Ask Dr. Etosha

Mal was anderes zwischendurch. Sonst kriegen wir hier noch den Fotokoller.
Seltsame Anfragen wurden der allwissenden Müllhalde wieder zugetragen, und merkwürdige Spam-Betreffzeilen erregten die Aufmerksamkeit der Frau (vom) Doktor. Na, dann los!

  • etosha farbe ändern

    Rein von außen steuerbar ist das leider nicht. Aber hier ein paar Hinweise: Wenn sie sich schämt oder Sonnenbrand hat: rot. Wenn sie sich ärgert: lila. (‚Do wiri lila!‘, Ausruf des Zornes.) Wenn sie wartet: schwarz; je länger, umso schwärzer. Grün, wenn sie was Falsches gegessen hat, manchmal auch vor Neid. Blau… ja, kommt auch vor.

  • pinkeln im etosha

    Also ich muss doch sehr bitten. Suchen Sie sich doch eine geeignetere Stätte.

  • tanzbären trommeln sterne schmelzen

    Ich weiß ja vieles, aber… keine Ahnung, echt jetz. Klingt aber romantisch! Vielleicht fällt sie drauf rein. Grundsätzlich würde ich aber glauben, dass Tanzbären tendenziell eher tanzen als trommeln. Oder ist hier gemeint, dass auf Tanzbären getrommelt wird? Dann ist das aber die Königsdisziplin der Tierquälerei! Was das Sterneschmelzen betrifft, ist die schiere Entfernung ein kleines Problem. Man könnte es aber mit einem Laserpointer versuchen und den guten Willen zählen lassen. (1, 2, …)

  • kamel lockruf

    Höck-höck?! Hatten wir das nicht schonmal? Ah, nein, wir beschlossen vor Zeiten, dass der Lockruf ‚Höckerhöckerhöcker!‘ lauten muss. Höck-höck gefällt mir heute aber besser. Daran kann man erkennen, dass man zu keinem Zeitpunkt im Lebens so schlau ist, wie man glaubt. Auch nicht 2006. (Und auch nicht 2009.)

  • Alle Software ist Deutsche Sprachen, originell und voll funktionsfahig.

    Das glaub ich sofort. Also, die originelle Komponente. Ich bin sicher, wenn die ganze Software so übersetzt ist, stößt man auf eine Menge origineller Zitate und Fehlermeldungen. Man hat freilich nicht den blassesten Schimmer, was sie bedeuten sollen – aber originell sind sie bestimmt.

  • Your manhood will fly like a white dove – independent and free.

    Das wiederum glaub ich weniger. Und wenn, dann würde es bestimmt einiges Aufsehen erregen. Nicht nur, weil ‚your manhood‘ in meinem Fall höchstens geistig-seelische Aspekte betreffen kann, sondern auch generell. Ich bin der Ansicht, es herrscht auch jetzt schon genug Flugverkehr, sowohl technischer als auch tierischer Natur, sodass die Menschheit auf das freie und unabhängige Umherfliegen von primären männlichen Geschlechtsmerkmalen ohne weiteres verzichten können dürfte. Des weiteren möchte ich mir solcherlei Geflatter in dieser Farbgebung, nämlich einer weißen Taube vergleichbar, eigentlich gar nicht vorstellen, bei aller grunzipiellen Liebe zu Gedankenspielen.
    Und was ist mit dem schwarzen potenzgestörten Mann? Ich befürchte, ein frei flatterndes, weißes Geschlechtsteil, das einst ihm gehörte, könnte Auslöser nicht unwesentlicher und womöglich sogar mehrfacher Identitätskrisen sein.

  • Weihnachten ist Potenz-Zeit!

    Herzlichen Dank für diesen wirklich essentiellen Hinweis. Ich werd versuchen, es mir bis dahin zu merken.

Inhaltsverzeichnis Suchanfragen

59 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Ach ja, die Suchanfragen. Aus irgendeinem Grund hab ich entweder Leute, die das Rezept für Putenbrustbraten suchen oder in Hüfthalter-Geheimnisse eingeweiht werden wollen. Das sind die Dauerbrenner schlechthin.
    Internet is‘ komisch, alles in allem.

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  2. Dann lach doch. ;D
    Hüfthalter! Hihi :) Danke, somit hast du auch mir die Treffer beschert. Freu mich schon. ;) (Also, meine Hüften halten von allein. Zumindest noch. Falls das wen interessiert, der hier über diesen Suchbegriff reinstolpert.)

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  3. DER „Daran kann man erkennen, dass man zu keinem Zeitpunkt im Lebens so schlau ist, wie man glaubt. Auch nicht 2006. (Und auch nicht 2009.)“ GEFÄLLT MIR AM BESTEN!!

    Aber Höck-Höck ist auch sehr gut! Dromedare lassen sich folgerichtig einfacher rufen.

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  4. Gell? Obwohl ich nie so schlau bin, wie ich glaube, bin ich doch schon ziemlich schlau. :D

    Das mit den Dromedaren ist ein guter Ansatz. *g* Und wenn du versehentlich trotzdem den Kamelruf zum Heranlocken eines Dromedars verwendest, und keine Kamele in Hörweite sind, dann kommen einfach zwei Dromedare.

