Rettungsversuch


Durchnässt-schwache Feldhäsin in meiner Jacke heimgetragen, getrocknet&zur TÄ gebracht.Leider trotzdem tot.
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Tweet von @Et0sha

Das arme Tier lag am Feldrand zusammengekauert im Regen. Es sah nicht wirklich verletzt aus, da war auch kein Blut, sie war nur sehr nass. Conny war trotzdem ungemein interessiert. Frau Hase versuchte, ein paar Hoppler zwischen sich und den Hund zu bringen. Ich dachte, wenn sie sich noch bewegen kann, aber nicht weit wegläuft, muss es ihr sehr schlecht gehen. Wenn sie mich nicht beißt, nehm ich sie mit und versuche, ihr zu helfen. Vielleicht ist sie nur vom Dauerregen unterkühlt und geschwächt.

Ich wickelte sie in meine Regenjacke und trug sie heim, mein Mann brachte eine Kiste mit Verpackungspapier und Handtüchern. Conny wollte nicht vom neuen Hausgast getrennt werden und war ganz verzweifelt, weil sie draußen warten musste.

Die Häsin hatte aber leider einen Blähbauch vom nassen Futter und war, als ich bei der Tierärztin ankam, schon im Todeskampf. Viel hat’s nicht gebracht, aber wenigstens war es trocken und warm, als die flauschige Häsin in die ewigen Möhrchengründe ging.

„Für Wildtiere verrechne ich nie etwas“ ist es wert, als hingebungsvollste Aussage des Tages gekürt zu werden. Ich ließ trotzdem Geld da, zumal ich die liebe Frau doch aus ihrem Nachmittagsschläfchen hochgejagt hab.

5 Kommentare Schreibe einen Kommentar

    • Oh, das ist nett. Aber ich weiß gar nicht. Man ist sich ja nicht sicher. Soll man, oder nicht? Lässt man das Tier einfach im Regen verenden, obwohl man etwas tun könnte? Ist es für das Tier mehr Stress, mitgenommen und untersucht zu werden, als dort liegenzubleiben und dafür von diversen Hunden und Krähen genau untersucht zu werden? Da gibt’s kein Richtig und Falsch, da gibts nur Entweder / Oder. Man entscheidet halt aus dem Bauch. In diesem Fall konnten sich weder Mensch noch Hund damit abfinden, dass hier ein wehrloses Tier liegt, das noch lebt.
      Aber trotzdem danke! :) Tut gut.

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  1. Nein, liebe Etosha, hinterfragen ist gut und nötig, aber hier bei dem Hasentier nicht. Auch die Häsin hat den Tod leichter im Warmen und mit tröstenden Händen auf dem Fell erwartet, als im Freien. Gut gemacht und BITTE weiter so. Liebe Grüße. Kurt (mit 20 Hunden).

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    • Danke für den herzlichen Zuspruch, lieber Kurt (mit 20 Hunden)! Ich als Mensch möchte mir das freilich auch gerne einbilden. Für Frau Hase ist aber vermutlich die Hand ausgerechnet jenes Wesens, vor dem sie ihr ganzes Leben lang geflüchtet ist, nicht ganz der Trost, den wir uns gerne vorstellen. Aber entschieden ist entschieden, so ist es nunmal gelaufen. Wenigstens war sie trocken und hat nicht mehr gefroren, und es hat sie kein Hund erwischt. Auch schon was. ;)

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