Achterbahn

Der Radiosender, der seit neuerem spielt, was er will, erzählt mir heute früh, ein Karatelehrer hätte im Rahmen eines Wettbewerbes in Mexiko zehn Tage in einer Achterbahn zugebracht. Er hat mit dieser Leistung ein Cabrio und eine Reise zur WM nach Deutschland gewonnen. Vor seinem Sieg kickte er noch eine Studentin und einen Tätowierer aus dem Rennen.
Dann höre ich aber, die Achterbahn war nur zwölf Stunden pro Tag im Betrieb. Hört sich für mich nach einem großen Schwindel an. :)

Viel beeindruckender – und auch für die wissenschaftliche Welt wesentlich ergiebiger – waren die unfassbaren 49 Tage und Nächte in der Achterbahn, die der Amerikaner Richard Rodriguez im Jahr 2003 hingelegt hat. Zwei dieser Nächte verbrachte er verkabelt, um dem Schlaflabor der Mannheimer Universitätsklinik Messungen seiner Hirnströme und Schlafphasen zu ermöglichen, und auch die erste Nacht danach verbrachte er im Schlaflabor.
Ein paar Erkenntnisse daraus sind hier nachzulesen. (Links mit noch detaillierteren Angaben bitte an mich!)
Die Landkrankheit muss nach 49 Tagen Achterbahn unerträglich sein. Rodriguez meinte: “Ich komme mir außerhalb der Achterbahn jetzt vor wie auf einem Schiff in einem schweren Orkan”.
Glaube ich. Das waren sieben Wochen. Ich selbst konnte – nach sieben Tagen am Segelboot wieder an Land – nicht mal am WC aufrecht sitzen.

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