Bandprobe

In etwas veränderter Konstellation. Denn einer unserer Gitarristen hat es vorgezogen, das Weite – respektive unsere Nähe nicht mehr – zu suchen. Zuverlässiger Ersatz war zum Glück schnell gefunden und hat sich ebenso rasch in unsere Nummern eingewöhnt.

Ein Song entsteht an diesem Montagabend, den ich schon im Urlaub komplett im Kopf hatte: Erstmals höre ich jetzt von außen, was ich innen schon lange höre. Überwältigend! Schon das Intro ist ein Erlebnis, dann die Drums, very laid back, schließlich ein fetter Chorus. Gutes Gefühl ergießt sich wie ein breites Beinkleid abwärts und verdichtet sich in einen fundamentalen Schwerpunkt.

Hier eine Betonung, da ein Timing, dort eine Bassline – ich nehme an Kleinigkeiten in der Instrumentierung wahr, dass die Jungs mich verstanden haben, und das beinah völlig ohne ein Vorspielen von meiner Seite. Auch wenn zwischendurch eine unflätige Bezeichnung für die von mir ersonnene Gitarrenmelodie von Paul’scher Seite an mein Ohr dringt – er hadert nur mit sich selbst; sie alle fühlen sich in den Song und damit auch ein bisschen in mich ein, und geben meine Vision in der Wirklichkeit wieder, für jedermann hörbar. Ich singe dazu.
Eine Geburt.

Mit einem Pfeifen im Ohr, aber einem breiten Lächeln im Gesicht gehe ich in dieser Nacht heim.

4 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Habt ihr denn ne eigene Website? Am besten mit Hörproben? Oder kann man, also ich, auf sonst einem Weg an eure Musik kommen? Habt ihr eine CD? Ich würde kaufen! Wie nennt ihr euch? Ich will mehr!

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  2. Oh, sooo nett! :)

    Aber ich muss dich enttäuschen – die Band ist noch so jung, dass sie nichtmal einen richtigen Namen hat! Und von einer CD sind wir sehr weit entfernt. Ungerechtfertigterweise natürlich. ;)

    Zur Bandnamenfindung siehe hier. Gar nicht so einfach. Derzeit heißt die Band sowas wie … Bloom… oder auch Etosha, je nachdem, wen man fragt. Weil wir im Alberner Hafen proben, war auch schon ‘Alberner Haufen’ im Gespräch. Oder einfach ‘Alte Säcke’, weil so gut wie jede Probe mit dem Bericht über die Krankheitsbilder-Entwicklung der Mitglieder beginnt.

    Die Musik liegt so zwischen Rock und Pop, ist melodiös, manchmal deutsch, dann wieder englisch. Ein alberner Haufen eben.

    Sobald wir in den Charts sind, lasse ich es dich aber wissen! ;) Und geh jetzt mich über diesen deinen Kommentar besonders freuend ins Bett.

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  3. Wenn ich mir eure Musik so anhöre *g*, dann kommen zwei Namen in die enge Auswahl: Tiffin oder Alberner Hafen! Bewusst nicht der Haufen, weil das irgendwie zu direkt albern is. Beim Hafen steckt noch sowas wie die Ankunft an einem Platz drin (die Bandproben etwa), an dem Albernheit sein darf…

    Das war jetz im wahrsten Sinne ‘Senf dazugeben’ ;-)

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  4. Wir SIND ja auch direkt in Albern. ;) Der Hafen heißt wirklich so.

    Tiffin find ich auch ganz nett. Aber weil wir uns untereinander nie richtig einig waren, heißt die Band eben nix.

    Danke fürs Senfen, du treuer Kommentator.

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