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  5. Ein hinfälliges Höck-Höck ist kein Höck-Höck mehr und kommt daher gut ohne Erwartungen aus. Und so ein von Erwartungen völlig freies Höck-Höck lässt mehr Spielraum für Ergebnisse. Wie oben schon festgestellt, weiß man nie, was man kriegt. Auch zwei alte, bucklige Frauen könnten herbeigeeilt kommen. Oder ein barbusiges junges Mädel.

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  6. Das ist natürlich richtig und insofern sollte jeder Zauberlehrling stets auch das kcöH-cköH in petto haben, um die Geister, die er ruft, meistern zu können. Das barbusige Mädel zum Beispiel könnte sich späterhin als olles Kamel erweisen. Dennoch glaube ich, dass jedem Höck-Höck im geheimsten Wunschdenken seines Rufers eine ganz besondere Höckervision immanent ist. Wohl aber werden viele Rufer ihre Vision nicht definieren können und daher eröffnet sich eine große Variationsbreite an potenziell eintretenden Phänomenen. Hier gilt es durch eine mentale Höckersuche bereits im Vorfeld gedankliche Selektion zu betreiben, um die mathematischen möglichen Überraschungen zu begrenzen.

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  7. Einschränkungen von vornherein aufzuerlegen führt zu einer umso stärkeren Einschränkung der Ergebnismöglichkeiten. Ich bleibe daher dabei: Erwartungen sind möglichst zu vermeiden. Ich gebe aber zu, dass allein schon das Wort Höckervision durch eine Art von Schönheit besticht, die man bei Befolgung meines Rates entbehren müsste.

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  8. Hoch leben die Höckervisionen! Aber in meinem Szenario blieben wiederum so atemberaubende Alliterationen, wie sie nur bucklige Frauen und barbusige junge Mädel erzeugen können, auf der Strecke.

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  9. Lücken lenken den Blick generell stärker als Kontinuität. Aber Blicklenklücke ist ein gutes Wort. Erinnert an Blumentopferde, das man auch erst drei Mal lesen muss, um zu verstehen, dass es nicht um eine Pferderasse geht. Als ich Blicklen-Klücke las, hätte ich zunächst schwören können, du hättest dich erstmals in deiner Bloggeschichte vertippt.

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  10. Man könnte den Buckel auch mit einem BH bedecken. Das wäre erst eine Blicklenkung!
    Ich find Blicklenklücke auch krass. Konnte es gar nicht glauben, als ich es da getippt sah, und hab das Wort selbst mehrmals kontrolliert. Da fragt man sich, was eine Klücke überhaupt sein könnte. Klingt sehr nach der weiblichen Form eines Tieres, zetbeh das Weibchen beim Storch, das könnte gut die Klücke sein. Wobei – gibts beim Storch überhaupt Weibchen? Und wenn ja, wozu?

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  11. Die Weibchen beim Storch heißen doch Reiher. Klücke erinnert an Klucke, also Hühnerdamen. Aber ich glaube, als Klücken bezeichnet man eigentlich weibliche Schnabeltiere nach der Menopause.

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  12. Aber nur weiße, weibliche Schnabeltiere, oder? Die schwarzen, weiblichen Schnabeltiere nach der Menopause heißen mW Schwähen.
    Ad Klucke: Glucke heißt das, Glucke!

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  13. Klucke und Kockel, dachte ich immer, aber du liegst sicher richtik. Was die weißen und schwarzen Schnabeltiere angeht, da wären wir ja dann wieder bei etosha farbe ändern angelangt, nur jetzt mit Schnabel. Wir waren aber eigentlich bei der Frage stehen geblieben, wozu es beim Storch Weibchen gibt: also mW weil sie Höck-höck rufen, und irgendeiner muss das ja tun. Außerdem weil Weihnachten Potenzzeit ist.

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  14. Glugge und Goggel! :) Alles sehr weich heute.
    Schnabeltiere ändern ihre Farbe nur, um die Weiberwelt zu beeindrucken.
    Klapperstorch kommt nach Hause zu seiner Frau: „Ich hab dir auch was miiitgebraaacht!“ – „Oh nein, schon wiiieder??“

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  15. die frage ist interessant, wie heissen weibchen und männchen beim storch nu wirklich?

    der wiki-artikel sagt nichts darüber, außer dass reiher eine verwandte art seien. würde mich somit sehr wundern wenn der name einer anderen art auch für das weibchen missbraucht würde. schwähe hat dem internet überhaupt nicht gefallen – darauf gabe es praktisch nur antworten die dem rechtschreibfehler eines fehlenden „c“ entspringen. auch zur klücke ist dem internet nichts brauchbares entlockbar.

    ich vermute mal, dass getrennte namen für die geschlechter i.d.r. nur bei arten eingeführt sind, die auch bejagt werden, jäger sind da scheinbar ein differenzierteres völkchen. da das ansich weder bei schnabel- noch bei storchentieren sehr gebräcuhlich ist – fehlanzeige. man gib t sich mit dem anonymen -männchen und -weibchen zufrieden.

