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Neues von der Band

Blacktime Bird - Fading Memory - unsere neueste Bandkreation. Der Song von Ceh, die Fotos von mir, das kreative Video von Deh. Also ich bin sowas von stolz.
Entstanden aus Cehs Weihnachtswunsch. Die Version mit diesem schönen Gesang wollten wir nicht im virtuellen Regal verstauben lassen, auch wenn sie rauscht und nicht so perfekt ist. Er hatte den Song mal ganz roh aufgenommen, der Rest war Band Zwonull - also dropboxen, draufsingen, draufbassen, zurĂŒckschicken. Ceh wĂŒnschte sich ein Video dazu. Und brave MitbĂ€nder, die wir nun mal sind, haben wir uns sofort an die Arbeit gemacht und Weihnachten auf den 28.11. vorgezogen. Here goes. Merry Christmas!

Der Hirsch ist tot

Mit dem Tod hat er sich vermutlich mehr beschĂ€ftigt als der durchschnittliche Mensch. Vielleicht gehört das aber auch zu Wien, wie er zu Wien gehörte und fĂŒr mich auch weiterhin gehören wird. Mit einer Erkrankung wie seiner rĂŒckt das Thema auch nicht gerade ferner. Die Entscheidung darĂŒber, wann es genug ist, selbst treffen zu können, ist vielleicht die einzige Freiheit, die einem in einer solchen Situation noch bleibt. Mich hat die Nachricht trotzdem sehr getroffen, dass Ludwig Hirsch sich heute in Wien in den Tod gestĂŒrzt hat.

Ein gefĂŒhlvoller und mutiger Liedermacher war er. Seine Platte "Dunkelgraue Lieder" haben wir, mein Bruder und ich, in unserer Kindheit auf und ab gespielt, bis wir sie auswendig konnten, und danach noch weiter. Nun könnte man meinen, das sei aber etwas schwere Kost fĂŒr Kinder, und damit mag man nicht ganz falsch liegen. Doch mich hat der Herr Hirsch als erstes Aufmerksamkeit gelehrt (Was singt der denn da eigentlich?), er lehrte MitgefĂŒhl ("Der Wolf"), Vorsicht ("Der Herr Haslinger") und die GĂŒltigkeit von ambivalenten GefĂŒhlen ("Die Omama"), aber auch das Lachen ĂŒber schrĂ€ge Zeitgenossen und Begebenheiten ("Liebeslied") und grenzwertige UnanstĂ€ndigkeiten ("Geh spuck den Schnuller aus") - aber vor allem viel GĂ€nsehaut (bei fast allen StĂŒcken, vor allem "Der Dorftrottel").

Meine TrĂ€nen kommen mit 100%iger Sicherheit bei drei seiner Songs, "I lieg am Ruckn", "Der Wolf" und "Komm, großer schwarzer Vogel". Damit bildet er die einsame Spitze, vor Bobby Goldsboros "Honey" und Esther Ofarims "Kinderspielen", wenn meine Mutter es singt.

Erst vor Kurzem gab es eine Radiosendung mit ihm, da wurden Hirsch-Lieder gespielt und... ich hab auf den nĂ€chsten Senderknopf gedrĂŒckt, als "I lieg am Ruckn" begann. Wie gesagt, nur in den seltensten FĂ€llen halte ich ein ganzes Hirsch-StĂŒck ohne TrĂ€nen durch; ich hör nur die Instrumentierung, und es beginnt schon zu fließen. Und da war mir gerade nicht nach Weinen.
Jetzt schon. Vielleicht sickert ane, a klane, zu dir durch, Ludwig Hirsch.

(Texte)
(Wiki)
(youtube)

Blacktime Bird - erstes Video

Entschuldigt mein Fernbleiben, ich hatte zu tun! DafĂŒr gibts hier und jetzt
das erste Video meiner Band mit einem meiner Songs!
Wenn ihr nur halb so viel Freude dran habt wie ich, ist die Sache perfekt!

Meine "face time", wie man so sagt, ist etwas spÀrlich ausgefallen,
weil ich die meiste Zeit die Kamera selbst in der Hand hatte.

Wohlige Kommentare, ĂŒber die sich die ganze Band freuen wird,
bitte (falls Neigung vorhanden) auch auf Facebook posten! Gracias!

