Vor der Haustür

Von meinem Büro aus schaue ich nach Nordwesten auf die M-Docks, eine kleine Anlegestelle vor dem PICRC-Gebäude. Bei Ebbe, Sonnenschein und klarem Wasser kann man die Korallenstöcke gut erkennen. Derzeit sind die Gezeiten an Extrempunkten, bei Flut steht das Wasser fast an der Oberkante der Dockmauern, bei Ebbe kann man sehr viele Mangrovenwurzeln und Korallen sehen.

UW-Wrack M-Dock

Wenn man vom Dock ein paar Meter rausschwimmt, entdeckt man unter Wasser ein kleines Wrack. Die dünnen Metallteile kommen bei Ebbe sehr knapp unter die Wasseroberfläche, sodass man aufpassen muss, sich daran nicht wehzutun. Schön ist aber das Räder-Gespann, das da unten liegt – einfach weil’s von den Tieren in ihren Lebensraum integriert wurde, und weil’s schön aussieht. Und weil ich alte Dinge mag. Gestern Mittag bin ich mal schnell rausgeschnorchelt, um ein paar Fotos im Sonnenschein zu machen.

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4 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. hallo mei Susal,
    wie immer : beeindruckend Deine Bilder.
    Interessant, dass so lange nach dem Krieg noch immer die Relikte dort im Wasser liegen. Und warum überhaupt dort Krieg war, was gabs dort zu holen? Sowohl für die Japaner als auch für die Amis???
    Bussi . Ich freu mich schon auf Deinen nächsten Bericht.

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    • Bauxit und Phosphat wurde hier abgebaut, und ich denke, es war auch eine geographisch-strategische Angelegenheit. Genau weiß ich’s auch nicht, obwohl ich schon einiges darüber gelesen hab; aber schließlich hab ich meinen Schreibtisch in der Bibliothek, ich werd also mal die Regale nach WWII-Geschichtsliteratur absuchen, vielleicht gibts ja sowas hier. Der Schwerpunkt liegt allerdings mehr auf Meeresbiologie.
      Aber es gibt hier sogar, erfuhr ich heute von einer Besucherin, eine Organisation namens „Clear Grounds“ (? wenn ich mich recht erinnere), die suchen und bergen Bomben und Minen aus dem II.WK, von denen hier immer noch allerhand rumliegen. Man erfährt jeden Tag was Neues, lernt jeden Tag neue Leute kennen, die interessante Dinge tun. Gestern trafen wir einen, der in Airai versucht, Rifffisch-Arten in Aquakultur zu züchten, die in Freiheit gefährdet oder geschützt sind. Er hat’s mit ein paar geschafft, die noch ganz klein sind; nix Spektakuläres, sagte er, aber es ist trotzdem ein interessanter Schritt. Und einen Anwalt lernten wir kennen, der beim hiesigen Gericht arbeitet, und eine Autorin, und und und… Auch sozial isses also sehr interessant.

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