Am Feiertag bin ich ein Weilchen mit meinem Notebook im Werkzimmer verschwunden, um eine ältere Komposition, auch ‘Nummer‘ genannt, neu aufzunehmen und einzusingen; eine, die wir zwar mit der Band gespielt haben, an der aber immer neu rumgefeilt wurde, ohne dass sie mich in irgendeiner Version je zufriedengestellt hätte. Auch diesmal nicht.
Später finde ich mich im Wintergarten zu einer Art ‘finaler Rauchpause’ ein, ebenso wie der Angetraute, der auch gerade irgendetwas finalisiert hat. Dabei entspinnt sich ein kurzer Dialog:
M: Na?
E: Pfff… manche Nummern san afoch a Drama.
M: Mhm. Zum Beischbü Siemadreißg.
E: Oda Ochtafuchzg.
M: Kennt scho waana, waunn i’s nua hea.
Fazit: Verständnis für die Sorgen des anderen sind in einer langjährigen Beziehung das Um und Auf.
Ganz schlimm ist immer auch 87, also sieamnoaachtzg.
Ganz genau, siemadochzt is aa gaanz schiach. No äaga is nur siemhundatzwööf.
8-/ ?
Oki, Übersetzungsversuch:
M: Na?
E: Pfff… manche Nummern sind einfach ein Drama.
(Und ich meinte: Musikalische Nummern! Sie widersetzt sich mir, die Sau, sie will einfach nicht besser werden!)
M: Mhm. Zum Beispiel Siebenunddreißig.
E: Oder Achtundfünfzig.
M: Könnt schön weinen, wenn ich sie nur hör!
der letzte Satz war wirklich zu schwer als Nichtösterreicherin. :) Du könntest doch bitte mal wieder eine Hörprobe des schönen österreicherischen Dialekts geben, wie du es schon einmal gemacht hast. Das war so schön!
:) Wer könnte bei einem so liab vorgebrachten Wunsch schon widerstehen?
ja sprachliche fortbildung ist immer gut. so haben wir unlängst das schöne wort “rhoihessewoi” gelernt. prost!
Aber nicht wir-wir, sondern ihr-wir, oder wie wie? ;)
nein, wir-wir. du hast “rhoihessewoi” auch gekostet. und mitgerätselt was so diverse andere begriffe auf diesem plastik-tischtuch noch alles heissen.
Oh. Ok :)