Link-Update

Ich durchforste gerade die Schuhschachtel mit meinen gesammelten Links. Hier sind sie, der VollstÀndigkeit und Wiederauffindbarkeit wegen, sogar ein bisschen sortiert.

TemporÀres:

  • Kunsthistorisches Museum Wien: Verkleiden - Verwandeln - VerfĂŒhren
    Die Ausstellung schöpft aus dem reichen Fundus der KostĂŒmkammer des Österreichischen Theatermuseums und zeigt in sieben Themenkreisen die interessantesten, spektakulĂ€rsten und phantasievollsten KostĂŒmkreationen. (Noch bis Oktober 2011)
    Klickstu hier.

Videos:

  • FĂŒr alle, die noch nie kapiert haben, wie eine NĂ€hmaschine funktioniert: Drei MĂ€nner simulieren eine NĂ€hmaschine. Sehr gelungen! Und so anschaulich!
    Klickstu hier.
  • Alter Keks! Misheard lyrics mal aus dem TĂŒrkischen. FĂŒr graue Tage sehr zu empfehlen, GelĂ€chter garantiert.
    Klickstu hier.
  • FĂŒr alle fixen und gelegentlichen Mitglieder einer Rhythmusgruppe, und natĂŒrlich alle STOMP-Begeisterten: "Music for one appartment and six drummers".
    Klickstu hier.
  • Ein Video fĂŒr alle mit Höhenangst. Auf einen 544 Meter hohen Turm klettern, um zur Arbeit zu gelangen? WĂ€r nix fĂŒr mich.
    Klickstu hier.
  • Kitty-Cam. Mal aus der Katzenperspektive die AusflĂŒge der Miez miterleben. Sehr cool!
    Klickstu hier.
  • Sehr beeindruckend fand ich auch diesen Radfahr-KĂŒnstler:
    Klickstu hier.
  • Genauso diesen Zwuck, der so genial "I'm yours" spielt und singt, dass ich ihn knutschen möchte:
    Klickstu hier.

FĂŒr Geeks:

  • Dropbox. Filesharing auf die einfache Art. Lass dich von mir einladen! Das gibt Extra-Space, nicht nur fĂŒr mich - auch fĂŒr dich!
    Klickstu hier.
  • Harddisk gesund oder kaputt? Wie klingt meine Festplatte, wenn sie bald sterben wird? "Failing hard drive sounds" spielt's dir vor, in vielen Varianten, je nach Fabrikat.
    Klickstu hier.
  • 101 versteckte Tipps und Geheimnisse fĂŒr Photoshop. Man lernt nie aus. Irgendwas Neues oder Vergessenes ist immer dabei.
    Klickstu hier.
  • Logos, die ein bisschen am guten Geschmack vorbei gehen. Unabsichtlich.
    Klickstu hier.
  • Sehr gelacht hab ich auch darĂŒber: "Meine Katze ist verschwunden, du bist doch so'n Grafikfuzzi, kannst du mir schnell ein Suchplakat machen?"
    Klickstu hier.

Bildhaftes:

  • Ich glaube, ich habe euch noch nie zu ThinkDraw geschickt! Dabei ist das eine wunderbare BeschĂ€ftigung fĂŒr verregnete Tage ohne Motivation.
    Klickstu hier.
    Meine Werke: Klickstu hier.
  • Hoch aufgelöst und ebenso interessant: Die grĂ¶ĂŸte Kupfermine der Welt in Chuquicamata, Chile. Hatte in einer Doku gesehen, wie dort die LKWs in stundenlanger Auffahrt das Rohmaterial transportieren, sehr beeindruckend. Daher Map gegoogelt:
    Klickstu hier.
  • Der grandioseste Nichtlustig-Cartoon aller Zeiten. Stichwort: Niesen.
    Klickstu hier.
  • Vermutlich hab ich das schonmal gepostet, aber weil's so nett ist: Die lustigsten Test-Antworten oder: Was die Verzweiflung aus SchĂŒlern macht.
    Klickstu hier.
  • Kennt ihr eh schon alle "learnsomethingeveryday"?
    Klickstu hier.
  • Das Voynich-Manuskript. Schrift: unbekannt. Sprache: unbekannt. KrĂ€uter: unbekannt. Astronomie: wiedererkennbare Anteile. Sooo faszinierend! :)
    Klickstu hier.

Diverses:

(Ihr habt nicht wirklich gedacht, dass ich ohne "Diverses" auskommen werde, oder? Ich auch nicht.)

