Kurioses (3)

Die Firma Adler Mode schickt heute einen Werbebrief, auf dem der Halbsatz prangt ‘Weihnachten mit Happy End’. Im Gegensatz wozu? Der tragische Aspekt von Christi Geburt, der offenbar insbesondere ohne Adler Mode wahrnehmbar wird, muss mir bisher völlig entgangen sein.


Eine sehr schöne Idee für alle Schreiberlinge da draußen, die Buchstaben lieben, ist das Buchstabenasyl. Wer seine überschüssigen Buchstaben bisher kaltherzig gelöscht hat, sie jedoch künftig lieber an einen guten Platz abgeben möchte, ist dort richtig. (via)


Eine kleine, aber sehr hübsche Liste der Abhängigkeiten und Süchte gabs letztens im Nachtbriefkasten.


Herr Textspeier zeigt uns regelmäßig, wozu freies Assoziieren führen kann; ich kam erneut aus dem Staunen nicht heraus, als es dabei zuletzt um die Anzahl der Knoten in einem Teppich ging.


Wenn einer aus der Narkose völlig wider Erwarten ohne Hoden aufwacht, verdient er einiges an Mitgefühl, insbesondere braucht man eine gewisse Feinfühligkeit als Talkshow-Moderator, wenn man diesen Mann und seine Ehefrau interviewen will. Ist zwar auf niederländisch, aber Mitgefühl kennt keine Sprachbarrieren. Seht selbst.

(Dank an André für die Mail.)


Notiz für mich selbst: Wenn Corel 11 mal wieder nicht so will, wie es soll, gibts hier eine schöne, umfangreiche Punkt-für-Punkt-Liste fürs Troubleshooting. Insbesondere interessant: Corel nimmt beim Start Verbindung zum Standarddrucker auf; wenn ihm das nicht gelingt, weil dieser Standarddrucker ein Netzwerkdrucker ist und der Printserver gerade schläft, dann klappts auch nicht mitm Corel.


Und jetzt noch ein paar Zitate:

Gutenachtgeschichten aus dem Strafgesetzbuch:

Elementar für den Straftatbestand ist die Belästigung einer anderen Person durch die exhibitionistische Handlung. Die Belästigung ist nicht gegeben, wenn die Reaktion des oder der Betroffenen Interesse, Verwunderung oder Mitleid ist.

(via)


In Winders Wörterbuch ging es unlängst um die zweitschönste Wienerische Bezeichnung für schicke Bekleidung – die schönste lautet natürlich ‘Schoin’, die Schale – nämlich um die ‘Panier’, welche da sprachlich-assoziativ vom Wiener Schnitzel kurzerhand auf den Menschen übertragen wurde.

Chief Cohiba meinte in den Kommentaren dazu:

Es wurde berichtet…
…von einem jungen Mann, der seiner weiblichen Begleitung anbot, doch sitzenzubleiben und ihn – ganz Gentleman – den Mantel holen zu lassen! Seine ostösterreichische Herkunft bewies er durch ebendiese Wortwahl: “Oide, bleib pick’n, i fliag um de Panier!”


In ebendiesem Wörterbuche ging es an anderer Stelle um das ‘English for Runaways’ im Stile des Heinrich Lübke (“There stand one yes the hair to mountain!”). In weiterer Folge kamen in den Kommentaren von Nighstallion auch lateinische Wörtlichkeiten dazu:

Unus ignis quis vir multum de audere et dixit: “studium fuga, meum impedire!”
Ein Feuer wer? Mann viel vom wagen und sagte: “Eifer Flucht, mein hindern!”

7 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Die Talkshow inklusive Rahmenhandlung war übrigens fiktiv, der Sketch einer flämischen Comedy-Sendung. (Was sie nicht weniger lustig macht.)

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  2. Bin ich froh, dass du mir das sagst. Hab mich schon gewundert, wie das Publikum so stoisch bleiben konnte. Und mein Mitleid für den Fistelmann war wirklich sehr groß.

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  3. unus ignis quis vir litus classis romana….ist das noch bekannt? Mein Latinum endete anno ’68.

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