Wanderer II

Ha! Das letzte Bild war noch mondfrei. Aber dafür hab ich gestern einen wolkenfreien Abend erwischt (halbwegs wolkenfrei, siehe Ausführungen weiter unten)! Gerade rechtzeitig für die anstehende Venusbedeckung.

Hier noch vor dem Verschwindibus der Frau Venus:

Mond, Venus und Jupiter Mond, Venus und Jupiter

Auch eine homöopathische Menge Abendrot spielte noch lieblich in die Szenerie. All das habe ich gemütlich vom Wohnzimmerfenster aus fotografiert.

Mond, Venus und Jupiter

Doch dann: Der Austritt der Venus durch den vielfach bewährten und von Profis gerühmten Thujenfilter.

Mond und Venus

Soll heißen: Wenn der Nachbar seine Hecke öfter mal schneiden würde, anstatt diese wunderbare Arbeit Jahr für Jahr großzügig uns zu überlassen und uns die Wohnzimmerfensteraussicht zu vermiesen, dann hätte ich vielleicht ein besseres Bild.

Nicht, dass ich mich nicht bemüht hätte! Kaum dass ich feststellte, das geht sich nicht aus, da verschwindet mir der Mond hinter der Hecke, lief ich, mit der Kamera unterm Arm und mit dem Stativ an allen Ecken und Engstellen anpömpelnd aus dem Haus, hinaus aufs erdige Feld, nur in Weste und Hausschlapfen, dass Gevatter Blasius im Nu meine Zähne klappern ließ. Dort angekommen gewann ich aber sogleich den Eindruck, es müsste sich wohl eher um eine Mondbedeckung durch die Venus handeln – denn plötzlich waren sie alle weg, hinter horizontnahen Wolken verschwunden.

Aber ich tröste mich: So ein schräges Foto hat sicher sonst keiner. ;)

In Australien haben die Menschen angesichts des Sternenhimmels ja noch mehr zu lachen. (thx to Ernst)

(Die Fotos habe ich absichtlich nicht durch den Rauschfilter laufen lassen, damit die schönen Details, wie die Sternchen an der Venus (am zweiten Bild) und der Erdschein am Mond, nicht verlorengehen.)

33 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. scheene büdln.
    (aber live wars auch schön – wir hatten zwar keine thujen, aber einen zuckerlrosa himmel dazu…)

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  2. Wundervoll! Und die Thujen gelten ja nicht als dekorativer Faktor. *hmpf*

    Oh, des Astronomen Vater ist ein Sternderlgucker! Wer hätte das gedacht? ;)
    Mich hat ja meine Mama schon in frühen Jahren dazu animiert, auch mal nach oben zu schauen. Aber sie hat die Bedeckung gestern leider verpasst – manchmal ist ein Blick ins Himmelsjahr tatsächlich kein Fehler. (Ich hab sie aber auch nur zufällig so halb mitgekriegt, muss ich zugeben, weil ich eben sowieso grad am Fotografieren war. Dann musste ich aber telefonieren (was man ja sprachlich auch gerne mit ersterem verwechselt, zumindest Leute die ich kenne), und als ich zurückkam, da war die Venus wie vom Erd… naja, also vom Bodenlosen verschluckt. Erst da kam mir die Idee, sie könnte hinter den Mond gerutscht sein. Dabei hab ich die Daten Anfang 2008 noch großartig angekündigt.)

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  3. Wunderbar! Und dass man den Jupiter gleich auch noch so gut sehen konnte… Eine Erinnerung, mal wieder mehr in den Himmel zu schauen.

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  4. Najaaa, des Astronomen Vaters schrankenlose Begeisterung für Himmelsereignisse ließ ihn in 20 Jahren genau zweimal durch das Teleskop schauen – von ihm hab ich’s also nicht wirklich geerbt ;D.

    Aber übrigens war auch hier der Smiley-Sky zu bewundern. Bemerkt hab ich alter Gneißer das natürlich nicht – aber eine chinesische Freundin hat mich darauf aufmerksam gemacht und mir ein Foto inklusive sehr putzigem E-Mail geschickt.

    Schaut ungefähr so aus:

    :)

    (Nur halt heller.)

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  5. Das Dumme ist, dass man so schöne Bilder nur im Winter, und im Winter nur in den kältesten Nächten hinbekommt. In Mitteleuropa jedenfalls. Und während einem früher (ha! … früher … [Herr Müller macht mit glasigem Blick eine abwinkende Handbewegung]) noch zehn oder sogar 20 Minusgrade nichts ausgemacht haben und man ja immerhin sogar einen russischen Winter mit Leichtigkeit ertrug, ist man nun im Alter ein einziges Klappergestell …

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  6. naja, sternderlgucker… aber nachdem mein computer gleich neben dem fenster steht, hatte ich das himmelsphänomen praktisch vor der nase. brauchte also nur den kopf zu heben ;-)

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  7. Oh ja, giardino, das sollte man! Auch auf Autobahnparkplätzen zwischendurch mal stehenzubleiben, weil grad so schöne Sterne sind, macht durchaus Laune.