  • VernĂŒnftige, recht kompetente Seite ĂŒber KrĂ€uter mit vielen Rezepturen.
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  • Musikalien-Onlineshop "Mailordermusic Berlin". Gitarrensaiten, Instrumente, Zubehör. Flott, kompetent, unkompliziert, unschlagbar gĂŒnstiger Versand nach AT.
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Meine Band im Fratzenbuch

In letzter Zeit ziehts mich nicht mehr so oft zum Bloggen, wie ihr bemerkt habt. Ich hatte zu viel anderes zu tun. Musikmachen zum Beispiel! Wir haben in den vergangenen Wochen zu dritt daran gearbeitet, unserer Band erstens einen Namen zu geben - was viele Treffen und Biere und Namen und NamensverwĂŒrfe erforderte - damit wir ihr nĂ€mlich zweitens eine Bandseite in Facebook geben können. Facebook deshalb, weil alle drei Bandmitglieder sich dort ohnehin sehr regelmĂ€ĂŸig rumtreiben.

Es gibt Videos von Proben, die wir nach und nach einstellen werden, ein paar Songs, live gespielt und gesungen - ohne Sensationen, ohne BĂŒhnenshow, wir sitzen da einfach und spielen ruhige, melodische Musik mit zwei akustischen Gitarren und einem Bass. Zwei Videos sind schon online.

Wer sich's anschauen möchte, ist herzlich eingeladen, sich auf facebook.com/blacktimebird einzufinden und dort auf "GefÀllt mir" zu klicken, wenn er ein Konto hat, oder sich die Videos anzuschauen (ist auch ohne eigenes Facebook-Konto barrierefrei möglich.)
Wer ein Konto hat, kann mich dann auch gleich besuchen unter facebook.com/etosha33. Add me! :)

Kaskade

Musik! Da spielt jemand, gemeinsam mit uns! Er fĂŒgt sich ein, er schwingt mit, er reitet die gleiche Welle, wir sind eins. Ein GefĂŒhl wie das perfekte Einrasten eines Bajonettverschlusses zwischen Kamera und Objektiv, potenziert. Plötzlich eine Basis, Teppich unter den FĂŒĂŸen. Eine satte Euphorie. Diese Freude ĂŒber etwas Gemeinsames, und das schon, bevor wir wirklich gemeinsam Musik gemacht hĂ€tten! BĂ€nd zwonull.

Wenn die Chemie wirklich stimmt, zwischen allen Beteiligten, ach, das könnte so schön werden! Die Freude will sich in mir ausbreiten, und gleichzeitig fĂŒrchte ich mich ein bisschen, weil ich schon einige Male aus dieser Höhe abgestĂŒrzt bin und weiß, dass das Leben nur selten besonders lange so schön ist, wie man sich's vorstellt. Manchmal allerdings ist es noch schöner!

GlĂŒck entsteht, wenn Erwartungen ĂŒbertroffen werden – und das wurden meine gestern in der Tat. Dieses GefĂŒhl möchte ich festhalten, denn wer weiß, wie lange es dauert, wer weiß, wie schnell ich mich an diesen besonders feinen Basston gewöhne, diesen einen, der mir so schöne Empfindungen macht? Und wer weiß, ob ich die Freude morgen noch in angemessene Worte kleiden kann?

Update

So viele Informationsschnippsel haben sich bei mir mittlerweile wieder angesammelt.
Das muss alles weg, weg, weg! Here we go:

Die Ievas Polkka in der Holly Dolly Version - mein knapp 14 Monate altes Nefferl fÀhrt da voll drauf ab! Im Original ist der Song von Loituma, und es ist unglaublicherweise wirklich Sprache, was man da hört, und zwar ostfinnischer Dialekt.
(thx to EGM)


In Transdanubien gibt es eine neue Eventlocation, auch zum Mieten, fĂŒr Hochzeiten, Feste, usw: Das Colosseum XXI. ZufĂ€llig im Netz drĂŒber gestolpert, ist vielleicht auch nicht mehr sooo neu, aber nachdem ich nicht mehr hĂŒben wohne, nördlich der Donau nĂ€mlich, freue ich mich auch noch spĂ€t an nicht mehr ganz Taufrischem.
Mal hinschauen?
(thx to höchstpersönlich versörfte Nachmittage)


Das perfekt absurde Killerargument.
(thx again to EGM)


