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Teilen: Leben, Weisheit, Meinung

Heute werde ich nicht den Staub meiner grenzenlosen Weisheit über eure Hirne und Herzen pusten.
Heute möchte ich subjektive Meinung lesen. Eure!

Meine Frage lautet:
Wie teilt man ein Leben miteinander?

Was sind für euch die wesentlichen Aspekte dabei? Wie bezieht man den anderen mit ein? Wie hält man einander auf dem Laufenden? Und worüber – was wollt ihr erfahren, und was nicht unbedingt? Oder anders: Was teilt ihr mit, was behaltet ihr für euch?
Verliert man den Kontakt leichter, wenn man nicht zusammen wohnt oder sich selten sieht? Wie bietet ihr eure Hilfe an, und wie oft bittet ihr selbst direkt um Hilfe?
Wie verschafft ihr euch Alleinzeit? Wie erhält man die gegenseitige Wertschätzung aufrecht?
Worauf kommt’s eurer Meinung nach an?

Es geht natürlich um Partnerschaft, aber nicht nur. Auch um Freundschaften, letztlich um jede ernstgemeinte Teilnahme am Leben anderer – und um die Einladung anderer in euer eigenes Leben. Meine Fragen sind nicht als strenger Rahmen zu verstehen, nur als Anregung.

Natürlich hab ich dazu eigene Überlegungen. Aber mich interessiert, wie ihr das seht und handhabt – und statt erstmal Output zu liefern und dann zu schauen, was kommt, bitte ich heute mal ganz dreist um Input.
(Darf von BloggerkollegInnEn auch gerne als Stöckchen mitgenommen werden – bitte um Trackback.)

Danke für eure Mühe!

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Von Hirnen und Menschen (3)

8. WEM DER SCHUH PASST…

Die Verhaltens- und Denkweisen in diesem Video mögen recht verbreitet sein, und es finden sich offenbar auch viele darin wieder. Die Menschen lachen. Das ist gut. Vereinzelt sieht man im Publikum aber auch welche, die sich ohne ein Lächeln etwas verloren am Kopf kratzen.
Gar nicht mehr lustig ist es, wenn die Bestätigung dieser Verhaltensweisen dazu führt, dass sie alternativlos bleiben und in jeder Beziehungssituation angewendet werden mit der fundamentalen Begründung „isso“. Auch dann, wenn sie sich auf die Beziehung ungünstig oder sogar zerstörerisch auswirken.

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Von Hirnen und Menschen (2)

7. EXKURS: WAS DAS PATRIARCHAT MIT DEN MÄNNERN MACHT
(Teil eines noch ausführlicheren Textes, den ich schon sehr lange in Arbeit habe. Ich versuche hier, zusammenzufassen bzw. nur einen Teilbereich davon zu beleuchten.)

Reden wär schön. Nicht nur, weil das Teilen von innersten Geheimnissen für die Nähe in einer Beziehung so wichtig ist. Nicht nur, weil diese Frau mit dem so andersartigen Gehirn sich das eben wünscht, weil sie dieses innere Bedürfnis nach vertrauensvollen Momenten und Intimität spürt – und sich beim Stillen dieses Bedürfnisses nicht auf die rein körperlich-sexuelle Ebene beschränken (lassen) will.

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Von Hirnen und Menschen (1)

Ein Video ist Thema dieses Eintrags. Es ist nicht ganz verkehrt, sich das vorab anzuschauen, damit man auch weiß, wovon ich hier tippe – sofern man Englisch kann. Für jene Leser, die des Englischen nicht ausreichend mächtig sind, gibt es hier meine Beschreibung des Inhaltes auf Deutsch. (Der Übersichtlichkeit halber steht sie unten in den Kommentaren. Von dort kann man sich nach dem Lesen leicht wieder zurück hierher klicken.)

Der Mann auf der Bühne im Video heißt Mark Gungor und gibt als Ehe-Experte kabarettistische Ehe-„Seminare“, etwa darin, wie man verheiratet bleibt, ohne einander umzubringen. Ich finde den Ausschnitt auf so vielen Ebenen verkehrt, dass er mich zu ausgiebigem Kopfschütteln veranlasste und zu soviel Augenrollen, dass ich dabei fast nach hinten umgefallen wäre. Daher hier meine persönliche Meinung dazu – in zwei Teilen. Der zweite Teil wird dann einen Abschnitt beinhalten, den ich ohnehin schon länger in der Schublade hatte.

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Große Erwartungen?

Nimm, was dir geschenkt wird, und erfreue dich daran – aber erwarte nichts.

                Erwartungen – ein Minenfeld? Woher kommen unsere Erwartungen?
                Ist es überhaupt noch zeitgemäß, welche zu haben?
                Muss man alle Erwartungen auch erfüllen?
                Und wieviel wissen wir überhaupt
                über die Erwartungen anderer?
                Und über unsere eigenen?

ip-4636 Als Kind erlebt man mit Freuden seine ersten Geburtstage, das Christkind, seine Freunde, die zum Spielen und Übernachten kommen wollen, das Feuerwerk zu Silvester, sofern man das Schlafbedürfnis niederkämpfen kann – und das alles mit großen, leuchtenden Augen. Wir warten mit Vorfreude auf das nächste Mal. Nach den ersten Erfahrungen mit diesen Dingen entstehen auch Erwartungen. Wir erwarten zu Weihnachen ein gewisses Glitzern, dass das Glöckchen klingelt, dass die Familie kommt, dass es Geschenke gibt. Und all das tritt dann auch ein. Erwartungen sind was Wunderbares!

