Rhetorisches

‚Weniger spielen‘ – das will in einer Band kein Instrumentalist. Auch nicht unser Schlagzeuger. Gerne wird ja als Argument für eine Reduktion das Minimalistenmotto ‚Weniger ist mehr‘ zitiert, so auch gestern abend, worauf der Schlagzeuger krähte:
‚Aber noch weniger ist bald gar nichts mehr!‘

Gegen so viel rhetorischen Spürsinn ist kein Oxymoron gewachsen.

Aber – juchuu! – ein Zitat!

Perfektion ist nicht dann erreicht, wenn man nichts mehr hinzufügen, sondern wenn man nichts mehr weglassen kann.

Antoine de Saint-Exupéry

10 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Noch schlimmer aber sind Sänger, die kein Gespür dafür haben wann es besser ist die Luft anzuhalten. ;)

    Ich kann den Spruch nicht leiden … kommt gleich nach »Der Köder muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler!« und »Den Kundennutzen immer voranstellen!«. Liegt aber wohl daran, dass ich all diese Weisheiten zu oft von Leuten gehört habe, die eigentlich keine Ahnung haben. Aber das tut hier jetzt nichts zur Sache … ‚tschuldigen den Ausflug …

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  2. Wieso noch schlimmer? Ich finde das gar nicht schlimm. Ich fand die Antwort kreativ :)

    Ich kann manche Sprüche auch nicht leiden. Zum Beispiel, wenn jemand zu jedem Wehwehchen, egal welcher Natur, bemerkt: ‚Des is des Wetta!‘
    Wenn jemand beim Fischessen und Weintrinken ‚Fisch will schwimmen‘ oder ‚… muss dreimal schwimmen, …‘ sagt. Oder ‚Quod licet iovi, etc…‘, den find ich ganz furchtbar elitär. Einfach nur blöd: ‚In Linz beginnts!‘, am besten noch mit einem ‚Jojo‘ davor.
    Oder, ganz falsch: ‚Noch schlimmer sind Sänger, die…‘ ;)

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  3. 3 mal schwimmende fische und der iovi sind durchaus in meinem üblichen repertoire wenn auch das gewürz mit bedacht eingesetzt wird… elitär!? ist das jetzt ein kompliment oder eine bosheit?

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  4. Das war wohl ein stummer Aufschrei eures Schlagzeugers, der dieses Ziel anscheinend als Verschlimmbesserung seines musikalischen Fitnesstrainings erachtet!
    Tja, man kann nicht alles haben, um noch einen blöden Spruch einzustreuen…

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  5. Martin, üps :) *grinz* Na sowas!?
    Elitär ist sicher kein Kompliment. Eine Bosheit aber auch nicht. Ich empfinde es einfach so, weils Menschen gibt, die mithilfe dieses Spruches andere zum Rindvieh zu machen versuchen und sich selbst zum Gott erheben wollen. Das finde ich in den allerwenigsten Fällen tatsächlich berechtigt, auch wenn es für den Sprücheklopfer befriedigend sein mag, sich vorübergehend aus dem Staube seines Selbstwertes zu erheben.
    Jaa, es gibt Situationen, auf die dieser Spruch passt. Aber sie sind in Wirklichkeit viel seltener als seine Anwendung.

    Aber iwi, es war mitnichten ein stummer Aufschrei. :) Und irgendwas muss man(=ich) ja schließlich sagen, um seinen Standpunkt zu illustrieren.

    Jooo, baumgarf, DER is aber echt nett! :))

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  6. Da gibts doch ein kleines Buch … „Latein für Angeber“ oder so, mit schönen Sprüchen zum auswendig lernen und intelektunell™ klingen.

    (Du hast das Sprücherl eh nicht persönlich genommen, gell? Wollte dir keineswegs was unterstellen, /me hat nur leider viel schlechte Erfahrung mit solchen gesingsmenschen gemacht …)

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  7. Nur dass, wer nie Latein hatte, wahrscheinlich an der Aussprache resp. Betonung scheitern wird und der intellente Eindruck dadurch zum Teufel geht.
    Buchstabenverdreher kommen auch gern vor. (Ich zitiere aus meinem breiten Erfahrungs- und Hörschatz:) ‚Und dann begeht der vielleicht noch Siuzid oder wie das heißt.‘

    Nö, hab ich nicht persönlich genommen. Spiel doch ein bissl Keyboard bei uns, hm? :) Deine neckischen Äußerungen jedenfalls würden sehr gut in die Band passen.

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  8. ‚Die Polarkreise schmelzen …‘ (ich steh auf die Werbung … ;)

    Wer in einer Band spielt, braucht (meiner Erfahrung nach) keine Feinde. Und OK, ich werde Klavierunterricht nehmen.

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