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Kategorie Betont

Ja, es regnet.

Na und? Das ist auch nur Wetter! Also hört endlich auf zu motzen. Wer wohlgelaunt sein will, den hält auch Regen nicht davon ab.
Zur Einstimmung hab ich für euch Lebensfreude zum Mitnehmen (oder Anhören). Sind da nicht auch Regengeräusche zu hören?

(Es könnte schlimmer sein. Es könnte Asche regnen. Video! Sehenswert!)

Schwesters Hochzeit - Reprise

Gerade komme ich von meiner Schwester zurück, wo ich mir feuchten Auges das Hochzeitsvideo anschauen durfte. (Ihr erinnert euch, ich hab dort gesungen.)

Beim Meister des Videos, Walter Hornung, ist jetzt ein Demo-Trailer davon online, er erfordert einige Ladezeit und ist klein von Bildformat, lohnt sich aber trotzdem. Ich find den sehr schön und kitschig und trotzdem schön. In einer der Gruppenfoto-Einstellungen bin ich auch kurz zu sehen. Einige Schnappschüsse von der Hochzeit sind ebenfalls online.

Auch die Gesamtversion konnte sich sehen lassen - in der Länge genau richtig, geschmeidige Übergänge, sensibler Blick für charmante und witzige Szenen - Kompliment. Hat Spaß gemacht.

Gone too soon

Like a comet blazing 'cross the evening sky, gone too soon.

Stimmliches

Immer wieder fragt ihr mich, ob ich denn nicht mal was Gesungenes online stellen könnte. Der Zauber der modernen Technik machts möglich: Ihr könnt heute zuhören, wie ich bei der Hochzeit meiner Schwester vor drei Wochen Hallelujah singe. Zwar ists mitunter recht wackelig und nicht ganz sauber gesungen, auch weil mich die Tränen der Rührung in den Augen meiner Schwester aus der Fassung bringen - aber es war einer der schönsten Momente, deshalb hab ich aus den paar Songs, die mein Bruder und ich bei der Hochzeit gesungen haben, diesen ausgesucht.
(Und im Moment wär ich schon froh, wenn ich außer Husten und Krächzen überhaupt irgendwas herausbrächte.)

Das Lied wurde dem Anlass zuliebe gekürzt und ist daher auch im Text nicht ganz schlüssig. Es gibt da nämlich im Originaltext Passagen, die sich für eine Hochzeit nicht ganz so gut eignen.

Der Szenenapplaus zu Beginn gilt übrigens nicht mir, sondern dem Trauungskuss in diesem Moment.

Falls die eingebettete Anwendung oben nicht funktionieren sollte, hier der Direktlink zur Datei.

Ich hoffe, ihr habt Freude dran!

Wir hören uns!

Meine Schwägerin ist schuld. Sie hat sich so ein Ding gekauft. Und mir davon vorgeschwärmt. Für Musiker ist das natürlich eine tolle Sache: Audio-Aufnahmen in wav- oder mp3-Format in einstellbarer Qualität direkt auf SD-Karte. Tolle Aufnahmequalität, kleines Format - das Ding ist kaum größer als eine Zigarettenpackung. Und ich fürchte, ich hab auch meinen Bruder schon angesteckt, letztens, als wir uns trafen. Für Bandproben oder Sessions ist dieses Gerät genau das Richtige. Und freilich als Spielzeug für die kleine Tosha.

Natürlich kann man das Ding auch einfach dazu benutzen, mal eine andere Facette der Welt aufzuzeichnen. Die Frage "Wie sieht's bei dir eigentlich aus?" wird in der Zeit der digitalen Fotografie deutlich häufiger beantwortet als die Frage "Wie hört sich's bei dir an?"

