Noch mehr Hund

Manche der Hunde hier sind wohlgenährt, vor allem die innerhalb der Stadt, andere wieder sehen armselig und knochig dürr aus. Ich hab auch schon erzählt, dass sie recht geübt darin sind, Hauptstraßen zu überqueren. Auf den Nebenstraßen sieht man sie manchmal mitten auf der Straße liegen – gerne auch zu zweit, um ein bisschen zu balgen. Wir haben auch schon erlebt, dass ein Hund nachts mitten auf der Straße im Dunkeln liegt und schläft. Man muss hinter jeder Kurve mit einem Hund auf der Straße rechnen, in der Gasse zum Aquarium gibt es sogar eine bestimmte Vorzugsstelle.

An genau dieser Stelle auf dem Weg zum Betriebsausflug am letzten Jännertag schießen zwei Hunde aus einem Hof heraus auf die Fahrbahn, einer wild bellend hinter dem anderen her. Obwohl ich eine Vollbremsung hinlege, dass die Reifen nur so stinken, erwische ich einen von ihnen mit der vorderen Stoßstange. Er rappelt sich zum Glück sofort wieder auf und läuft dem anderen bellend nach.

Auf der Nord-Insel Babeldaob ist es hingegen mancherorts Sitte, dass die Hunde bellend den Autos hinterherlaufen, bzw. vielmehr neben ihnen herlaufen – wobei einer von ihnen dabei das durchaus beeindruckende Sprinttempo von 30 Meilen pro Stunde erreichte, wohlgemerkt ohne dabei das Bellen einzustellen.

Wenn wir nach Hause fahren und am Ortsschild „Welcome to Ngermid“ das Tempo drosseln, weil dort einer der tausenden gefürchteten Speed Bumps für Ordnung und kummergewohnte Stoßdämpfer sorgt, kommen wir an einem Rest-Area-Häuschen vorbei, das auf der rechten Straßenseite liegt. Unter dessen Dach liegen immer ein oder zwei Hunde. Und jedes einzelne Mal lehnt sich Martin aus seinem offenen Autofenster und pfeift sein Hundepfeifen. Und wenn die Hunde dann irritiert den Kopf heben und schauen, dann kichert er. Jedes einzelne Mal.

1 Kommentar Schreibe einen Kommentar

  1. lieb, wie Du das schreibst. Man kann sich das bildlich vorstellen. Und ich höre aus Deiner Beschreibung, dass Du Hunde magst…
    Noch einen Monat und dann bist Du wieder daheim.
    Brauchst Dich aber nicht kränken, dass Du nicht zuhause bist. Seit gestern regnets und es hat -2° s’ist relativ glatt. Ich musste daran denken wie Sabine und Du in der Hofwieselgasse mit den Eislaufschuhen gefahren seids. Bei uns in der Gasse ist gut gestreut aber ich habe versucht mit dem Auto auf einem Feldweg zu fahren, um meinen Sammi daneben herlaufen zu lassen. Nach 10 Metern hab ich vorsichtig zurückgeschoben und bin dann mit dem Sammi zu Fuß gegangen, ehr war es eine Fußrutschpartie. Also seids froh nicht da zu sein. Habtz nix versäumt.

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