An alle Filmfreaks

Gibts eigentlich einen Fachausdruck für jene Sequenzen in einem Film, die einem das Gefühl geben sollen, dass man, wenn auch nur oberflächlich, dabeigewesen ist? Diese im Zeitraffer verstreichende Filmzeit, in der die Protagonisten beispielsweise einander besser kennenlernen, viel Zeit miteinander verbringen und Spaß haben, aber unter umgekehrten Lautstärkeverhältnissen – wo die Hintergrundmusik zur Vordergrundmusik wird und Sprache nur als kaum hörbare Untermalung in den Hintergrund tritt?

Wenn nicht, dann finde ich, es muss einer erfunden werden, und zwar hier und heute!

34 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Klar gibts den: Filmsequenzen-die-im-Zeitraffer-verstreichen-und-mit-lauter-Musik-Dabeigewesenheit-suggerieren. Oder knackiger: FdiZvumlMDs (sprich: „fediZwummlimz“). Aber das lernt man erst in den obersten Semestern der Filmakademie. Ist schon sehr speziel *hühü* :).

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  2. Ah, das ist das, was am Kassettenrecorder immer mit „fast forward“ beschriftet war, gelle? Und wo man immer die Mickey Mouse Stimmen gehört hat. Eine der besten Tasten überhaupt, wie mich dynkt.

    P.S.: Ich hör heute manchmal noch plötzlich … ähm … dabei hab ich gar keinen Kassettenrecorder mehr …

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  3. die berühmten „get into the film“-sequenzen,
    die oft auch einen „change“ in der story
    markieren, oder auch für den werten kinogast
    als verschnauf-, frischschneuz-, oder gar als
    richtighinsetz-pause genutzt werdende
    „storyzoom“- oder auch „story-zoom-in“-szenen,
    die einen auf du-und-du mit dem film fühlen
    lassen sollen?

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  4. Ein bissssschen vorbei am tatsächlich Gemeinten, TM. Aber mit der Qualität der bewussten Taste hast du natürlich völlig recht.
    Was deine Wahrnehmungen betrifft, so hast du vielleicht einen Schlumpf in der Speisekammer.

    boomerang! Story zoom? So heißt das?
    Nebenfrage: Woherzumgeier weiß man sowas? ;)

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  5. To-tal glaubwürdig, echt jetz! :) Hab schon Onkel Google gefragt, aber der spuckt auf die Schnelle keine Definitionen aus. Und ich muss jetzt die Farbe aus meinen Haaren spülen gehen, sonst wirds eine Sommerfrisur.

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  6. Genau genommen müssts aber eher story rush heißen – schließlich beschleunigt die Story ja, man geht gewissermaßen einen Schritt zurück, nicht näher ran.

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  7. Hm. Schon klar, dass die Leute sich da gerne schneuzen, was zu essen holen oder gar pinkeln gehen. Aber gedacht isses so ja vermutlich eher nicht. Vielleicht eher step back-Sequenz?
    Die Haarfarbe erfreut sich hellster Blondheit, danke der Nachfrage. ;)

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  8. Story Rush finde ich großartig. Das passt imho sowasvon gut, das fühlt sich beim Aussprechen genauso an, wie das Betrachten eben solcher Sequenzen.

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  9. Ich hege ja insgeheim die Befürchtung, dass an dieser Stelle im Drehbuch so etwas Ähnliches wie „insert text here“ stand, der Autor aber schlicht nicht fähig dazu war, etwas Plausibles zuwege zu bringen, oder der Produzent das Projekt zu schnell voran getrieben hat, als noch etwas Vernünftiges hinzuschreiben. In der Hinsicht würde also „story rush“ auch gut passen :o)

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  10. Nööö, baumgarf, ich begreife das schon als Stilmittel. Insgeheime Befürchtungen bringen Unglück! ;)
    Dabei hatte ich so auf dich gezählt – du weißt doch solche Sachen!

    Ich finds auch nicht schlecht, boomerang. Aber es könnt noch ein bissl mehr knacken. Ich weiß nicht…

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  11. Na nein, hubbie… ich mein ja nicht den ganzen Film. Plot und storyline sind ganzer Film.
    Ich meine nur diese speziellen Sequenzen, in denen die Musik laut wird und man oberflächlich miterlebt, was die Menschen die nächsten zwei Monate lang so tun. Y’know?

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  12. So – fündig! Das Zeug heißt ‚zusammenfassende Montagesequenz‘ (im Gegensatz zur ‚beschreibenden‘); zumindest auf deutsch. Sie wird häufig von einer musikalischen (Zeitraffer-)Klammer begleitet.
    Sehr ausführliche filmtechnische Betrachtungen gibts dort.

    Aber story rush gefällt mir eindeutig besser. ;)

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  13. Man könnte auch eine Montagssequenz daraus machen, weil man
    hofft, dass das ganz schnell wieder vorbei ist. Ich finde diese Sequenzen ziemlich unnötig. Verlängert den Film nur unnötig. :-)

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  14. Die armen Sachsen, die können doch auch nichts dafür!!! Die kriegen das so zu sagen mit der MuMi mit. Außerdem versteht man die noch besser als einen Burgenländer! Werde bei nächster Gelegenheit auch an die „Störy Hurry“ denken.

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  15. Die Wiener sind nicht arm, die raunzen eh die ganze Zeit nur. Aber wenns hilft „Die armen Wiener“! Fühlst du dich jetzt besser?

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  16. Dauernd muss ich hier reintippen, dass ich kein Wiener bin! ;) Ich werd mir das in die Titelleiste tippen, dann erübrigt sich das zukünftig. *gg*

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  17. Und wieder habe ich was zum besseren Verständniss beigetragen. Ich bin so stolz auf mich :)

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