Die Ähnlichkeit ist durchaus frappierend: Vladimir Nikolic zeigt jene Autogesichter, die ohnehin schon immer in meinem Kopf waren, in selbst nachgestellten Posen bzw. GesichtsausdrĂŒcken. Sehr sehenswert! Gnihi-Faktor: hoch. (Ein Doppelklick auf das Bild auf Vladimirs Seite startet die Diashow.)
(thx again to EGM)


Auch hier in der NÖ-SĂŒd-Gegend fĂŒr Fotografen oft ein Störfaktor: Die hohe Dichte an Hochspannungsmasten. Erstmals wurde nun aufgedeckt, was die so treiben, wenn grad keiner schaut.
(and thx again to EGM - einmal mit dir skypen, und achtzig Links landen bei mir, die zu bloggen du zu faul bist! ;P Dabei hast doch jetzt so ein schönes neues Design!)


Machstu dein Auto weg!
(thx again to… naja, ihr wisst schon.)


Pictures of you klingt, als hÀtten die Genesis-nur-gut-mit-Peter-Gabriel-Prediger und die Genesis-mit-Phil-Collins-am-besten-Verfechter endlich ein Kompromiss-Duett hingeworfen bekommen. Ist aber keins. Kommt von The Last Goodnight.


Wie hieß der Song jetzt nochmal?
Hummingsearch oder Midomi lÀsst dich summend oder singend Musiktitel wiederfinden. (Note to self: Testen! Dabei sehr falsch singen!)


Schöne Symbols-Font mit Tribals, Freeware.


Glasbohrer mit Durchmesser 3-10mm verfĂŒgbar. Flaschen von Silvester vorhanden, Mann steht schon in den Startlöchern. (Die allerdings sind nicht selbstgebohrt.) Habt ihr kreative Ideen fĂŒr Anwendungen?


Tief im dichten Fichtendickicht picken flinke Finken tĂŒchtig.
(thx to Orso Minore - Winderforum)

Update (Miniaturversion)

DĂŒdldĂŒĂŒĂŒ, hier schnell ein paar Links:

Die lustigsten AuszĂŒge aus Chats. Darin kann man sich aber sowas von festlesen. Und dabei sehr viel grinsen.
(thx to Miro)

Warum man sich von der Idee des Karma unbedingt lösen sollte, zeigt dieses Video. Zum GlĂŒck hat man beim Glauben stets die Wahl.
(thx to André)

Nun ein bisschen Musik:

Die Echten - Melancholie
Besonders zu beachten ist der Abschnitt mit den AufzÀhlungen zum Thema "Was ma Àhnlich stark fehlt". Wunderbar!

Die Echten - Im Radio
Gitarrensolo - A capella! Ja, doch, das geht.

Die Echten - Johanna
Sensationelle Phonetik-Version von 'Gimme hope Joanna' mit leicht abgeĂ€nderter MelodiefĂŒhrung und genialem wienerischen Text.

Wise Guys - Ohrwurm
Von Schwiegerpapas Chor bei Benefizkonzert vorgetragen und sofort fĂŒr nett befunden, darum hier das Original.

Und jetzt noch eine kurze Mitteilung an Autofahrer auf deutschen Autobahnen: Um auf der linken Spur einen Lkw zu ĂŒberholen, muss man schneller sein als er.

Intentionally misheard lyrics

FĂŒr alle, die Zuneigungsbezeugungen in Form von musikalischer Darbietung von unterhalb ihres Zimmerfensters ĂŒber sich ergehen lassen mussten und so etwas in Zukunft nicht mehr wollen:

I want a love that don't minnesing
That's the love I want, I want love.

(Elton John - I want love)

Musik von Bedeutung

Von Janocjapun kommt ein fliegender Fisch daher: Acht Songs von Bedeutung. An der ursprĂŒnglichen Steckerlfisch-Quelle sieht mir das Ganze eher nach einer chronologischen Idee aus. Find ich gut.
Das wĂ€re dann in meinem Leben jeweils ein Song fĂŒr einen Abschnitt von viereinviertel Jahren. Find ich weniger gut. Ich brauch vermutlich viel mehr Songs, und muss bestimmt auch bisweilen Janocs Strategie ĂŒbernehmen, ganze Alben zu nennen.
(Links zum Reinhören auf beinahe allen Titeln, Amazon-Links auf Alben.)
Betrachtet es als Fortsetzung zur Kindheitsmusik.

