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Motivation

Wochenend-Pläne in die Tat umsetzen – gar nicht so einfach, wenn man auf dem Sofa festklebt.

E: Und – gemma dann?
M: Jaaaa…
E: Na komm, ein bisschen mehr Begeisterung bitte!
M: (hält zwei Finger zum peace sign hoch und murmelt:) Yeah.
E: Und jetzt noch ein bisschen mehr!
M: Yeah, yeah, yeah.

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Mein Mann sagt

Die Nachrichten laufen. Zuerst kommen die Schlagzeilen, erst später die genaueren Berichte. Eine der Schlagzeilen lautet ‚Grausige Funde in England‘. Erst später erfahren wir, dass im Keller unter einem Kinderheim Knochen gefunden wurden. Da meint der Angetraute:

Ach sooo. Dachte schon, ‚grausige Funde in England‘? Oh, da hat jemand einen Mittagstisch aufgedeckt!

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Mein Mann sagt…

Nach dem späten Samstags-Frühstück, 11:16h, um 12h sperrt die Kleiderreinigung zu, wo wir vor dem Einkaufen noch hinwollen.

M: Fahren wir dann?

E: Ja, gut, ich zieh mir nur eine Hose an. […] Ok, bin fertig.

M: Dann geh ich jetzt noch schnell duschen.

E: Was, da hetzt du mich, und jetzt willst du noch duschen?

M: Jaaa, ich muss, weil ich ja was Frisches anziehen will. Und das wiederum ist nur nett, wenn man darunter auch sauber ist.

E: Aber du bist doch noch sauber vom Duschen gestern früh!

M: Neiiin!

E: Nein? Na was machst du denn die ganze Zeit, dass du so schnell schon nicht mehr sauber bist?

M: Stinken!

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Mitternachtsimbiss

Unlängst, kurz vor dem Einschlafen, fühlt meine Nase sich plötzlich seltsam undurchlässig für Luft an, und in meinem Hals kratzt es. Also beschließe ich, nochmal aufzustehen und Spülflüssigkeit für eine einzuwerfende Vitamin-C-Tablette herbeizuholen, damit das Vitamin über Nacht seine bewährte Wirkung entfalten kann.
Wieder im Bett, der Angetraute schlummert offensichtlich schon selig, klemme ich in gewohnter Manier die Kapsel zwischen meine Vorderzähne, während ich den Flaschenverschluss aufschraube. Kurz darauf ersticke ich fast an diesem Maulvoll Tablettenwasser, weil aus der Dunkelheit plötzlich von rechts eine bekannte Stimme fragt:
‚Na? Noch Hunger?‘

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Mein Mann sagt…

Am Feiertag bin ich ein Weilchen mit meinem Notebook im Werkzimmer verschwunden, um eine ältere Komposition, auch ‚Nummer‚ genannt, neu aufzunehmen und einzusingen; eine, die wir zwar mit der Band gespielt haben, an der aber immer neu rumgefeilt wurde, ohne dass sie mich in irgendeiner Version je zufriedengestellt hätte. Auch diesmal nicht.

Später finde ich mich im Wintergarten zu einer Art ‚finaler Rauchpause‘ ein, ebenso wie der Angetraute, der auch gerade irgendetwas finalisiert hat. Dabei entspinnt sich ein kurzer Dialog:

M: Na?
E: Pfff… manche Nummern san afoch a Drama.
M: Mhm. Zum Beischbü Siemadreißg.
E: Oda Ochtafuchzg.
M: Kennt scho waana, waunn i’s nua hea.

Fazit: Verständnis für die Sorgen des anderen sind in einer langjährigen Beziehung das Um und Auf.

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