    Selbst wenn’s kalt ist, TM, dann bleibt man eben im Auto sitzen. Man wird nicht jünger. Die Gelenke rächen sich. Meine tun das ja schon seit längerer Zeit, dabei haben die keinen einzigen russischen Winter mitgemacht.

    Percanta vermutlich auch nicht, aber Wolken reichen ja ebenfalls, um einem das Erlebnis zu vermiesen. Man ist sowas ja im ‘on demand’-Zeitalter gar nicht mehr gewöhnt! ;)

    G., vielleicht gibts ja Pillen für Blitzgneißerei on demand? Ansonsten musst du eben weiterhin auf die emailschen Erhellungen deiner Mitmenschen zählen, das ist wenigstens sozial.

    rudolfottokar, schlimmer ist nur, wenn man die himmelskörperlichen Vorgänge überhaupt nur über die Displayspiegelungen im Auge behält.

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  8. also-schlimm ist, wenn ich aus dem fenster schau?
    weil(zitat):”schlimmer ist nur, wenn man die himmelskörperlichen Vorgänge überhaupt nur über die Displayspiegelungen im Auge behält…”
    ;-)

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  9. Nein, schlimm ist, wenn man nur ab und zu den Kopf hebt, um den Blick vom Display auf den Himmel zu lenken. ;)
    Weil: Das Auge muss sich ja an die dunklere Umgebung gewöhnen, um die ganze Pracht der Sternchen wahrzunehmen!

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  10. Nicht weit – zwei Cessnastunden südwestlich – von deiner Pfanne in Namibia gibt es ein Wüstencamp namens Little Kulala, auf Wunsch baut dir das Personal auf dem Flachdach des Bungalows eine Bettstatt, von der du ohne jegliches Streulicht den fantastischsten Himmel beobachten kannst, der vorstellbar ist und am frühen Morgen trottet eine Antilopenherde vorbei….

    http://www.wilderness-safaris.com/namibia_sossusvlei/little_kulala/

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  11. stehe natürlich gern als Argumentationshilfe z.V., ein paar Bilder kriegst du gleich per E-Post

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  12. Afrikareiseantrag, sososo, na klingt auch nicht schlecht, werden wir dem prüfverfahren unterziehen. derzeit sehr günstig sind jedenfalls thailand, (da soll es ein paar stornos gegeben haben) und island (krone ist jetzt 3x weniger wert als am jahresbeginn). In Athen soll es dzt auch eine bombenstimmung haben, über die auswirkungen auf reisepreise weiss ich aber noch nix. weirere anregungen für lohnende reiseziele willkommen!

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  13. oh das sind aber gute reiseberichte! gelungene mischung aus fakt+eindruck, da weiss man doch gleich was einen erwartet :)

    hast du eine vorliebe für reiseziele mit “A” oder hast du einfach schon das ganze alphabet durchbereist? bei 194 berichten nicht ganz unwahrscheinlich…

    die umgerechneten preisangaben beziehen sich auf den alten oder den neuen kurs? weil ob das auto jetzt 200 oder keine 60 euro am tag kostet macht schon ein bissi einen unterschied…

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  14. Ich reise ordentlich, war daher auch schon in Z wie Zypern, falls dir das im Alphabet gefehlt hat, von den 194 Berichten handelt nur ein Viertel vom Reisen, die weissen Flecken beschränken sich auf die Pole (no, na), Irak und Afghanistan u.ä. ;-)

    Martin, meine Preisangaben beziehen sich auf den Stand Juni 2007, ein kleines Auto kostet für Juni 2009 ab € 500/Woche, meines Erachtens sind Fly/Drive/vorgebuchte Z/F Arrangements am günstigsten und kosten für zwei Wochen p.P. von € 2000-2500, je nach Wagenkategorie.

    E., Kaarntn is ned lei oans und ich beneide euch um die Tiefschneehänge am Nassfeld, heul…

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  15. Das einzige nasse Feld, das wir zu Gesicht bekommen werden, ist vermutlich jenes gegenüber vor Schwiegies Haus, auf das es seit einer Woche regnet. ;)
    Aber oben auf der Alm wird scho a Schnee sein. ;)

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  16. hubbie, ich habe da noch so einen gutschein für das nassfeld rumliegen über 2 tagespässe zum preis von dreien oder so ähnlich. wenn du interesse hast..? flüge kosten heutzutage ja schon weniger als die gondelbahn zum gipfel.

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  17. die Mezzie muss ich leider auslassen, Martin, erstens komme ich von ALC nach KLU nur mit der Kirch´n übers Kreuz und dann ist da noch das ewig frierende holde Weib, das müsste ich im Villocha Maibachal versenken

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