Ich hab ja ein ausgesprochenes Faible für Amseln und ihre Gesänge, und das nicht nur der Schönheit wegen, sie bringen mich auch oft zum Lachen. Schon als Kind prägte sich mir das Lied ein, das die Amsel in unserem Garten sang. Es klang vom Ablauf her so ähnlich wie das hier:

Jede Amsel singt ein wenig anders, sie sind ziemlich kreativ, singen also nicht immer den gleichen Song. Trotzdem erkennt man sie wieder, wenn man sie oft genug gehört hat.
Will man die Gesänge allerdings aufzeichnen, wird einem recht deutlich bewusst, gegen welche Geräusch- respektive Lärmkulisse diese Federviecher täglich ankämpfen müssen.

Hier bei uns daheim ist es in erster Linie der Fluglärm, der den Amseln das Leben schwermacht. Dabei singt 'unsere' Amsel aber bevorzugt zu genau den Spitzen-Startzeiten - gegen sieben Uhr früh und sieben Uhr abends. Vielleicht ist das ja auch Absicht, und sie denkt, die Säcke übersing ich noch einbeinig und mit Halsschmerzen.

Die beiden nachfolgenden Sequenzen fand ich lustig, man hört mich nach der ersten ganz verhalten kichern.

Kaum hab ich begonnen, mich auf die Aufzeichnung von Amselgesang zu konzentrieren, werde ich morgens sogar von Amselgesang sofort hellwach! Ha! Da singt sie, und noch kein Flugzeug zu hören, also nix wie raus! Um 5:25 morgens muss es doch möglich sein, den Piepmatz auf mp3 zu bannen! Zuerst gelingt das auch, sieht man von dem Zug ab, der zu Beginn durchs Bild fährt, äh, durchs Ton. Aber dann muss die Amsel gegen die Trappel- und Knurrgeräusche bestehen, die Frau Hund macht, wenn sie wieder mal versucht, den Igel aus dem Garten zu verjagen, gegen ihr anschließendes enttäuschtes Schnauben und das Rascheln unseres Bambusvorhangs.

Gegen Gebell vom Nachbarhund. (Hier mischt sich auch ein anderer Vogel ein, der seine Rufe mit einem scheußlichen Geräusch beendet, das irgendwie elektrisch klingt, weswegen ich ihn auch "Elektrovogel" getauft hab. Wer mir sagen kann, welches Federhirn da so scheußlich gräuspelt und zischelt, gewinnt den Titel Pfannenvogelkundler des Jahres.)

In Wien, gleich um die Ecke vom Büro, gibts eine Amsel, die unermüdlich gegen den starken Verkehrslärm der Triesterstraße ansingt; die Aufnahmen hab ich schon bei etwas ruhigeren Phasen des Verkehrs gemacht. Sie ist auch absolut gesehen deutlich lauter als die Amseln hier am Land.

Sich gegen ein Motorrad durchzusetzen ist allerdings so gut wie unmöglich. Ab und zu gibt diese Amsel eine Art Sirenengeheul von sich, so ähnlich, wie bei uns die Polizeisirenen klingen. Ganz am Schluss hört man hier einen Ansatz davon. Oft sirent sie auch vier-, fünfmal hintereinander, das hab ich aber leider nie erwischt.

Hier die Sirene für Ungeduldige:

Es klappt so gut wie nie mit einer halbwegs störungsfreien Amsel, sogar morgens rauscht's ein bissel. Das ist aber hauptsächlich der Wind.

Aber Amselgesänge mag ich. Was mich dafür unfassbar nervt, ist das elende Gefiepe des Grünfinken, der seit neuestem täglich auf der Tanne des Nachbarn sitzt und von dort sein dämliches Kichern verbreitet. Ich komm mir echt ausgelacht vor.

Noch schlimmer aber ist sein ständiges zwii-zwii-zwii-zwii. Klingt, als würde jemand versuchen, ein Auto zu starten, bei dem die Batterie zwar ok, aber der Starter im Arsch ist.

Und weil wir am Land leben und die Menschen so öko sind und sich lieber Schwimmteiche bauen anstatt einen anständigen, ordentlich gechlorten Pool, werden wir hier mittlerweile von zwei Seiten mit Froschgequake beschallt. Zum Glück nicht vom direkten Nachbarn, sonst wär ich wahrscheinlich schon ausgezogen. Romantisch? Mitnichten.