Update

Vom Gewässerschutz hab ich bis dato keine Ergebnisse erfahren. Man hat mir aber angekündigt, mir neue Proberöhrchen vorbeibringen zu wollen. Was das nun genau heißt, weiß man nicht, man kann sich nur etwas zusammenreimen. Und ich bin gerade nicht in Dichterlaune.

Ich bin jetzt stolze Einloggerin in einen Netflix-Account und habe mich in diesem Zusammenhang in allerlei Neuland herumgetrieben – nicht nur filmguckerisch, sondern auch technisch. Weil aber der von mir neu entdeckte Raphael Schön das alles schon so umfassend erklärt hat, hab ich mir wieder was erspart. Sonst hätte ich vielleicht demnächst mit einem ähnlichen, aber wahrscheinlich weit subjektiveren Bericht aufgewartet.

Wegen meines Kommentars bei Herrn Schön musste wollte ich mich bei Disqus anmelden, was ein Dienst ist, dessen unmittelbarer Wert und intuitive Benutzeroberfläche sich mir nicht auf Anhieb verständlich in die Arme wirft. Habe gleich bei Herrn Schön um Licht ins Dunkel gebeten, schließlich benutzt er das für seine Kommentarfunktion, also gehe ich davon aus, dass er da gottähnlich involviert und ‑formiert ist. Vielleicht schreibt er uns ja einen schönen Artikel über den Sinn und die Funktion. Insbesondere würde mich interessieren, warum aus meiner dunklen Kommentar-Vergangenheit nur genau ein Kommentar mit meiner Blog-Mailadresse im weiten Web gefunden wurde, und ob das nicht besser geht.

Diesen Herrn Schön wiederum entdeckte ich übrigens auf XING, und zwar im Zusammenhang mit meinem Ticket zu TEDxVienna. TED-Talks sind inspirierende Reden, die bei Konferenzen vor Publikum gehalten, aber dann auch online zur Verfügung gestellt werden. Dahinter steckt die Nonprofit-Organisation TED, und das wiederum steht für „Technology, Entertainment and Design“. Da gibts Redner aus allen möglichen Branchen und Situationen zu ebensovielen Themen, Leute mit Ideen, Leute mit Erkenntnissen, Leute, die eben etwas zu sagen haben und ihre Ideen verbreiten möchten.

Unlängst flatterte von irgendwo die Information rein, dass es in Wien TED-Talks gebe, und zwar am 1.11. im Volkstheater auf Basis unabhängiger, aber TED-affiner Organisation – doch damals fegte mit einer wegwerfenden Handbewegung diese Information gleich wieder von mir. Hatte wohl gerade anderes im Kopf, vielleicht auch im Hals, zum Beispiel meine jährliche Mandelentzündung. Gestern unmittelbar nach dem Aufwachen wurde mir aber schlagartig klar: Da musst du hin! Ich hab keine Ahnung, wieso ich da hinmuss, und es kam auch keine Antwort auf meine Nachfrage, aber manchmal überfallen mich solche Erkenntnisse eben spontan beim Aufwachen. Und siehe, die Website von TEDxVienna bestätigte mir diese Ambition – es war genau noch 1 (in Worten: ein) Ticket verfügbar.

Flugs kaufte ich mir dieses online, wobei ich Hürden zu überwinden hatte, die einem sonst nicht jeden Tag begegnen: Der Checkout beim Ticketkauf (über XING-Events.com übrigens) war mit einer Deadline von 20 Minuten versehen, so richtig mit Countdown und so, und in der 2. dieser 20 Minuten scheiterte meine Paypal-Zahlung in ihrem einsamen Popup-Fenster, was sie mir durch eine URL, die das Wort „success“ enthielt, zu verschleiern suchte. [Dieser letzte Satz enthält satte zehn englische Begriffe – Dixi, es tut mir leid!] Das ansonsten völlig leere Fenster und der weiterhin gnadenlos laufende Countdown sprachen aber eine andere Sprache, genau wie die „letzten Transaktionen“ auf meinem Paypal-Konto, wo ich von einer TED-Zahlung keinerlei Spur fand. Es war fast so spannend wie bei e-bay! Ein Schicksal-Scheusal, das einem ein einziges Ticket für eine Veranstaltung aufhebt, dieses aber durch eine gescheiterte Online-Zahlung kurzerhand wieder entreißt, könnte ich wirklich nicht als „dumm gelaufen“ akzeptieren. Also krallte ich mir nach Ende des Countdowns mein einzelnes Ticket nochmal (Puh, Schwein gehabt) und brachte eine weitere Zahlungsart ins Spiel, die sich tatsächlich williger zeigte.

Also bin ich am 1.11. bei TEDxVienna, und ein paar Kontaktanfragen auf XING hab ich bei dieser Gelegenheit auch gleich gemacht, damit ich dort auch die interessanten Leute tatsächlich treffe – ha! Zwei der Kontakte, die auch für die Veranstaltung angemeldet sind, stammen gar aus der Firma meines Angetrauten.

