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Ich wiederhole mich

Wir sind wie Zugvögel, die, an einem fremden Ort geboren, doch eine geheimnisvolle Unruhe empfinden, eine Sehnsucht nach der frühlingshaften Heimat, die sie nie gesehen haben.
Ernesto Cardenal

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9 Kommentare »

  1. Kommentar by T.M. — 2. November 2007 @ 06:16
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    Ich will das schöne Bild nicht kaputtmachen, aber ich glaube, Zugvögel werden weniger von eventueller Sehnsucht in die Ferne gezogen als durch Ungemütlichkeit vom Hier vertrieben, nämlich vor allem durch Kälte, schlechtes Wetter und Nahrungsknappheit. Und die älteren unter ihnen wissen dann, dass es im Süden wärmer ist. Ja, ich bin viel zu vernünftig. Das hindert mich allerdings nicht daran, bei der Ankunft der Störche ein feuchtes Auge zu bekommen, wenn ich daran denke, welche logistische Leistung sie hinter sich haben, ganz ohne Hilfsmittel, auf sich allein gestellt.

  2. Kommentar by mkh — 2. November 2007 @ 09:30
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    Man müsste die Zugvögel selbst fragen, ob sie sich von den widrigeren Lebensumständen treiben und von ihren Alten führen lassen, oder aber von den inneren Bildern einer unbekannten Frühlingsutopie drängen und leiten.

    Die Sehnsucht nach einer Heimat, die man nie gesehen hat - das ist jedenfalls ein großartiges Bild! Ebenso großartig wie die Natur des Sehnens.

  3. Kommentar by Etosha — 2. November 2007 @ 09:30
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    Deine Ungemütlichkeitstheorie, TM, beweist auch nicht, dass sie keine Sehnsucht empfinden - und sei es nur die Sehnsucht nach Wärme, gutem Wetter und Nahrungsvielfalt. ;)

    Die Natur des Sehnens. Das ist gut für einen Buchtitel, mkh! :)

    Man könnte es auch als Flucht vor der Herausforderung betrachten, und mit Flügeln flüchtet sichs natürlich umso leichter. Man könnte aber auch finden, dass sie die Verantwortung für ihr Leben selbst übernehmen, und dass sie jene Aspekte, die schlechter werden, nicht als gegeben hinnehmen.

    Was, wenn die älteren Vögel den jungen stets signalisiert hätten 'Das ist nun mal so, da musst du durch'? Viel mehr Vögel würden sich durch einen harten Winter plagen, und vielleicht auch noch dem Vogelgott für die Prüfung danken.

    So aber flüchten sie alle, ist es der Herdentrieb, der sie zum Mitfliegen bewegt. Wobei eine 'Vogelherde' schon sprachlich ein sehr ansehnliches Konstrukt ist. *kicher*

  4. Kommentar by Etosha — 2. November 2007 @ 09:35
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    PS @ mkh: Wahrscheinlich ist es sogar eine Mischung aus alledem, denn je größer der Drang insgesamt wird, desto sinnvoller ist es für das Überleben, also wird die Natur alles nutzen, was ihr zur Verfügung steht.

  5. Kommentar by T.M. — 2. November 2007 @ 09:55
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    mkh, vielleicht könnte ein Papagei dolmetschen. (Ich sah mal in einer Werbung so einen blau-gelben Ara mit einem Mobiltelefon am Ohr.)

  6. Kommentar by Etosha — 2. November 2007 @ 10:24
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    Der war sicher Niederösterreicher. *g* Ob der ausgerechnet zum Dolmetsch taugt?

  7. Kommentar by mkh — 2. November 2007 @ 10:50
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    Ich würde mich im Zweifelsfall mehr an die Rabenvögel halten, ich glaube, die schwätzen nicht so viel wie die Papageien. :-)

  8. Kommentar by Etosha — 2. November 2007 @ 12:18
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    Wenn ich hier so hinauslausche, glaube ich das wieder weniger. ;)

  9. Kommentar by percanta — 2. November 2007 @ 19:16
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    Wie gesagt:
    "Los pájaros cantan en pajarístico, / pero los escuachamos en español." Etwa: Die Vögel singen auf vogelsch, aber wir hören sie auf deutsch Bzw. österreichisch. Bzw. spanisch.
    Sagt Juan Luis Martínez.

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