Mir ein Rätsel

Warum kann ich in Bilderrätseln vom Typus “Das linke Bild unterscheidet sich vom rechten durch fünf Fehler” immer nur 3,5 Fehler entdecken? Kommafünf, weil der vierte Fehler, den ich finde, immer irgendwie wie ein Artefakt aus dem Zeitungsdruck aussieht, ein kleines Pünktchen nur oder ein Härchen, von dem ich nicht glauben kann, dass er als Fehler im Sinne des Rätsels gemeint sein soll.
Der fünfte Fehler jedoch bleibt überhaupt unauffindbar. Immer. Seit 30 Jahren. Mit einer derartig soliden Zuverlässigkeit, wie man sie sonst im Leben und der Welt vergeblich sucht.

Wo bitte sind all diese fünften Fehler? Gibt es irgendwo da draußen gar eine Einkehrfalle für fünfte Fehler? “Zum fidelen Lapsus”? Werden sie womöglich gegen ihren Willen festgehalten, an einem selbst für Fehler mehr als unwürdigen Ort, in einem zugigen, feuchtkalten und fensterlosen Verschlag an der kasachisch-russischen Grenze vielleicht? Oder aber sind sie seit 30 Jahren frühpensioniert und liegen pausbäckig und amarettokirschen- sowie schirmchenbewehrte Cocktails schlürfend im Schatten einer südpazifischen Palme?

8 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Ganz einfach: Der fünfte Fehler ist der Druckfehler, der besagt, dass es fünf Fehler sind, obwohl es in Wahrheit nur vier Fehler sind. Bleibt allerdings zu bedenken, dass dann der Druckfehler nicht mehr in der Zählung enthalten und somit unterm Strich ein Fehler zuviel vorhanden wäre, wodurch der Satz, dass fünf Fehler aufzufinden sind, wieder seine Richtigkeit zurückerhält. Jedoch nur für den Zeitraum, den man braucht, den Druckfehler abermals als fünften Fehler auszumachen, worauf man resigniert die Zeitung ins Eck wirft, sich die Schlange in den eigenen Schwanz beißen lässt und den fünften Fehler bei sich selbst ausmacht: dass man in erster Linie überhaupt so viel Zeit auf diese Überlegung verschwendet hat. :o)

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  2. Meiner “Erfahrung” nach ist der 5. Fehler unverhältnismäßig “schwieriger” als die anderen. 1 – 4 habe ich meistens recht zügig, der 5. hingegen braucht länger als die anderen zusammen. Allerdings mache ich derart Rätsel eher selten; wenn überhaupt dann nur beim unregelmäßigen Sonntagsbesuch bei den Eltern, wenn die entsprechenden Zeitungen herumliegen.
    Den Online-Varianten davon traue ich nicht mehr, seit ich vor laaaanger Zeit einmal das Falsche lösen wollte …

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  3. das ist die rache des fehlerhaften…
    vielleicht ein zarter hinweis des schicksals(?), nicht immer nach fehlern zu suchen… ;-)

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  4. nachdem es derzeit im segunda patría a…hkalt ist gehe ich sie im Tonga Archipel suchen und leg mich mit einem Sex-on-the-beach dazu

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  5. Hihi, baumgarf, so kann man sich auch stundenlang beschäftigen. Je nachdem. ;)

    Janoc, geht mir genauso – es lag zufällig eine kleinformatige Zeitung in der Firma im Besprechungszimmer=Raucherzimmer rum.

    rudolfottokar, so viele Rätsel dieser Art mach ich ja gar nicht. Aber im Laufe eines Lebens verstärkte sich der Eindruck, dem ich hier jetzt Luft machte.

    hubbie, das lob ich mir. Klingt nach der richtigen Einstellung. ;)

    mkh, möglich. Nachdem aber der Hersteller des Rätsels gar nicht wissen kann, was er in den anderen Dimensionen alles angerichtet hat, könnte das zur Aufspürung von mehr Fehlern führen, als überhaupt gesucht sind. Dann noch lieber den Blick in die rechte untere Ecke des rechten Bildes lenken, wo sich zumeist ein Copyrighthinweis findet, der da im linken Bild nicht steht.

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  6. Ich löse das auf tolerante Art: Es gibt keine Fehler, nur UNTERSCHIEDE, und die braucht man nicht krampfhaft zu suchen.
    Ein Hoch auf die Vielfalt – damit kann die Zeitung weggelegt und ein Spaziergang gemacht werden :).

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