Alles begann mit

Vader Abraham und den SchlĂŒmpfen.

Darf ich dann fortfahren, wenn das GelÀchter sich wieder gelegt hat?
Ich glaube, damals hab ich begriffen, wie man mehrstimmig singt, welcher Natur die Harmonien sein mĂŒssen, damit man welchen Ton ĂŒber oder unter die Hauptstimme singt. FĂŒr mich der Klassiker von dieser LP: Warum? Simpel, verhĂ€ltnismĂ€ĂŸig tiefsinniger Text, wunderschön!

Electric Light Orchestra - Don't bring me down bzw. Confusion

Im Bus auf der kurzen Fahrt zur Volksschule ließ der Fahrer das Radioprogramm erschallen. Und ich saß immer wie gebannt ganz vorne, ich musste das nĂ€mlich alles hören! Diese beiden Songs dĂŒrfte ich damals in mich aufgesogen haben wie ein musikausgehungerter Schwamm. Ein leichtes, merkwĂŒrdiges und etwas unangenehmes Sehnen lösen sie jetzt noch in mir aus, und ich erinnere mich auch, den Aufbau dieser Songs, das GerĂŒst dahinter, wenn man so will, beim Zuhören genauestens studiert zu haben.

Alphaville - Sounds like a melody
Mike Oldfield - Pictures in the dark
Al Corley - Square rooms

Alle drei fĂŒr mich der Inbegriff der 80er. Alphaville aus krĂ€chzenden, metallisch klingenden Lautsprechern in der Eislaufhalle im Donaupark. Eislaufen mit neonfarbenen SchnĂŒrsenkeln und ebensolchen Handschuhen an den HĂ€nden - natĂŒrlich fingerspitzenfrei. Meine viel zu große, tĂŒrkise, wattierte Winterjacke brauche ich dort nicht.
Mittels Kassettenrekorder Musik aus dem Radio aufnehmen. Die Versuche, meine Schwester davon abzuhalten, sich meine Kleidung oder meinen Freund zu krallen, wenn ich gerade nicht hinsehe.
Die genialen Chöre in Pictures in the dark finde ich heute noch ebenso faszinierend wie damals. Al Corley war damals Schauspieler und knutschte in dem Video mit allen möglichen Frauen rum, angeblich um die HomosexualitĂ€ts-Verdachte abzuschĂŒtteln. Ich hab ihn auf Single gekauft, ohne Cover, nur in einer weißen, papierenen HĂŒlle. Beschriftet ist sie von mir persönlich mit schwarzem Kajal.
Meine erste Madonna-LP hab ich in dieser Zeit wohl auch tausendmal gehört.
Bezeichnenderweise sind alle diese Songs eher mit Erinnerungen an außerschulische AktivitĂ€ten verbunden. Es gibt natĂŒrlich auch Songs, die schulische Erinnerungen hervorrufen, diese lassen mir aber eher mulmige BauchgefĂŒhle entstehen, darum hab ich sie einfach weggelassen. Bedeutung - ja, aber eine wenig positive.

Rainhard Fendrich - Zwischen eins und vier
Tony Esposito - Papa Chico
Desireless - Voyage

Die Single von 'Zwischen eins und vier' hab ich von meinem Bruder geschenkt bekommen, das weiß ich noch genau. So schöne harmonische Auflösungen in diesem Song! Am besten auf 'Der Krampf im Bauch geht langsam weg'. GĂ€nsehaut krieg ich, wenn ich nur drĂŒber schreibe.
Musikhören und Partys im Zimmer meines Bruders. Geknutsche in schummrigen Ecken. Auf KleinmotorrĂ€dern unterwegs mit seinen Freunden, erstes Ausgehen in der großen Stadt. Die erste richtig große Teenagerliebe, Voyage ist unser Lied, ich kann den französischen Text immer noch auswendig.
Mit in diese Ära gehören diverse Italo-Gschichten wie Radiorama, Cenerentola von Martinelli, Samantha Fox in Musik und Bild, zum Knutschen und eng Tanzen (auch 'Lamourhatscher' genannt) I wanna know what love is von Foreigner (wie ĂŒberaus subtil! *g*) und natĂŒrlich Say you, say me von Lionel Richie.
Unser braver, einzigartiger, schwarzer Familienhund Jolly stirbt mit fĂŒnfzehn Jahren.

