Bumm!

Mein holder Angetrauter ist ja ein Meister des Schusses, wie schon mehrfach nebenbei berichtet. Zu diesem Behufe besitzt er ein Arsenal an Faustfeuerwaffen.

Unlängst hat er sich nun das ultimative Kaliber zugelegt, das ganz böse Bumm macht. Und zwar nur zu diesem Zweck des Bumm-Machens. Denn dieses Bumm dürfte anders sein als jedes andere Bumm und so großen Eindruck machen auf jeglichen Schützen, der zum Probeschießen eingeladen wird, dass hinterher der einzig bislang mögliche Kommentar stets ‚Bist du deppat!?!!‘ lautete.

In diesem Fall folgt unser Dialekt so gar nicht der von mir postulierten Gesundschrumpfungstheorie, also der Überzeugung, dass Dialekt in erster Linie der Verkürzung der Sprache dient. Denn in dieser Situation würde der Theorie zufolge ein einfaches ‚Pfau!‘ – die ösische Wow-Variante – völlig ausreichen; dem zum Trotze behält das ‚Bist du deppat!?!!‘ zuverlässig die Oberhand.

Die Durchschlagskraft des Kalibers .50 haben wir am Wochenende einigen klassischen Tests unterzogen. Martin schießt auf Melonen und Wasserflaschen – ich schieße Fotos. Die fotodokumentarischen Ergebnisse sind auf Martins Fotoseite zu sehen.

12 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. welch ehre einen eigenen eintrag zu bekommen! *verneig*

    zugegeben – ein kindisches vergnügen :) das kind im manne hat sich ein lautes und völlig zweckfreies spielzeug geleistet. wenngleich aufgrund zu heftiger sinneseindrücke nicht für kinder geeignet *g*

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  2. TM, das mit dem Kaliber musst du mir jetzt aber nochmal genauer erklären.

    „Bis wieder einer weint!“, Kristof ;)
    Soll ja auch ein bissl Spaß machen.

    War mir ein Vergnügen, mein Holder! *g*

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  3. Kaliber, madame? Es ist ja so, dass diese kurzläufigen Handfeuerwaffen (Pistolen und Revolver) oft enorme Kaliber haben, 9mm und mehr, damit das Geschoss halbwegs ein bisschen Energie bekommt. Seine kinetische Energie berechnet sich aus seiner Masse und seiner Geschwindigkeit. Deshalb schiesst man mit Blei-, militärisch sogar mit Urankernen. Der andere Weg, nämlich nicht die Masse, sondern die Geschwindigkeit zu erhöhen, ist technisch anspruchsvoller, jedoch hinsichtlich der Energie viel effektiver, denn die Geschwindigkeit geht quadratisch in die kinetische Energie ein. Mit entsprechend langer Lauflänge erreicht man eine derart hohe Mündungsgeschwindigkeit (900m/s und mehr), dass man die Masse des Geschosses (und damit das Kaliber) sogar reduzieren kann, was sich noch dazu sehr positiv auf den Rückstoss auswirkt. Auf die Weise schafft man sehr präzise Schiessergebnisse selbst auf Entfernungen von 400m und weit mehr, sogar ohne Zieloptik, zugegeben nicht mit Pistolen.

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  4. So ein Redeschwall schon in aller Herrgottsfrühe! Ich glaube, das war dein längster Kommentar seit Anbeginn der Pfanne.
    In puncto kinetische Energie war die Desert Eagle für die Melone jedenfalls mehr als ausreichend… und auch, was die Projektilgeschwindigkeit betrifft. Ich hatte eigentlich auf mehr Fotos gehofft. War kaum zu schaffen ;) Als Pippifax würd ich das bei aller Vergleichswut nicht bezeichnen.

    ‚Sich positiv auf den Rückstoß auswirken‘ könnten die Bistdudeppat!?-Sager allerdings andersrum verstehen.

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  5. t.m., da hast dir das richtige thema ausgesucht *g* ursprünglich dachte ich du bist ein luftdruck-vertreter (kleiner 5,5mm!?)

    natürlich, ein gewehr ist ein gewehr und eine FFW ist eine FFW. wie groß der unterschied in der wirkung ist, wird zB auf http://www.theboxotruth.com/ in vielen versuchen anschaulich gezeigt.

    und natürlich kann man mit einem 60cm langen lauf präziser schiessen als mit 15cm, aber warum sollte ich mir erst extra einen langen lauf nehmen, diesen auflegen und nur um danach mühsam das ziel auf 300m hinaus verlegen zu müssen damit es wieder eine herausforderung wird!? und dann noch ewige spaziergänge für eine trefferinspektion in kauf nehmen zu müssen :) nein, da bleib ich bei überschaubaren 25m und der herausforderung das freihand zu schaffen. weil es kommt ja nicht nur auf die länge an :P

    und von wegen die kurzläufigen haben „enorme kaliber“: darf ich daran erinnern dass es zahlreiche (jagd-)gewehr-kaliber um die 9mm herum gibt und dass es viele überdimensionale kaliber wie .577 Tyrannosaur, .600NE, .729 Jongmans usw gibt die alle aus langen rohren verschossen werden! andererseits gibt es auch FFW in kleinen rasanten kalibern, siehe FN five-seven in 5,7×28 mm.

    der trend zu kleinen rasanten kalibern ist eindeutig militärisch bestimmt: 1. ist die munition leichter = kann vom soldaten mehr mitgeführt werden. 2. ist sie billiger und 3. richtet sie deutlich schwierigere verwundungen an = mehr „folgekosten“ für den feind. mehr präzision auf große entfernung als zb ein gutes altes .308 bieten die kleinen jedenfalls nicht.

    lauter gründe die mir wurscht sind, folglich widme ich mich dem vergnügen 2000 Joule aus 2,3kg lebendgewicht freihändig zu bändigen, erfreue mich des satten rückstoßes und des sonoren donnerschlags und denke nicht im traum daran auf pimperlkaliber unter 6mm zu gehen.

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  6. Jep, kleiner als 5.5mm, nämlich 5.45mm, und freihand selbstverständlich, auflegen war verboten.

    P.S.: auf 25m? Da kann man ja ein Beil werfen, oder was man gerade hat … *augenroll*

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