Hechel, japs

Schon wieder so eine verrückte Woche! Zerfranst ist sie auf verschiedenste Orte und Tätigkeiten, private Steuererklärungen bietet sie an jedem zweiten Tag, nur an einem dafür einen Arztbesuch, Fototermine hängen ihr aus den Abenden. Tische wollen transportiert, Unterlagen angefordert und mein Auto überprüft werden – am vorletzten Tag der Überziehungsfrist, hui!

Bis es am Freitag kart, muss noch viel geschafft werden. Ich dachte, es wird ruhiger, aber nix da! Kann nicht mehr lange dauern, bis mir evolutionsbedingt eine dritte Hand wächst. Hat damit jemand Erfahrungen?

Ich muss jetzt wieder weiterrennen, ich wünsch euch eine schöne Woche und frohe Ostern – el Hase freut sich schon!

Frohe Ostern!

33 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Waaaahhh!!! El hase gemeuchelt, den Wanst aufgeschlitzt und die Eingeweide herausgezerrt, darunter die kostbaren Eier, die erst noch gelegt werden sollten! Wer macht denn sowas? – Was für eine perverse Welt! Es ist einfach unglaublich …

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  2. Also erstens nenne ich das Konstanz. (Da sieht man mal, wie lange diese Perversen schon ihr Unwesen treiben! Und niemand tut etwas!)

    Zwotens war das damals ganz anders. Da war der gelbe Vogel der Ybeltäter. Den hatte ich diesmal übrigens auch wieder in Verdacht, fand aber das merkwürdige Viech da im Hintergrund noch suspekter. Das guckt so unschuldig.

    P.S.: Ich bin im Moment nicht so ganz da. Der Frühling, die Hormone und so. Ich bin ausserdem den halben Tag am Bären gucken. Das ist wenigstens ein bisschen spannend, wenn ab und zu mal eine Tatze durchs Bild huscht. Ansonsten hat man ja nur noch wenige Freuden.

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  3. TM, ich sah’s bereits! Auch bei picasa drüben! Bären! :) Soo schön!
    Ad Verdacht: Du bist paranoid. :) Das hat nix mit Hormonen zu tun.

    RO & C: Ei-Ei! Ich wünsche keine blauen Eier, das hören Männer nicht so gern.

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  4. Es kart doch schon die ganze Woche?
    Was die dritte Hand angeht, so müßtest Du mal Zaphod Beeblebrox um Rat fragen, womöglich läßt die sich auch unabhängig vom Zweitkopf machen.
    Ansonsten: mein Name ist Hase.

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  5. Echt? Hab gar nix gespürt!
    Was Zaphod mit zwei Köpfen kann, kann ich mit einem. Sieht auch besser aus. Blöd wär nur, wenn ich eine zweite Linke kriegen tät. Ich wär lieber meine eigene rechte Hand.
    Angenehm, Fuchs, ich hab auch keine Ahnung. :D

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  6. Völlig offtopic und auf eine ganz andere Etosha-Quelle bezogen, aber was war doch gleich ein „bekennender Monk“? ;-)

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  7. Tschuldichung für die rätselhafte Frage; ich hab das mit dem „Monk“ heute auf deinem XING-Profil entdeckt und tatsächlich nicht kapiert, was bitte jetzt? Und der kürzeste Weg zur Weisheit war, dich zu fragen!

    i-Tüpfelchen???

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  8. Ich sollte vielleicht „Mister Monk“ hinschreiben. Kennst du Mister Monk nicht?

    Allerdings bezieht sich mein Monk-sein nicht so sehr auf Phobien oder ersehnte Keimfreiheit, sondern mehr auf schiefhängende Bilder, störende (Un-)Ästhetik, Tippfehler, Denkfehler (soweit ich sie überhaupt selbst entdecke, hihi) und allerlei andere Störfaktoren, sehr gerne auch akustischer Natur.

    Ich hoffe, das beantwortet die Frage. :)

    Ja, i-Tüpfelchen. Bei euch kackt man Korinthen, bei uns werden die i-Tüpferln geritten.

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  9. Nein, ich kannte bisher nur Thelonius Monk. Und bei uns, also direkt bei mir, da kackt man keine Korinthen, sondern ist ein Dippelschisser! – Ich danke für deine Aufklärung!

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  10. Dippel ist ja vom Dipferl (dem gesprochenen Tüpferl) gar nicht weit weg. Nur wo der fäkale Zusatz herkommt, müsste man jetzt mal ernsthaft besprechen.

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  11. Ja, unser Dippel mag sich ethymologisch durchaus auf das i-Tüpfelchen und sonstige kleineren Störfaktoren etwa im Nanobereich zurückführen lassen. Die integrierte Fäkalität könnte im Ursprung auf einem Logikfehler beruhen und das regionale und rurale, insofern also das bäuerlich-umgangssprachliche Pendant zum hochdeutschen Korinthenkacker darstellen, zumal es eigentlich nicht wirklich um die Ausscheidung von Pünktchen gehen sollte. Auf jeden Fall entspricht die unverfälschte und direkte Derbheit des Sprachbildes dem bodenständigen Pfälzer Temperament, das in diesem südwestdeutschen Landstrich nicht unüblich ist. Und mein Beitrag hier ist in diesem Sinne selbstverständlich auch bloß sprachliche Dippelschisserei.

    So jetzt: Genießen wir den Frühling!!! Hm, zwischen den Schreibtischstunden zumindest.

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  12. Danke für diese Aufklärung über Temperament und Sprachbild. Das war sehr aufschlussreich, und so wohlgefeilt!