Pink Floyd - The Wall (Beispiel)
Sting - Nothing like the sun (Beispiel)
Supertramp - Famous last words (Beispiel)

(Bei letzterem Link einige Sekunden Stille vor dem Songstart, lohnt sich aber.)
Eine kurze, aber dafĂŒr sehr musikreiche Zeitspanne, viele Erinnerungen und emotionales Auf und Ab, daher wohl auch mein zeitlich gestreckter Eindruck dieses Lebensabschnittes. Gerade noch A-capella-Singen im Schulchor, ErwĂ€gung Schulwechsel, plötzlich eine Berufswahl treffen mĂŒssen.
Eine schrÀge Fahrt nach Berlin mit dem benzinfressenden Monstertransporter zum The-Wall-Konzert auf dem Potsdamer Platz.
The Wall ist immer noch ein hinreißendes, von mir sehr bewundertes Album.
Sting begleitet mich seither stÀndig, ich liebe seine schrÀgen Ideen und seine Stimme. Supertramp hör ich nicht mehr allzu oft, aber das Album hab ich hier in LP und CD, und die Aufzeichnung von Roger Hodgsons Konzert letztens auf 3sat fand ich allerliebst.

Isaac Hayes - Use me

(30sec-Previewhear auch ohne Account)

Alpha Blondy - Brigadier Sabari
The Cure - Boys don't cry
The Who

Das Auf und Ab geht weiter, etwas gemĂ€ĂŸigt zwar, aber immer noch recht chaotisch, und immer noch musikreich. Zwielichtige Spelunken und haufenweise Kiffer in RĂ€umen mit reichlich undurchsichtiger Luft. Etosha hat schon wieder einen Musiker-Freund, zum ersten Mal gemeinsam Möbel kaufen (damals war's passenderweise ein Bett).
Die erste Band, die ersten eigenen Songs, Bandproben im Schloss Wolkersdorf.
Die Isaac-Hayes-Version von Use me ist wohl die groovigste ever! Alpha Blondy sind wahnsinnig niedlich, und The Cure haben mir schon damals nicht gefallen, (The Who auch nur in Teilen), ich musste sie aber um des lieben Friedens willen (mit)hören.

Phil Collins - Live in Berlin (Beispiel)

Endlose Wochenenden mit Freunden bei Mike. Nicht nur dieses Album haben wir rauf und runter gespielt, aber zu diesem haben wir auch gar wunderprĂ€chtig gesungen. NĂ€chtelanges WĂŒrfelpokern und SchmĂ€hfĂŒhren. Spontaner Ausflug zum Musikfest in Waidhofen an der Thaya, Sautrogrennen, Gummistiefelschleudern, jede Menge Spaß, Chillen zu gemĂŒtlicher Musik. Das Ganze mit meinem ersten eigenen Auto. Zwei gefĂ€hrlich aussehende Biker helfen mir aus der Klemme, als ich dort meinen AutoschlĂŒssel versehentlich im Kofferraum einsperre. In wenigen Augenblicken ist das Ding geknackt; ein Audi 80s in schmutzigem Dunkelrot - den mein damaliger Freund viele Monate spĂ€ter beim Linksabbiegen in einen Totalschaden verwandelt.

Tracy Chapman - Fast car
Live - All over you
Tori Amos - Silent all these years

Das erste gemeinsam Wohnen außerhalb von daheim, in einer eigenen Wohnung mit Freund in Korneuburg. Etwas merkwĂŒrdige Partnerlook-Anwandlungen. Nach jahrelanger Hundegesellschaft die erste eigene Katze, Joshua, ein ganz außergewöhnliches Persönchen, wir nennen ihn auch 'Der Sir'. Nur eineinhalb Jahre spĂ€ter erkrankt er an FIP und stirbt.
Erste Photoshop-Erfahrungen, weil mein Freund einen Kurs dazu macht. Viel Zeit fließt auch in CorelDraw 4. Erster eigener Heim-PC, spĂ€ter ein Modem und die Anbindung ans weite Netz.
Tori Amos' Songs sind ein Kapitel fĂŒr sich - ich singe ihre Sachen gerne, und die Texte sind immer wieder fĂŒr eine GrĂŒbelei gut. An Live liebe ich die Dynamik und die extreme Stimme des SĂ€ngers.

