Zweifelhafte Methode

Heute ruft mich meine Chefin die Frau vom Chef an und berichtet mir, ein Deutscher namens M., dessen Name sich so anhört wie eine abgekürzte bayrische Stadt, hätte in der Firma angerufen und nach mir verlangt. (Ich bin nur zwei Tage die Woche im Büro, den Rest der Zeit arbeite ich daheim.) Er sagte, es wäre privat, er hätte sein Handy verloren, daher meine Privatnummer nicht mehr, und deshalb würde er in der Firma anrufen. Sie gab ihm natürlich nicht meine Nummer (danke!), sondern verlangte seine. Sie gibt sie mir durch.
Als ich da anrufe, ist M. nicht zu sprechen, weil gerade nicht im Raum, aber sein Kollege W. gibt mir Auskunft: ‘Ich weiß aber, worum es geht. Wir sind Personalvermittler, und Kollege M. ist derzeit auf der Suche nach einer Leiterin der Bilanzbuchhaltung für eine Verlagshaus-AG mit Stammsitz in Wien .’ Und ob ich interessiert sei.
Ich erkläre ihm, ein Wechsel käme für mich derzeit nicht in Frage, und ich wäre ohnehin bis oben mit Arbeit eingedeckt, damit ist das Gespräch beendet.

Das mit der Handylüge fällt mir erst später wieder ein, als ich nochmal mit der Frau vom Chef telefoniere.
Ich vermute, den Anruf hab ich meiner Mitgliedschaft auf openBC zu verdanken. In meinem dortigen Profil ist das Stichwort ‘Bilanzbuchhaltung’ zu finden, ebenso der Name meiner derzeitigen Firma.
Die haben durchaus eine gewisse Chuzpe, in meiner Firma anzurufen, um mich von da abzuwerben.

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