Filmguckerisch hab ich mich auf Empfehlung von gleich zwei Freundinnen auf Once upon a time eingelassen, was mir die ersten vier (oder so) Folgen lang angesichts der pathetischen Dialoge ein wenig schwer fiel. Danach aber schlug der Haken auch in meinem Geist ein. Die Story ist wirklich fein ausgedacht, und die erste Staffel war im Nu inhaliert. Die zweite und dritte auf Netflix dann auch gleich, in der Originalsprache, was mir viel besser gefiel. Jetzt wird die vierte Staffel auf ABC ausgestrahlt, drüben im Amiland, und ich sitze hier und weiß nicht, wie’s weitergeht. Serien. Sie sind des Teufels, und zwar alle.

Außerdem hab ich mir diverse Filme angesehen, die gegenüber Serien den klaren Vorteil haben, ein Ende zu besitzen. Von diesen fand ich El cielo en tu mirada besonders charmant.
Mein Lieblingsbassist empfahl mir außerdem über einen unserer unzähligen Kommunikationskanäle „Top Gear“ – und zu Recht, ich hab mich lang nicht so gut amüsiert wie bei Top Gear – Das Polarspecial. Hätte man die drei Blacktime-Vögel meiner Band da hingeschickt, wäre das wohl sehr ähnlich abgelaufen. Die Kommentare und Aktionen der drei Kerle in diesem Special schüttelten die Lachtränen nur so aus mir raus.

Durch die Mandelentzündung und die unbremsbare Arbeitsflut in den letzten Wochen hab ich auch einige Geburtstage verpasst. Es tut mir so leid, aber ich lag tatsächlich sehr geschwächt darnieder, stimmlos… und hungrig! Konnte nicht schlucken! Ich versuche, das alles nachzuholen, meine Bemühungen hinken der Echtzeit aber immer mehr hinterher.

Wenigstens schafft es meine Band heute wieder mal, drei Menschen zur selben Uhrzeit am selben Ort zu versammeln – das war auch schon wochenlang nicht mehr der Fall. Und dafür muss ich mich jetzt fertigmachen.

Habt einen schönen Wochenstart, ihr schnuckligen Leser, was immer ihr gerade plant!

6 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Ich versteh, ehrlich gesagt, kein einziges Wort. Ausser „Proberöhrchen“, das kenn ich vom … spielt jetz keine Rolle. Naja, man ist ja auch nicht mehr der Jüngste …

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    • Ach, jetzt tu mal nicht so schrullig. Du bist doch in Wirklichkeit der totale Auskenner!
      (Oh, und ich werfe noch ein „Hihi!“ hinterher!)

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  2. Bin gespannt, was du über die TEDx-Veranstaltung zu berichten haben wirst. Ich habe mir das auch kurz überlegt, weil mit Destin von SmarterEveryDay einer meiner Lieblings-YouTuber dabei ist, aber 99 Euro für das Ticket war ich nicht bereit locker zu machen, weil ich den sonstigen Talks nicht so viel abgewinnen konnte.

    Von Once Upon A Time habe ich mir Staffel 1 und 2 gegeben, dann wurde mir sehr fad damit und ich habe es wieder bleiben lassen, obwohl ich Serien meist „bis zum bitteren Ende“ schau. Mit Warten bin ich aber auch ganz schlecht, weshalb ich beschlossen habe, nicht in Netflix zu investieren, sondern weiterhin zu streamen, was bedeutet, dass ich von „meinen“ Serien die neueste Folge jeweils am Tag nach der Ausstrahlung sehe.

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    • Bin selber auch gespannt. Ob ich den übrigen Talks etwas abgewinnen können werde, weiß ich ja noch nicht! Der morgendliche Imperativ war aber zwingend, was soll ich da schon dagegen tun?

      Und woher/worüber streamst du dann?

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  3. watchseries-online – punkt – ch
    Hat dich die TEDx-Sache als Ganzes oder ein Sprecher im Besonderen bewegt? Oder kannst du deinen Impuls einfach nimma nachvollziehen? Ich schau ja immer wieder TED-Talks auf YouTube, auch wenn mich die Leut seltsam anschaun, wenn ich bekenne, dass ich mir grad ein paar Stunden Vorträge bzw. Science-Shows reingezogen habe. Würde ich dieselbe Menge an Katzen-Videos konsumieren, würde sich vermutlich keiner wundern. Verkehrte Welt…

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    • Ahja, kenn ich eh. Funzt aber auch nicht sooo zuverlässig, und der viele Werbe- und Popup-Umgehungs-Aufwand… Da zahl ich gern ein paar Mäuse dagegen. Schade halt, dass die Bezahlvariante nicht so aktuell ist, aber so ist das eben in der verkehrten Welt. ;)

      Nö, ich kannte ja das LineUp für Wien noch gar nicht. Ich mag nur die Talks an sich, da gabs schon so einige, die mir Respekt abgerungen haben – wegen der Idee dahinter, oder wegen der Courage. Ich fands zB toll, als Cameron Russell über „Schönheit“ und ihre Modelfotos sprach, und die Idee zum Ocean Cleanup wurde ja auch bei einem TEDtalk präsentiert. Das Ticket für Wien war eine reine Spontanentscheidung ohne einzelfallbezogene Grundlage. ;)
      Ad Katzenvideos: Doch. Ich.

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