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  16. Wir nicht! Eben drum ist ja ein bisschen Phantasie gefragt! Ich find Schwähe gut. Du bist eindeutig noch nicht akklimatisiert in diesem absurden Thema hier. :)

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  17. Die Reiher war schon eher unwahrscheinlich @ Martin ;-))
    Aber, Etosha, ist hier irgendwas oder -wer absurd??? Also, ICH stehe mit allen Schwähenfüßen fest auf dem Boden!! Will ich hier jetzt nur mal behöckt haben…

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  18. Also ich möcht mir keinen Eidex unter die Achseln sprühen. Aber das ist vermutlich sowieso ein Männerdeo. Weibliche Kellner heißen übrigens Garconniere, aber das nur nebenbei.
    Und der Lockruf für Spermadechsen?

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  19. Garconniere? Also Jungine, wenn ich richtig liege? Das ist so ähnlich wie die weiland gern angesprochene Frau Amtmann, nicht wahr? Heut haben sie eine Amtfrau draus gemacht. Was auch nicht besser ist.

    „Klücke“ ist übrigens ein Dialektwort, vermutlich Hamburgisch-Schleswig-Holsteinischen Ursprunks, das gern in feststehenden Redewendunken, wie z.B. „Jeder ist seines Klückes Schmied“ verwendet wird.

    Klück auf,

    Lily

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  20. Etosa, mich würde ja jetzt weitaus mehr der Lockruf für garçons und „garçonnieres“ interessieren! Wenn ich da zum Beispiel an vergebliche Bemühungen zurückdenke, nach dem Essen in einem Elsässer Fachwerkstädtchen zu bezahlen…

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  21. Mid überdriebenen Ggonsonandn had der wiennahe Niederösderreicha nix am Hud!

    Der Lockruf für Garçons lautet „Können wir Ihnen vielleicht irgendwas bringen?“
    Für Garconnièren lautet der Lockruf „Suche kleine Wohnung in Wien“.

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  22. @ Garçon perplex
    „Garçon, können wir Ihnen vielleicht irgendetwas bringen?“ – …Ja, das werde ich versuchen! Und falls es in Wissembourgh funktioniert, funtioniert es auf der ganzen Welt!

    @ Eidex
    Somit könnte EIDEX® zu revolutionären Auswüchsen unter den Genossen führen! Aber Revoluzzer in der Schweiz – wenn das mal gut geht…

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  23. Ich möcht mir nun nicht vorstellen, wie Auswüchse unter eidgenössischer Achsel aussehen, Eidex-Einfluss hin oder her.
    Brrr.
    Da lass ich doch gern eine Wissens(k)lücke klaffen.

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  24. Nein, so heißen generell besonders kleine Klammeraffen, für die der volle Name einfach zu groß wäre. Da Klaffen aber weder bejagt noch domestiziert werden, unterscheidet man bei ihnen Männchen und Weibchen bislang nicht.

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  25. Waaah- mkh, du hast für ein Auferstehen des „Rumbalotte“-Witzes gesorgt. Der geht mir jetzt im Kopf herum bis mir jemand einen anderen erzählt. Grrr.

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  26. Wenn schon Klammeraffen, dann hätt ich jetzt eher geglaubt, Klaffen sind solche, die in der Mitte nix zum anklammern gefunden haben.

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  27. DIE heißen wiederum Ammer, nach dem benannt, was frei schwebt. In Ammerika werden sie als Haustiere gehalten. Weibchen nennt man Ammen.

    In der katholischen Kirche wurden die Weibchen lange als heilige Tiere angesehen. Mit ihrem Namen enden noch heute die Gebete. Mit dem Marienkult haben sie aber nichts zu tun. DAS sind die Marienkäfer bzw. ihre Weibchen (Maria Käfer).

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  28. Die sind halt schön bunt. Aber noch rausgeputzter sind die Maria Käfer mit rot lackierten Zehennägeln.

    Habt ihr eigentlich auch Schnözen bei euch?

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  29. Ich weiß nicht, was Schnözen bei uns sind, muss ich erst als Suchanfrage eingeben. Vielleicht weibliche Biertrinker.

    Diese Nagellackpinsel sind sehr klein. Um sie zu sehen, musst du erst einmal zehn Abende üben, jeweils 60 Minuten auf deine Nasenspitze zu gucken und dann an den Folgeabenden sukzessive den Nasenrücken bis zur Nasenwurzel hinauf zu fokussieren. Dann wirst du irgendwann so weit sein, dass du sie sehen kannst und brauchst nur noch eine vorbeifliegende Maria Käfer abzuwarten und ihr das Handtäschchen zu klauen.

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  30. Ich meld mich dann in 11 Tagen wieder. Bis dahin könntest du versuchen herauszufinden, zu wie vielen Enten man Erpel sagen müsste, um die schriftliche Innen-Krankheit auszugleichen: WählerInnen, ManagerInnen, LeserInnen.

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  31. Soll ich das mathematisch oder philosophisch beantworten? Mal schauen, ich werde mir Mühe geben und wünsche dir einstweilen 11 besonders feine Tage!

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