Ah! Silvester!

Wenn einer eine Party macht, dann kann er was erzählen! Obwohl – das Besäufnis ist ja nicht so ausgeartet wie vermutet. Es fehlte uns aber auch schmerzlich einer der eingeladenen Mittrinker, eine ebenso bekannte wie gefürchtete Kapazität auf diesem Gebiet, der leider, anstatt mit uns zu feiern, den Manager on duty machen musste. (Hast uns gefehlt, K-lein! Es sind aber noch Vorräte da! Wann magst kommen?)

Der Lerneffekt war jedoch – wie so oft – wieder ganz enorm!

Wenn etwa das bedrohlich laute Zischen einer soeben entzündeten Rakete nicht sehr schnell leiser wird, weil diese nämlich brennend in ihrer eleganten Alufelgen-Abschussrampe verharrt, statt plangemäß himmelwärts zu fliegen, und wenn in diese Szene hinein jemand laut ‚Scheiiiße!‘ schreit, dann sollte man zügig das Weite suchen. (Gilt für alle außer den Kameramann – der muss natürlich draufhalten!)

Eine große Angeber-Luftpumpe, die bei Hub und bei Druck bläst, ist ganz eindeutig ein PhallusStatussymbol.

Man muss sich nur noch nie einen Plüschelefanten gewünscht haben, und schon bekommt man einen geschenkt. Wenn man dagegen zwei bei anderer Gelegenheit erhaltene Weihnachtsgeschenke herzeigt, mit dem Ziel, sie erfolgreich wieder loszuwerden, so sollte man es zuvor tunlichst vermeiden, diese als geschmacklos zu bezeichnen. Meine Freimütigkeit ist nicht in allen Lebenslagen ein unmittelbarer Segen.

Bei Spielen wie Tabu oder Pictionary kann man ja auch so manche Kenntnis erwerben:

  • Man braucht beispielsweise, um den ratenden Mitspielern den Namen Pamela Anderson zu entlocken, nur mit leuchtenden Augen grinsend zwei Worte zu sagen: groooßer Busen. Hilfreich ist dabei natürlich: man beschreibt für das Männerteam.
  • Frankenstein ist wie Geppetto, nur gruseliger.
  • Kombiniert man das Gegenteil von unten, aber ohne o, mit jenem von lauter, erhält man Ben Stiller. Und zwar schnell und unproblematisch.
  • Alle erkennen England an der Form, wenn es jemand zeichnet – nur ich nicht. Dafür glaubt manch andere, die Malediven lägen in der Karibik.
  • Blaulichter sind farbige Warzen auf einem Autodach.
  • Die Name der Figur, die Bud Spencer in einer Filmreihe verkörpert, mit deren Nachnamen es auch einen Eskimo-Eislutscher gibt, lautet nicht ‚Kommissar Brickerl‘.
  • Auch die Kombination aus richtigem akustischem Erfassen und Identifikation von tatsächlich weichen Konsonanten im gesprochenen Wort ist hierzulande nicht ganz so einfach. Es löst ein gewisses Erstaunen aus, wenn alle Mitspieler auf ‚Ich will meine Mandeln entfernen, also brauche ich eine…?‘ – ‚Operation!‘ rufen, nur ich murmle ‚Garderobe…?‘.

Der Schneespaziergang ist mittlerweile auch absolviert – und nuuu? Werd ich die Reste des sensationellen Tiramisu von ihrem tristen Kühlschrankdasein erlösen. Ein wahrhaft frohes neues Jahr!

Und wie war’s bei euch so?

19 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Dir auch ein wunderschönes neues Jahr!

    Die Sache mit der „Garderobe“ ist wirklich zum Brüllen. Aber ganz ehrlich, dir hätte nichts Besseres passieren können, beim nächsten Tabu muss man nur „Garderobe“ erwähnen, und du weißt, was eigentlich gemeint ist. Schon wieder Zeit gespart.
    Und an Pinocchio als kinderfreundliche Version von Frankensteins Monster hätte ich nicht gedacht. Auch wenn’s an für sich logisch ist.

    Mein Silvester habe ich aus Platzgründen übrigens bei mir gesetzt. Aber in aller Kürze: schön war’s :o)

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  2. „Man muss sich nur noch nie einen Plüschelefanten gewünscht haben, und schon bekommt man einen geschenkt.“ – was HAPPICH gelacht :D

    Ein schönes neues Jahr dir!

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  3. Yo, baumgarf, ein Hoch auf die Insider-Schmähs! Hübscher Bericht, btw! :)

    hubbie, casi perfecto… pero no llegó la nieve tan hermosa como aquí, no? ;)

    TM, AUCH? Hehe, hat man dich zum Sonderpreis beschenkt?
    Nö, bei mir wars einfach augenkrebsgefährdendes Muster und extrem unpassender Stil.

    Gell, G., klingt doch gut! Kommissar mit Fettglasur!

    *zwinker* Frau Serotonic, irgendeinen Grund muss ich ja nennen, wenn ich jemanden mit Elefanten bewerfe.
    Ein ebensolches wünsch ich Dir!

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  4. Übersetzung: „Hörts auf, Spanisch zu plaudern! Hier gibts Leut, die können des net.“ ;)))

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  5. *g* passt schon. hab eh nur „congelada“ net geknissen. „zusammengefroren“ kann’s ja nicht sein, oder? :))

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  6. Du meinst wegen dem ‚con‘, gell? Frier ma zsamm, wo frier ma hi? *g* Nö :) ‚Eingefroren‘, eigentlich. Aber auch ‚erfroren‘. ‚Mei Oide is eh soa Dafruarane‘, wie der Wiener sagt.
    Der Congelador ist der Tiefkühler. Gerne auch kurz ‚el conge‘ oder auch ‚el conje‘ genannt.

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  7. ah … dann war ich ja gar nicht mal so weit weg :). da sieht man mal wieder, auf welch missliche pfade einen latein bisweilen führen kann.

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  8. Geschenke mit Sonderpreisaufkleber sind aber auch sehr üppig!!
    Mir wurde ungefähr 5 Wochen vor Weihnachten von einem nahen Verwandten die Frage nach dem Weihnachtswunsch gestellt. Da mein Lieblingsduft gerade augegangen war, dachte ich gute Idee und habe genaue Bezeichnung weitergegeben. Voller Erwartung öffnete ich das Paket unter dem Weihnachtsbaum, um dann festzustellen nicht Lieblingsduft drinnen sondern irgendwas stinkiges kaum zu ertragendes (Wohnzimmer wurde ungefähr 72 Stunden gelüftet und der Gestank war noch immer da). Auf meine Frage warum nicht mein Lieblingsduft bekam ich die Antwort der hat mir nicht gefallen, der richt doch viel besser. Ich habe das Geschenk gleich für die neue Geliebt mitgegeben und gemeint mir gefällt aber mein Lieblingsduft. Frohe Weihnacht!

    Silvester mit Singstar und vielen angetrunkenen Leuten kann aber auch was. Vorallem bei deutschen Titeln in höheren Tonlagen kommen in Ermangelung der Muttersprache (Verlust selbiger durch erhöhten Alkoholkonsum) die witzigsten neuen Titel raus. Sehr zu empfehlen! Wer bitte feuert Raketen aus Alufelgen ab?

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  9. Na wir! Ich hab eine hochdekorative Alufelge im Garten rumstehen. Wollt eigentlich mal Blumerln reinpflanzen, war mir dann aber zu viel Action. Als Abschussrampe eignet sie sich im Grunde wunderbar – vorausgesetzt, die Rakete ist prinzipiell abflugwillig.

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