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Alle doof

TV-Media, die Fernsehzeitschrift meines geringsten Misstrauens, schreibt mir:

Liebe Abonnentin,
Weihnachten und der Jahreswechsel stehen kurz vor der Tür […]

Der Weihnachtsstress ist schon sprichwörtlich, und jetzt muss ich ihm und dem Jahreswechsel auch noch ganz schnell meine Tür öffnen, bevor sie wieder weg sind. Ist ja kein Wunder, wenn man zu nix kommt.

So eine Redensart-Vermischerei erinnert mich immer an meinen Ex, der pflegte regelmäßig Dinge von sich zu geben wie: „Der soll dort hingehen, wo der Kuckuck wächst“.

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Freesch aus Möök – ein Dialektausflug

E: Wonach riechen Frösche eigentlich? Nach Fisch? … Ah, nein, die froscheln sozusagen!

M: Fröscheln!

E: Wieso, die Tätigkeit des Nach-Hund-Riechens heißt ja auch hundeln und net hündeln.

M: Ja, aber Mehrzahl ist Frösche. Aber wurscht, du sagst ja sowieso „Freesch“.

E: Dafür sag ich für Melk „Möök“. Das gleicht sich wieder aus.

M: …?

E: Einmal ö statt e, dafür einmal e statt ö. Und wenn die Frösche aus Melk sind, dann sind das bei mir eben „Mööka Freesch“.

M: Das ist ja zum Fröschemelken!

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Witz des Monats

A male patient is lying in bed in the hospital, wearing an oxygen mask over his mouth and nose. A young student nurse appears to give him a partial sponge bath.

„Nurse,“‚ he mumbles from behind the mask, „are my testicles black?“ Embarrassed, the young nurse replies, „I don’t know, Sir. I’m only here to wash your upper body and feet.“ He struggles to ask again, „Nurse, please check for me. Are my testicles black?“

Concerned that he might elevate his blood pressure and heart rate from worrying about his testicles, she overcomes her embarrassment and pulls back the covers. She raises his gown, holds his manhood in one hand and his testicles in the other.

She looks very closely and says, „There’s nothing wrong with them, Sir. They look fine.“

The man slowly pulls off his oxygen mask, smiles at her, and says very slowly, „Thank you very much. That was wonderful. Now listen very, very closely: Are – my – test – results – back?“

(thx to Martin)

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Blumige Sprache

Längere Autofahrten oder Flugreisen eignen sich hervorragend für lockere Sprachspiele, wenn einem kein anderer Unsinn mehr einfällt, den man in saloppe Worte gießen und hernach zum Amüsement der von vorbeieilenden Luft- oder Landschaften zu Tode gelangweilten Mitfahrerschaft von sich geben könnte.

Ein solches Spiel ist „xy von A bis Z“, das ich eigens für solche Gelegenheiten erdacht habe. Es ist sowas wie Stadt/Land für Mittel- oder Papierlose – man einigt sich auf eine oder auch zwei Kategorien, wie etwa Städte oder Tiere, dann sagen alle Mitreisenden abwechselnd so viele Kategorien-Vertreter mit dem Anfangsbuchstaben A – Amsterdam, Affe, Adaxl -, bis es allen Spielern vom Nachdenken böenweise aus den Ohren staubt. Dann geht man zu B über, und so weiter. Ja, die Spielidee ist nicht gerade aufsehenerregend kreativ, aber durchaus unterhaltsam.

Kreative Neuschöpfungen bzw. -züchtungen sind in diesem Spiel nicht selten – das ist auch viel einfacher, als das Gedächtnis nach tatsächlich Existentem zu durchforsten. Gestern spielten wir die Kategorie Blumen, mit großmütiger Toleranz für überhängende Zimmerpflanzen. Da ersann meine Mutter wunderschöne Blumen mit wohlklingendem Namen: Strontien. „So heißen doch die mit den drei schwarzen und drei gelben Blütenblättern, oder…? Ach nein, die heißen Cäsien!“

Leicht daneben ist auch ok, so zitterte das Wort Espenlaub durch den Raum, und es erschienen sowohl Dornröschen als auch Gürtelrosen. Das Hirn spuckt dabei aber auch verblüffend unpassende Begriffe aus, und zwar ohne den zeitraubenden Umweg über eine etwaige Hirn/Mund-Schranke. Nach Margerite, Moosröschen und Mohnblume warf ich ganz unverkrampft eine Muldenzentrale in die Runde. Gelächter, freundlicherweise kein Stop beim nächstgelegenen Gugelhupf, sondern nur die Frage, wie die denn blühe. Na, natürlich in orange – mit schwarzer Aufschrift!

Bei Z waren wir dann schon merklich ausgelaugt. Um noch einen allerletzten Punkt zu landen, sagte ich „Zitzerlweis – das ist das kleine Edelweiß“, worauf meine Mutter konterte: „Zypresse – das ist das Große für die Zitronen“.

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