erspart hat. Und meine beschriebene, naturkolorierte Untugend bezieht sich dabei wohlgemerkt nicht auf die zugegebenermaßen beneidenswerte, sehr charmante Erzählweise der Frau Modeste, sondern vielmehr auf den modesten Gewinn in der Schicksalslotterie.
Noch grüner bin ich, seit ich heute morgen in der Post die nachträgliche schriftliche Einladung zu einer Familienhochzeit fand, nachträglich deshalb, weil deren Stattfinden und Termin uns schon länger bekannt ist, und wir unser Beiwohnen bereits zugesagt haben:
‚Wir freuen uns, euch zu unserer Hochzeit, blabla, die am … um …, blabla, Festessen, blabla…‘ So weit, so unspektakulär.
Dann jedoch bleibt mein Auge plötzlich auf einem ganz speziellen Satzfragment hängen. Weiterlesen