Amanda Marshall (Album) (Beispiel)
Crosby, Stills, Nash - Teach your children

Mein erster Neffe Patrick wird geboren. Die Haustaufe mit unserer Darbietung von Teach your children, vierstimmig mit Gitarre, es singen mein Bruder, meine Mama, mein lieber Schulfreund Crisue und ich. Meine Schwester vergießt vor RĂŒhrung ein paar TrĂ€nen.
Sehr viel Einspringen in finanzieller und problemberatender Hinsicht, sehr viel Zeit mit Baby auf dem Arm, Baby nebenan schlafend, dann der Sommer, Kleinkind im Planschbecken, mein damaliger Freund stets mit Kleinkind im Schlepptau oder auf den Schultern.
Meine erste Spiegelreflex-Kamera, eine damals schon uralte Yashica mit bezauberndem AuslösegerĂ€usch und manuellem Aufziehmechanismus. Eigene Schwarz-weiß-Fotoentwicklung im KellerstĂŒberl als Dunkelkammer.
Amanda Marshall begleitet mich von da an durch alle Lebenslagen, und immer wieder passt irgendein Song besonders gut. Mitsingen bringt immer (noch) seelische Erleichterung.

The Knack - My Sharona
Christina Aguilera - Genie in a bottle

Eingeschworene Verbindung mit meiner Freundin N. und eine wunderbare Freundschaft, die bis heute anhĂ€lt. Tiefgang, konstruktive GesprĂ€che mit vielen Aha-Erlebnissen, jede Menge Parallelen. Gemeinsames abendliches Ausgehen, Tequilatrinken, Tanzen - sogar meine Tanzmuffelbeine können diesen beiden Songs nicht widerstehen. Verkleidungen fĂŒr Fasching erfinden und anfertigen. Lachen, bis der Bauch schmerzt.

Rosana - Lunas rotas (Album) (Beispiel)
Nick Cave - The ship song / Into my arms
Bryan Adams & Mel C - When you're gone
Shania Twain - Still the one

1998: Schwer verliebt, die UmstÀnde sind nicht gerade optimal. Meine Freundin N. muss sich die Ohren von mir vollsingen lassen, und diesmal nicht in glockenhellen KlÀngen.
Einige Wochen spĂ€ter aber wird schon zu den spanischen, krĂ€ftigen bis gefĂŒhlsausbrĂŒchigen KlĂ€ngen und zur rauhen Stimme von Rosana geknutscht und geredet, bis der Morgen graut. No habrĂĄ nadie que te quiera mĂĄs que yo.
Wieder einige Wochen spÀter ziehe ich nach Wien.
'Come sail your ships around me, and turn your bridges down' singt Martin und spielt Gitarre dazu. Gemeinsame Fahrten in die Arbeit bzw. zur Uni in meinem knallroten Daihatsu Cuore.
Weil wir beide eher Tanzmuffel sind, wird anstatt des Brautwalzers bei unserer Hochzeit im Mai 1999 gesungen, Martin und ich singen When you're gone, mit gitarristischer UnterstĂŒzung meines Schwagers. Ich singe Still the one fĂŒr meinen BrĂ€utigam.

Bebel Gilberto - Summer Samba
Ella Fitzgerald - Night and day

Jazz-Gesangskurs und das Einstudieren etlicher Standards. Gar nicht so leicht, so manchen Melodielauf in mein Hirn und meine Stimme zu kriegen - und dort auch richtig zu verankern.
Pflegen des Schrebergartens meiner Großeltern, willkommene AusflĂŒge ins 'GrĂŒne'. Mit Kopfhörern unterm Kirschenbaum liegen und ein- und dieselbe Nummer immer wieder hören.
Die erste Digicam, und Martin erwirbt erstmals einen echten, eigenen Griller - ein wichtiger Moment im Leben eines Mannes!

Disbelief

2006: Ich wache erstmals mit einem fertigen Refrain im Kopf auf. Einstudieren des Songs mit der Band.
Lange hĂ€lt diese Konstellation nicht, aber ich fĂŒhle mich zu der Zeit extrem wohl damit.

Ausufernd, maßlos - also alles wie immer. Wer hat's bis hierher durchgehalten? ;)

Fisch fliegt weiter an Serotonic und mkh - muss ja nicht so maßlos werden wie bei mir.

Nicht funktionierende Musiklinks bitte melden. Ich konnte nicht alle ĂŒberprĂŒfen, muss jetzt nĂ€mlich noch ein bisschen Sonne tanken, bevor sie demnĂ€chst untergeht.

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