    Ob das i-Tüpfelchen im Nanobereich angesiedelt ist, hängt sehr stark von der Schriftgröße ab. Guckstu: i

    Ein Dippelschisser könnte ja rein sprachlich durchaus auch einer sein, der auf Dippeln pfeift, aber dann wäre er ja nicht, was er ist, was ihn selbst ad absurdum führt und in weiterer Folge per Spontanimplosion zum Verschwinden brächte.
    Doch ist ein Schisser nicht auch einer, der sich fürchtet? Womöglich ist hier eine Phobie gemeint, die als solche noch gar keine ästhetisch-komplexe griechische Bezeichnung hat! Als solcher wäre man evtl in der Türkei gut aufgehoben, da gibts eine Menge i ohne Punkt (dafür gibts aber auch große I mit Punkt, das wäre womöglich für einen solch Angstleidenden umso grässlicher!)

    Btw, was sind eigentlich Korinthen? Und tut das weh, wenn man die auf normalem körperlichen Wege ausscheiden muss?

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  13. Ja, an diese Dippeldoppeldeutung habe ich auch schon gedacht:
    (a) Schiss haben vor den Dippeln = sich wegen jeder Kleinigkeit in die Hosen machen;
    (b) auf die Dippel scheißen = innere Ruhe und Gelassenheit üben.
    Das sind zwei durchaus denkbare semantische Alternativen.

    Ich glaube allerdings, die wahre Bedeutung muss kulturanthropologisch ermittelt werden. Diese Kultur der Pfälzer, in welcher der Dippelschisser-Begriff im sprachlichen Alltagsgebrauch so rege auftritt, hat´s einfach nicht mit den Feinheiten. Wenn dann eine(r) kommt und der nörgelt wegen dies und das in der Gegend rum, dann repräsentiert er das kulturell wenig attraktive Kleckern. Das Volk neigt aber tatsächlich weit mehr dem Klotzen zu.

    Daher muss ein Kleckerer folgerichtig als jemand wahrgenommen werden, der hochwahrscheinlich auch noch beim Absondern seiner eigenen Fäkalien kleckern dürfte. Hieraus wird im dichterischen Dialekt des Landstrichs dann also ganz metaphorisch der Dippelschisser.

    Womit das anfänglich aufgeführte semantische Doppel als Dippeltrippeldeutigkeit zu verstehen ist, mit hoher Wahrscheinlichkeit aber eigentlich eindeutig sein dürfte im gerade dargelegten Sinne.

    Tut mir leid, dass ich um diese beschissene Fäkalsprache jetzt einfach nicht herum kam!

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  14. Rosinen! Danke für die Aufklärung. Das nenn ich mal ein Bild! Das heißt ja, dass der entsprechende -kacker so langweilig wirkt, dass man sogar seine Kacke in einem verschrumpelten Zustand wähnt.

    Ach, mkh, so schön erklärt. Ich hoffe, du hast noch Lust, denn leider konnte ich mit „kleckern und klotzen“ noch nie was anfangen, rein sprachlich blieb es mir bislang ein ziemliches Rätsel, was das bedeuten soll. Ich hab eine Aaaahnung, mehr nicht. Erleuchte mich!

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  15. kleckern – patzen, klotzen – (grob)draufhauen??? Den Dippelschisser kenne ich von meinen Vorarlberger Nachbarn hier, deren Idiom ist einfach alemannisch lieb…

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  16. TM, eine exklusive Fußreise nach Indien! Ich reite doch immer nur ein Tüpferl nach dem anderen.

    hubbie, nicht vorsagen! ;) Ich wollte noch eine mkh’sche Abhandlung, die kann ich in ein paar Jahren teuer verkaufen, wenn er dann berühmt ist!

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  17. Aber interessant, hubbie, dass deine Alemannen (aus Südbaden? oder Nordschweiz?) das auch kennen, was ich für pure Pfälzeristik gehalten hatte.

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  18. Wobei ich wiederum das Wort „patzen“ nicht wirklich kenne -respektive in einem anderen (?) Zusammenhang, nämlich: pfuschen / verpatzen.

    Also, dann mal doch…

    „Klotzen, nicht kleckern“ bedeutet so viel wie „wenn schon, dann aber richtig!“

    Oder:

    Stellt euch zwei Männers vor, die zusammen – naja, sagen wir mal… – einen alten Pfälzer Weinkeller herrichten. Jetzt sind sie gerade am Verputzen (nicht den Wein, die Wand!). Der eine vertieft sich sozusagen kontemplativ in die Feinarbeit mit seiner Spachtel und nivelliert auch noch jede kleinste Putznase am Kellergewölbe. Der andere schaut ihm eine Weile entnervt zu und schüttet dann mit dem Schlachtruf „Ey! Klotzen, nicht kleckern!!!“ die restlichen fünf Liter Putz an die Wand, so dass der Brei nur so herunterschlammt…

    Vielleicht nicht das allerbeste Beispiel. (Läuft dann später unter Frühwerk, wenn ich berühmt bin.)

    Jedenfalls: kleckern = verkünsteln, klotzen = (grob!) und mit Karacho!!!

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  19. Hm, kleckern kann aber auch heißen: unbedeutenden Kleinkrams machen, Klotzen dann: richtig zur Sache gehen…

    Kommt halt immer drauf an, wer was wie damit sagen will!

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  20. Oh, ja, dann hat mein leiser Verdacht sich bestätigt. Nachdem aber der Klotz im hiesigen Sprachgebrauch so gut wie nicht vorkommt, außer am Bein, und das auch nur selten, war mir das bisher irgendwie fremd.
    Schön, dass du dich doch noch getraut hast! :) Ich werde dies Frühwerk in Ehren halten und wöchtentlich abstauben.

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