Bandprobe

In etwas veränderter Konstellation. Denn einer unserer Gitarristen hat es vorgezogen, das Weite – respektive unsere Nähe nicht mehr – zu suchen. Zuverlässiger Ersatz war zum Glück schnell gefunden und hat sich ebenso rasch in unsere Nummern eingewöhnt.

Ein Song entsteht an diesem Montagabend, den ich schon im Urlaub komplett im Kopf hatte: Erstmals höre ich jetzt von außen, was ich innen schon lange höre. Überwältigend! Schon das Intro ist ein Erlebnis, dann die Drums, very laid back, schließlich ein fetter Chorus. Gutes Gefühl ergießt sich wie ein breites Beinkleid abwärts und verdichtet sich in einen fundamentalen Schwerpunkt.

Hier eine Betonung, da ein Timing, dort eine Bassline – ich nehme an Kleinigkeiten in der Instrumentierung wahr, dass die Jungs mich verstanden haben, und das beinah völlig ohne ein Vorspielen von meiner Seite. Auch wenn zwischendurch eine unflätige Bezeichnung für die von mir ersonnene Gitarrenmelodie von Paul’scher Seite an mein Ohr dringt – er hadert nur mit sich selbst; sie alle fühlen sich in den Song und damit auch ein bisschen in mich ein, und geben meine Vision in der Wirklichkeit wieder, für jedermann hörbar. Ich singe dazu.
Eine Geburt.

Mit einem Pfeifen im Ohr, aber einem breiten Lächeln im Gesicht gehe ich in dieser Nacht heim.

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