Winter, Depression & PMS

Heute hab ich auf der Straße Menschen in Winterjacken gesehen, mit Pelzkrägen; Kinder mit Mützen mit zugebundenem Ohrenschutz, eines sogar mit Handschuhen! Im Auto allerdings war es brütend heiß, denn der Einfallswinkel der wenigen Sonnenstrahlen entspricht sehr wohl dem Datum.
Meine Tomaten gedeihen draußen nicht recht, weil es zu kalt ist; ganz traurig und fröstelnd sehen sie aus. Bei anderen Pflanzen, die ich in der angeblich warmen Jahreszeit nach draußen gestellt habe, kann man nicht mit Sicherheit sagen, ob es sich bei den weißen Flecken auf den Blättern um Sonnen- oder Frostschäden handelt.
Der Pool ist gereinigt und befüllt – aber das Wasser hat nur 12 Grad. Ich fordere ein, was man mir angedroht hat: Globale Erwärmung! Regionale würde aber eigentlich auch schon reichen. Sonst war die jahrelange Anwendung von FCKW-Haar- und Klosprays doch völlig umsonst!

Wenigstens das Wetter könnte sich von seiner sommerlichen Seite zeigen. Meine Hormone spielen nämlich ohnehin schon verrückt.
Ich habe nach längerem Leiden nunmehr beschlossen, meinem Körper in der zweiten Zyklushälfte ein paar künstliche Hormone zuzuführen, um ihm diverse (prä-)menstruelle Eskapaden auszutreiben, wie etwa Wortfindungsschwierigkeiten, übermäßiges Bedürfnis nach sozialem Rückzug, Depressionsphasen samt dazugehöriger Antriebslosigkeit, Panikattacken beim Einschlafen, migräneartige Auren und andere neurologische Sonderbarkeiten.


Ich bin nicht aus Prinzip ein Freund der pharmakologischen Eingriffe, erst recht nicht, wenn es um Hormone geht; ich verfechte den natürlichen weiblichen Zyklus als Alternative zur Einnahme der Pille. Die ewige allumfassende Gleichförmigkeit in der ‘hormonellen Ruhigstellung’ mit der Pille, mental und körperlich, war und ist nicht mein Ding.

Als Schmerzpatient weiß ich aber durchaus um die mitunter lebensrettende Macht der Medikamente. Demnach habe ich begründete Hoffnung, dass ich in diesem Monat mithilfe der Gestagene von Ausfällen aller Art verschont bleibe und am normalen Leben wieder sorglos und fröhlich teilnehmen kann.

Eine Bekannte von mir hat vor einiger Zeit ebenfalls ein Gestagenpräparat verschrieben bekommen, und sie fühlt sich wirklich besser. Auf meine Frage allerdings, ob nicht die Zufuhr künstlicher Progesterone eventuell die körpereigene Produktion schwäche und auf diese Weise der Zyklus (nach Ende der Medikamenteneinnahme) erst recht gestört sei, erklärte sie mir überzeugt, ja geradezu entrüstet: ‘Aber der Zyklus hat doch nichts mit den Hormonen zu tun!’ (Daher oben der Wiki-Link auf den Zyklus.)

Der Auskunft meines Arztes zufolge wird die körpereigene Produktion durch äußere Zufuhr jedoch nicht gefährdet, da es sich um ein zyklisch produziertes Hormon handelt; der Körper hat so die Möglichkeit, sich zu erholen, und der Hormonhaushalt wird stabilisiert.
Wir werden es sehen. Bericht folgt.

2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Ich glaube, die argentinischen Kühe haben doch weniger Purtatas gemacht, als erwartet – wegen der miserablen Erwärmung meine ich…

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