Traumfragmente

Du bringst es hinter dich. Diese Sekunde, Stunde, diesen Tag, dein Leben. So sehr peitscht du die Zeit voran.
Du scheust, entweichst, du türmst, du fliehst aus diesem Augenblick; zerhackst ihn und zerrst den nächsten herbei.
Doch macht dich das zu seinem Meister?

Du willst ihn spüren, schmecken, leben, schauen, doch du nimmst dir dabei selbst die Sicht. Und schon zwingst du den nächsten Moment verfrüht auf seinen Weg, einen weiteren Meter bebendes Seil unter die Füße des Gejagten.
Doch deine Ungeduld mildert es nicht. Das, was du so dringend suchst, lässt du unentdeckt zurück.
Du bist der Deserteur des Augenblicks.

Nicht was mir aus freien Stücken gezeigt wird, wird gesehen, sondern was zu erkennen ich imstande bin.
Auch sich wie wild im Kreis zu drehen ist Stillstand.

Lass dich bekanntmachen mit dem einzigen Jetzt, dich willkommenheißen in diesem Moment.

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