Kleinkunst ist Baustelle

Kann/darf sich das Kulturamt aus seiner Verantwortung stehlen?
Sollen EUR 1,35 Mio. öffentliche Gelder in den Sand gesetzt werden?
Ist die Kabarettszene, speziell das Vindobona, abermals das Stiefkind der Wiener Kulturpolitik?

Nach Komplikationen bei den Umbauarbeiten des Vindobona und damit verbundenen Mehrkosten ist das Kulturamt der Stadt Wien nicht mehr willens, den Umbau bis zum Ende zu unterstützen – und das, nachdem von der Stadt bereits 1,35 Mio. in den Umbau investiert und vom Vindobona selbst 700.000 Euro dafür aufgewendet wurden. Der große Theatersaal ist bereits fertig, aber beim kleinen Theatersaal und dem Beisl haperts.

Ich habe im Vindobona schon viele unterhaltsame Stunden verbracht. Die Kleinkunstbühne im 20. Wiener Gemeindebezirk ist aus der Kabarettszene nicht wegzudenken. Seit Beginn ihres Bestehens hat sie ohne Theatersubventionen der Stadt überlebt. Und nun will man wegen eines vergleichsweise kleinen Betrages die Sanierung in den Wind schießen? Die ersten Auftritte werden bereits abgesagt, und mit jedem Tag, der ungenutzt verstreicht, steigen die Kosten.

Man fragt sich ja, was mit dem halbfertig umgebauten Saal passieren soll. Hat die Stadt denn da vielleicht schon Pläne?

Eine Online-Petition soll dem Kulturamt die Wichtigkeit der Fertigstellung vor Augen führen. Ich hab mich bereits eingetragen.
(Auf der Vindobona-Seite etwas nach unten scrollen!)

2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. haben die vindobonas nicht schon einmal patitioniert? wär doch echt schade, wenn
    dieses kleinkunstkleinod jetzt so kurz vor
    der wiedergeburt doch noch verenden sollte.
    .

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  2. Ja, stimmt, es hat petitioniert, damit der Umbau überhaupt von der Stadt mitfinanziert wird.
    Ich fände es auch sehr schade. Mit dem Geld hätte man sicher Besseres anfangen können, als es einfach aus dem Fenster zu werfen.

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