Wo meine Zeit hingeht

Am vergangenen Dienstag will ich mit Cindy zur Tierärztin und anschließend zu meiner Freundin. Cindy ist an der Pfote verletzt, es sieht ziemlich tief und fleischig aus, vielleicht näht man das besser. Dafür braucht man eine Tierärztin, und unter anderem auch Geld. Vielleicht. Manchmal brauche ich dort auch kein Geld. Für “Nur schauen” verrechnet die Tierärztin meines Vertrauens nichts. Dafür sagt sie “Exzem”. Darüber sehe ich großspurig hinweg, und das sage ich ohne falsche Bescheidenheit.

Allerdings, und dafür brauch ich nichtmal nachzusehen, ich tu’s aber trotzdem, 2 Minuten, herrscht in meinem Geldbörsel leerende Gähne, außer drei Tankstellen-Gutscheinen sind da nur die Erinnerungen an Geld, das mir bereits durch die Finger geflossen ist, in Form von mehr oder weniger zerknautschten und mäßig aufhebenswerten Quittungen. Ich überlege kurz, ob die Tierärztin wohl OMV-Gutscheine nimmt, verwerfe diesen Gedanken dann aber wieder.

Also los zum Geldautomaten, hierzulande liebevoll Bankomat genannt. Vor dem Kastl in der Bank angekommen, gähnt mir schon wieder was entgegen – das leere Fach in meinem Geldbörsl, wo normalerweise meine Bankomatkarte steckt. Scharf nachdenken, 1 Minute. Ach du Kacke, die ist ja noch in der anderen Hose, gemeinsam mit der Metro-Karte, noch von meinem frei-von-Handtaschen-Schulterschmerz-Ausflug zum Metro letzte Woche. Also krieche ich niedergeschmettert aus der Bank und denke schon wieder nach. 2 Minuten. Nochmal heimfahren kommt nicht in Frage, weil ich nicht nur finanziell, sondern auch zeitmäßig wieder mal am letzten Drücker bin. Aber schon wieder ohne Geld zur Tierärztin, die Schmach will ich mir auch nicht antun. Also, grummel, nochmal in die Bank und mit der Kreditkarte was abheben. Kreditkartenabhebung kostet aber Spesen. Bankomatabhebung kostet bei uns keine Spesen. Noch nicht.

Allerdings spuckt die verwunschene Gerätschaft meine Kreditkarte wieder aus, ihr begleitender verachtender Seufzer entstammt allerdings meiner Phantasie. Code falsch. 2 Minuten. Mift, dann eben doch zurück nach Hause. Schon sitze ich im Auto, da fällt mir ein, ich hab meinen Kreditkarten-Code doch verschlüsselt an bestimmter Stelle hinterlegt! Nachschauen, 1 Minute. Dann also doch noch 50 Euromäuse ergattert auf VISA, hurra, 2 Minuten, weiter zur Tierärztin.

Bei der Tierärztin hab ich dann nichts bezahlt, die überdimensionierte Cremedose zur Versorgung kriegte ich geborgt – und beim Heimkommen und Kramen in der anderen Hose fand ich übrigens nicht nur die Bankomatkarte, sondern auch Bargeld.

Rechnet das hoch, dann wisst ihr, warum ich nicht zum Bloggen komme.

7 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Hunde haben doch heute selber Konten. (Ich kenne sogar mindestens einen, der schreibt sogar ein Blog, und in vielen news groups bin ich mir nicht ganz sicher, ob da nicht usw.)

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  2. TM, nicht bei uns am Land. Wenn mein Hund ein Konto hat, dann behielt er diesen Umstand bisher für sich. Kluger Hund.

    Rudolfottokar, jo eh. Da hilft nur Desinfiszieren, damit man nicht algerisch reagiert.

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  3. hat mit diesem beitrag aber sowas von gar nix zu tun – aber warum ist die kommentarmöglichkeit bei derzeit obigstem eintrag deaktiviert?

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  4. also bist du diejenigewelche, die noch die der Nationalbank fehlenden Schillingnoten (zu gut) versteckt hat

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