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Schuldgefühlrecycling

Ich habe ein Problem: die Sache mit dem Essen-Wegwerfen. Also Feldforschung – ich fragte erstmal meine Mutter, ob sie uns Kindern eingeimpft hätte, dass man keine Lebensmittel wegwirft. Sie glaubt nein. Aber ich weiß noch, dass sie uns zur Schnecke gemacht hat, wenn sie entdeckte, dass wir unser ungeliebtes Jausenbrot zu Hause in den Müll geworfen hatten. So kam es, dass wir es fortan am Heimweg von der Bushaltestelle entsorgten – in das Kornfeld am oberen Ende der Gasse, samt Alufolie. Guter Wurf!
Also muss ja doch was dran sein an der Impfung.
Heute lasse ich immer alles so lange im Kühlschrank, bis es ungenießbar ist. Danach ist wegwerfen legitim: kaputt. Etwas vorher schon wegzuwerfen, weil ich bereits weiß, dass ich es nicht essen werde – das kann ich nicht. Die armen äthiopischen Kinder, oder was weiß ich. Ich denke dann immer: Warum hast du das unbedingt kaufen müssen, wenn du es jetzt nicht isst? Zum Beispiel hat das arme Hühnchen sein Leben dafür gegeben, einen Menschen zu ernähren, und was machst du? Schmeißt es einfach in den Müll. Aber das Hühnchen ist bereits tot. Es war bereits tot, als ich es im Supermarkt vorfand. Hat sich nicht für mich schlachten lassen. Der Hühnerbauer hat sein Geld bekommen.
Als militanter Vegetarier könnte man doch auch Fleisch aufkaufen und dann wegwerfen. Damit niemand es isst.
Aber wie befreit man sich von solch geistigem Unrat? Er ändert ja nichts, außer die Schuldgefühlbilanz in meinem Kopf! Mein neuer Glaubenssatz lautet daher: „Ich habe dafür bezahlt, mit diesem Stück Fleisch zu machen, was immer mir gefällt.“

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…nicht in Frieden leben

Wie hier schonmal angedeutet, habe ich regelmäßig Hassanfälle, die sich gegen ausdauernd bellende Nachbarhunde richten. Das liegt nicht an der Gegend. So einen gibts glaub ich fast überall. Interessanterweise haben Dauerkläffer eigene Songs drauf.

Ferdi, der Struppige von Gegenüber, bellt:
wau—wau-wau-wau-wau
wau—wau-wau
wau-wau-wau
wau
wau-wau-wau
[da capo al fine (del cane?)]

Der Schäferhund nebenan dagegen:
wuwu-wu-wu-wuwuwu
wu-..-wu
wuwu-wu-wu-wuwuwu
wu-..-wu

So gesehen ist der Schäferhund wesentlich unkreativer.
Ab und zu wird das Schema durchbrochen. Dann beginne ich neu zu zählen.

Es könnte aber schlimmer sein. Der Hund könnte in einem Garagenbereich eingesperrt sein, mit Konzerthallenfeeling. Auch schon erlebt.

Fünf Schnauzen hätt – ausflippen tät.

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Suchanfrage

Gibts eigentlich Auftragskiller für permanent aggressiv bellende Nachbarhunde? Wenn meine Konzentration jäh unterbrochen wird, liegt das zumeist an dieser Überlegung, und daran, dass meine eigene Aggression spontan bäuchlich antwortet. Mal Google fragen.

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Hilfe beim Texten

Wer wie ich englische Songtexte schreibt, braucht manchmal ein bisschen Unterstützung. Die gibts in der RhymeZone – Suche nach Reimen, Synonymen, Antonymen, Definitionen – alles, was man braucht, wenn man in der vorletzten Textzeile feststeckt. Die Frage von F. letztens, wie ich das so schnell hinkrieg mit einer dritten Strophe, dürfte damit geklärt sein. =)

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Darstellung in IE

An der Darstellung meines Blogs in IE wird noch gearbeitet – nein, nicht fieberhaft. Fieberhaft deshalb nicht, weil wir es vorziehen, klaren Kopfes und ohne Schweißbildung an Probleme heranzugehen.
Wer also einen Darstellungsfehler findet, darf ihn mir melden – wenn er das nicht will, darf er ihn aber auch behalten. Die Probleme mit IE in der Bildergalerie, dass der Mittelframe zu schmal dargestellt wird und Bilder und Texte daher teilweise abgeschnitten daherkommen, und dass der Text winzig ist, sind jedenfalls bekannt. Und die Überschrift ‚Archiv‘ hat irgendwie Schlagseite.

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Eine Gabe!

Letztens bei Monk: Monk ist in New York und hat soeben, schwitzend zwar und ausgesprochen panisch, aber doch erfolgreich, eine U-Bahn-Fahrt hinter sich gebracht. Sharona lobt ihn beim Aussteigen wie man ein Kind loben würde, wie toll er das gemeistert hat. Monk läuft neben ihr her und freut sich: ‚Ja, tatsächlich, ich habe es geschafft! Ich bin U-Bahn gefahren!‘ Sie passieren einen Bettler, der sagt: ‚Eine Gabe!?‘, und Monk meint: ‚Genau! Das kann nicht jeder!‘

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Bandname

Im Zuge meiner Suche nach einem geeigneten Namen für meine Band hab ich gar wilde Worte entdeckt, von deren Existenz ich bis dahin keine Ahnung hatte!

  • Costard (engl.): eine alte Apfelsorte; aber auch den Kopf meinend, so wie wir ‚Birne‘ sagen
  • Flibbertigibbet (engl.): Bezeichnung für eine flatterhafte, frivole oder extrem mitteilsame Frauensperson (hehe), ist
    ein Favourite bei mir! Warum bloß?
  • HONORIFICABILITUDINITATIBUS: heißt: ehrenhaft. Kann man auch kürzer sagen.
  • Serendipity (engl.): Zugegeben, kennt man, aber woher’s kommt? Aus der persischen Geschichte „Die drei Prinzen von Serendip“, die immer Angenehmes fanden, ohne überhaupt danach gesucht zu haben.
  • Tiffin (engl.): Eine kleine Mahlzeit.
  • Ergophobia: Angst vor Arbeit!! *ggg* Super! … eigentlich aber eher das Syndrom des ‚Sonntagsblues‘ meinend.

Man findet Wundersames auf einer solchen Suche, unter anderem habe ich folgenden Eintrag in mein persönliches Handbuch des nutzlosen Wissens gemacht:
Der Indianerstamm der Absarokee unterteile sich in vier Gruppen:
Berg-Absarokee, Fluss-Absarokee, Tal-Absarokee und Kicked in the Bellies (‚in ihre Bäuche getreten‘).

Und dann nahte Hilfe – zumindest scheinbar! Es gibt ja nix, was es im Netz nicht gibt, also gibt es auch einen Bandname Generator (danke an F. für den Tip!). Die meisten haben was Tierisches. Und was da so alles rauskommt… kichernd präsentiere ich die generierten Highlights:

  • Sad Snout
  • Plague of pancakes
  • Multitude of Heads
  • The Clockwork Poodle Conspiracy
  • The Universal Frog Trio
  • Bob Vera and the Amazing Duck Protocol
  • Blindfolded Beagle
  • The Space Goat Factor (muuuuahahaaaa)

Wir kamen von Fargo über (generous?) Bloom nach Albern, und so heißen wir momentan. Vermutlich aber nur bis zum nächsten Montag – da ist wieder Probe.

Allen Freaks, die sich wie ich für merkwürdige Worte begeistern können, empfehle ich die word of the day archives auf dictionary.com.

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