Der erfolglose Hollywood-Imperativ

  • Es ist nichts. Geh wieder zurück ins Bett!
  • Sag mir doch, was los ist!
  • Wage es ja nicht!
  • Lassen Sie mich sofort los!
  • Taxi!
  • Warten Sie doch!
  • Lass uns von hier weggehen, irgendwohin, wo uns keiner kennt!
  • Kommen Sie mit erhobenen Händen raus!
  • Ich will eine Million Dollar und einen Hubschrauber!
  • Zuerst lassen Sie die Geiseln frei!
  • Nehmen Sie die Waffe runter!
  • Stehenbleiben! FBI!

Vielleicht sollten sie’s ja mal mit reversibler Psychologie versuchen: “FBI! Laufen Sie!”

31 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. *lol* und ein weiterer großer klassiker:

    “Pass auf dich auf!”

    Gerne auch nach längerer Pause und beginnendem Weggehen des Angesprochenen, der sich dann – extra namentlich nochmals angerufen – umdreht, und nicht selten genau dann erst recht eine aufs Happel kriegt *g*.

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  2. am rande bemerkt hat es mich schon oft erstaunt, von welcher art von psychologie getrieben die filmischen angehörigen des fbi davon ausgehen, dass ein potenzieller täter nach dem kommando “Stehenbleiben! FBI!” dieses auch tatsächlich tue. Was erwarten die Leut? Schreck-induzierte Versteinerung? Kindlich-beeindrucktes Abwarten? Oder gar die schlichte Befolgung der Aufforderung aufgrund plötzlicher Einsicht und spontaner moralischer Besserung? Wahrlich aus dem Leben gegriffen ;).

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  3. naja eine nachricht kann ja bekanntlich 4 seiten haben (http://de.wikipedia.org/wiki/Vier-Seiten-Modell). so ist die gemeinhin in den vordergrund gedrängte apellseite an “stehenbleiben, fbi” zweifelsohne eine hoffnungslos überbewertete und die anderen drei näher zu betrachten:

    – die sachseite: ich bin ein fbi-agent und du ein krimineller. ich stelle fest dass du davonläufst.
    – die selbstoffenbarung: ich bin da voll nicht einverstanden mit und das macht mich unzufrieden.
    – die beziehungsseite: ich kenne dich doch viel zu wenig und möchte unsere beziehung vertiefen, mehr über dich und deine motive erfahren.

    all das musste dem davonlaufenden kerl doch auch mal gesagt werden, oder?

    darüberhinaus geht es ja oft nur um formalismen. nicht dass sich der nachher beschweren kann er wäre ja nur wie jeden sonntag mit einem sack vol geld joggen gewesen als auf einmal ein wildgewordener fbi agent ohne vorwarnung auf ihn schoss. hätte er nur was gesagt, ja dann hätte man das natürlich in ruhe besprochen…

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  4. Tja, wenn mans genau nimmt, ist diese Aufforderung zum Stehen bleiben eines der ganz wenigen Richtigkeiten in diesen Filmen – übrigens in Filmen dieser Art aus aller Welt!
    Warum? Das hat einmal irgendein Regisseur mitbekommen, daß diese Aufforderung mindestens 1 mal gemacht werden muß, bevor geschossen werden darf! (Das ist auf der ganzen Welt so in allen zivilisierten Staaten!
    Liebe Grüsse
    Michael

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  5. wer redet denn von schießen?

    wie wäre es mit unauffällig ranschleichen und festhalten? oder verhaften? schließlich wird dieser satz in filmen gerne menschen entgegen geschleudert, an deren schuld kein zweifel besteht(mit großer tasche aus eingebrochener türe kommend, mit blutigem messer in der hand, eine leiche hinterherschleifend, …), also ist dies rechtlich vollkommen in ordnung.

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  6. gestern, im Klischeeschinken “xXx”, bei dem ich zu erstarrt war, um abzuschalten (und von der vorangegangenen Party zu, nun ja, ungelenkig):

    “Du wirst draufgehen, das weißt du!”
    “Verlang nicht von mir, zu ihm zu gehen!”
    (zu einer widerborstigen Rakete) “Komm schon, Baby!”

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  7. Einer meiner Lieblingssätze aus Filmen (obwohl kein Imperativ), zuletzt bei “Das Schwiegermonster” gehört – als Reaktion auf ein Kompliment zur (brandneuen und für den Anlass übertrieben stylishen) Kleidung:
    ‘Ach, dieses alte Ding? Das hab ich mir doch nur schnell übergeworfen!’
    *fremdschäm* :D

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  8. War “Schau mir in die Augen, Kleines!!!” schon?

    Eigentlich sollte jetzt bei deínem Beitrag “Ich warte” ein Kommentar von mir stehen. Aber dort funktioniert offenbar die Kommentarfunktion gerade nicht. Kommt nicht mal ein Feld, um was reinzutippseln…

    Anyway: Wir kommen da durch!!!

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  9. Bei mir funktionierts auch wieder, aber jetzt habe ich meinen Kommentar vergessen. (Jaaa, Pflichtsatz für alle, die glauben, dass Gedanken Realität schaffen!;-)

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  10. Nix Tabletten! Das ist just another erfolgloser Hollywood-“Imperativ”. Naja, nicht ganz so in die Reihe deiner erlesenen Hollywoodhülsen passend, aber dafür ein Klasse Film mit herausragend umwerfender Filmmusik eins großen amerikanischen Mundharmonikapoeten: “Bob Dylan, der die Rolle des Messerwerfers Alias spielte, schrieb zwischendurch Songs über Pat Garrett und Billy the Kid.”

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  11. (Während im Hintergrund der sensationellste Fund liegt, den die Welt je gesehen hat, vor einer Kulisse bunten Feuers und grandioser Explosionen):

    Gehen Sie weiter! Es gibt hier nichts zu sehen!

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  12. Hihi :) “Freundchen” ist auch so ein Filmwort. Sagt im echten Leben kein Mensch.
    Und ein Dauerbrenner, wenn auch kein Imperativ, ist: “Irgendetwas ist da draußen!” Huuuh! Grusel!

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  13. “Harry, hol schon mal den Wagen!”

    “Miranda him!”

    “Leg nieda, Oida!”…..na, gut, der Kottan hat es noch nicht über den Teich gebracht

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