Unsere Erwartungen werden von Anfang an gestrickt und gefärbt durch unsere tägliche Wirklichkeit, die wir im Nachhinein unsere Vergangenheit nennen, durch das, was wir uns für die Zukunft wünschen, und durch die Menschen, mit denen wir bisher zu tun hatten. Unsere Integrität ist wohl das Ergebnis aller genannten Faktoren. Wir lernen im Laufe eines Lebens, was „richtig“ ist, wie „es sein muss“, damit wir zufrieden sind. Erwartungen werden geboren.

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BTBs* kleines Unglücksbrevier

(wird bei Gelegenheit zum Manifest ausgebaut)

* BTB = Blacktime Bird = meine Band, drei Menschen, die nicht nur miteinander Musik machen.
Angesetzte Bandproben entwickeln sich wahlweise zur Musik-, Sauf-, Lach- oder Gesprächstherapie.
Sehr häufig aber geht es zynisch zu. Manchmal schreibe ich mit.
Ähnlichkeiten mit lebenden, toten oder untoten Personen sind nicht beweisbar.

Man soll sich das Leben nicht allzu angenehm machen. Zuverlässig wiederkehrende Empfindungen von Unglück und Frustration geben einem ja überhaupt erst das Gefühl, so richtig am Leben zu sein. Um diese Empfindungen nicht am Wiederkehren zu hindern, muss man schon etwas strategische Planung investieren und jede Wahl mit Bedacht treffen. Glücklich und leicht wie eine Gänsedaune durch den Tag hüpfen, als gäb’s kein Morgen – das kann schließlich jeder.

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Einfach weiteratmen

Öffne die Türen nur einen Spalt, und der Wind wird sie wieder zuschlagen. Öffne sie weit und lass den Wind herein. Spür ihn. Deine Türen sind geöffnet. Du hast es zugelassen. Lass es einfach sein. Streng dich nicht zu sehr an. Spiele! Was du zugelassen hast, gehört für immer dir. Niemand kann es dir nehmen. Du kannst es nicht vergessen oder verlernen. Entspann dich. Don’t try so hard. Es ist alles bereits vorhanden. Lass die Idee los, dass du dir dabei schwertust. Akzeptiere, dass es dir leicht fällt. Es liegt in deiner Natur. Du kannst es nicht verlieren. Atme! Flieg! Lande auf den Beinen. Schau dich um.

Nicht alles muss für immer so bleiben, wie es jetzt ist. Keiner verändert sich, weil er muss. Man verändert sich, weil man es kann. Weil man es wählt. Du kannst alles sein. Die Menschheit bestimmt nicht, wer du bist, außer du lässt sie. Keine Beschränkung. Dir gehört alles, was du zu dir rufst. Du brauchst es nicht festzuhalten. Du brauchst nicht darauf zu sitzen und es neidig zu bewachen. Spüre, dass alles, was du willst, dir bereits gehört. Du brauchst es nur hereinzubitten.

Wenn es zu dir kommt, muss es einen Eingang finden. Also mach das Bett, die Kammer, das Lager. Vertraue. Vertraue dir. Schaffe ein Lager aus Vertrauen, ein weiches, kuscheliges, weites Lager, einen Raum, einen Ort. If you hurry too much, it will be gone. Du wirst vorbeilaufen. Keep your pace slow and your eyes open. Your feelings open. Es gibt nichts zu erreichen. Alles ist bereits vorhanden. Es gibt also auch keinen Grund, sich zu beeilen, sich zu treten, sich anzustrengen.

Let it come easy. Relax. Enjoy the ride.

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Foto Know-How: Langzeitbelichtung & ND-Filter

Eigens für alle, die sich für Langzeitbelichtungen interessieren, aber damit noch keine Erfahrung haben – und speziell für meine Twitterfreunde @BirgitMathon, @evakalla und @oleschri (ich weiß, dass du nicht danach gefragt hast, hihi) – hier eine kleine Starthilfe – Tipps und Tricks für das Fotografieren mit einem ND-Filter.

Zum Prinzip:
Drei Faktoren beeinflussen bekanntlich die Belichtungszeit:

  • Das Umgebungslicht
  • Die Blendenöffnung („f-Wert“ – größerer Zahlenwert = kleinere Öffnung!)
  • Der ISO-Wert (Nachgebaute „Lichtempfindlichkeit des Films“)

Der englische Begriff für Langzeitbelichtung lautet „Slow Shutter Speed“, der ist aber irreführend. Denn der Kameraverschluss bewegt sich dabei nicht langsamer als sonst – er bleibt nur länger offen.

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Die unaussprechliche Reaktion

Martin und ich, wir haben am Wochenende gemeinsam experimentiert. Wir haben eine Belousov-Zhabotinsky-Reaktion in der Petrischale nachgebaut. Das ist, kurz gesagt, ein chemisches System aus diversen Lösungen und einem Indikator, wobei der Zustand des Indikators ständig zwischen der reduzierten und der oxidierten Form wechselt und zu einem Farbwechsel führt.

Noch kurzer gesagt: Es ist eine sehr hübsche Angelegenheit!

Martin hat mich genötigt, das Ganze ordentlich zu fotografieren. Hier das erste Ergebnis!

Ihr dürft das gerne toll finden, teilen, weitersagen!

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