Moderne(?) Zeiten

Heute klingelt mein Handy, eine mir unbekannte Nummer auf dem Display. Ich melde mich, und es ist – meine kleine Nichte! Sie hat jetzt ihr eigenes Handy, dabei ist sie grade mal 8. Früher hätt’s das nicht gegeben.
Ob mit weiteren Anrufen zu rechnen ist, abgesehen von diesem Tantentelefonnummerüberprüfungs-Testanruf? Man weiß es nicht.


Mir fällt immer wieder auf, dass auf Poststücken, die ich bekomme, und die wohlgemerkt richtig adressiert sind, zusätzlich ein weiteres Mal händisch von einem Postmitarbeiter meine Postleitzahl vermerkt wurde. Ist die Angabe des Absenders trotz ihrer Richtigkeit aus unerfindlichen Gründen ungültig? Können Postmitarbeiter nur die Handschriften von Postmitarbeitern entziffern? Muss sie gar in schwarzer Kugelschreiberschrift geschrieben sein, die Postleitzahl, und nicht, wie im aktuellen Fall, mit ordinärer blauer Tinte? Man weiß es nicht.


Habe ein kaputtes Handy auf der Straße gefunden, die SIM-Karte ist PIN-gesperrt. Der zur SIM-Karte gehörende Mobilanbieter fühlt sich nicht zuständig und empfiehlt die Abgabe bei Polizei oder Fundbüro. Ich hätte bei detektivistischem Erfolg vermittels der SIM-Karte das Ding glatt seinem Besitzer postalisch retourniert. Aber ob die Freunde und Helfer mehr tun als das Ding in einer Schublade verschwinden zu lassen? Man weiß es nicht.


Unlängst hab ich beim Baumarkt einen Insektenzerbritzler erstanden. Also so ein Ding, das, am Strom angesteckt, UV-Licht von sich gibt und zutraulich werdende Insekten durch elektrischen Schlag dahinrafft. Theoretisch. Praktisch hat sich noch nie ein Insekt da hineinverirrt. Nichtmal im völlig dunklen Raum lockt das blöde Ding eine Mücke an. Ob die Methode sich unter Insekten schon rumgesprochen hat? Stand eine Warnung gar schon im Gelsenkirchner Stadtanzeiger? Man weiß es nicht.

7 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. 1) Ja, ab 8, Schulden dann ab 14.

    3) Jemand, dem ich kürzlich einen Brief nach Zürich schickte, fand nach überraschend langer Zustellzeit auf dem Umschlag einen Poststempel von Zurich/Jamaica sowie mehrere postalische Vermerke Unzustellbarkeit u.ä. betreffend. Ich glaube nicht, dass ich mich bei der PLZ verschrieben habe …

    4) Es gibt so Dinger, die sehen aus wie ein Tennisschläger, die Sehnen sind aber aus Draht und stehen unter Spannung. Wenn man damit durch die Luft wirbelt, kann man Insekten wirkungsvoll usw. Soll sehr viel Spass machen, berichten Anwender.

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  2. @ Waschsalon
    Britzler würd ich ihn nennen, wenn er den Insekten nur den Hintern ein wenig ansengt. In meinem Fall ist es aber – theoretisch – ein Zer-britzler. *bsssst* putt. Praktisch ist es ein völlig effekt- und zweckfreies blaues Nachtlicht.

    @ T.M.
    1) Hihi, achja, stimmt ja. Ich hoffe, sie wählt dann nicht meine Nummer. ;)

    5) Wo ist 2. hin?

    3) Ja, die Schneckenpost, witzige Kerlchen. Diese Probleme hätten wir nicht, wenn die überm großen Teich sich von Beginn an eigene Ortsnamen ausgedacht hätten.
    War wenigstens eine Flasche Entschuldigungsrum dabei?

    4) Genial! Wo gibts sowas? Man soll doch sowieso mehr Bewegung machen!

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  3. hab mich über den ‘Gelsenkirchener Stadtanzeiger’ amüsiert! Wahrscheinlich gibt es da heutzutage auch sowas wie ein Insektnet, das die Gelsenbürger auf derartig verbreitete Mordfallen hinweist…

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