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Teilen: Leben, Weisheit, Meinung

Heute werde ich nicht den Staub meiner grenzenlosen Weisheit über eure Hirne und Herzen pusten.
Heute möchte ich subjektive Meinung lesen. Eure!

Meine Frage lautet:
Wie teilt man ein Leben miteinander?

Was sind für euch die wesentlichen Aspekte dabei? Wie bezieht man den anderen mit ein? Wie hält man einander auf dem Laufenden? Und worüber – was wollt ihr erfahren, und was nicht unbedingt? Oder anders: Was teilt ihr mit, was behaltet ihr für euch?
Verliert man den Kontakt leichter, wenn man nicht zusammen wohnt oder sich selten sieht? Wie bietet ihr eure Hilfe an, und wie oft bittet ihr selbst direkt um Hilfe?
Wie verschafft ihr euch Alleinzeit? Wie erhält man die gegenseitige Wertschätzung aufrecht?
Worauf kommt’s eurer Meinung nach an?

Es geht natürlich um Partnerschaft, aber nicht nur. Auch um Freundschaften, letztlich um jede ernstgemeinte Teilnahme am Leben anderer – und um die Einladung anderer in euer eigenes Leben. Meine Fragen sind nicht als strenger Rahmen zu verstehen, nur als Anregung.

Natürlich hab ich dazu eigene Überlegungen. Aber mich interessiert, wie ihr das seht und handhabt – und statt erstmal Output zu liefern und dann zu schauen, was kommt, bitte ich heute mal ganz dreist um Input.
(Darf von BloggerkollegInnEn auch gerne als Stöckchen mitgenommen werden – bitte um Trackback.)

Danke für eure Mühe!

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Mysteriöses Geschenk

creolen Ihr Süßen, ich verdächtige euch. Des anonymen Geschenkemachens nämlich!

Hier kam nach meinem Geburtstag ein Päckchen an. Darin befanden sich Creolen-Ohrringe von meiner Amazon-Wunschliste in überaus adretter Geschenkverpackung.
Und ein Lieferschein. Aber kein Gruß und kein Name. Und nun weiß ich auch nicht. Wer von euch war das? :)

Falls es sich um einen männlichen und geheim-glühenden Verehrer handeln sollte, bitte Vorsicht mit dem Outing. Mein Freund hat bereits gedroht, einen Fehdehandschuh oder noch gefährlichere Dinge in die Richtung des bislang Unbekannten werfen zu wollen. Ich habe ihm gegenüber zwar beiläufig erwähnt, dass er meine Anziehungskraft deutlich überschätzen dürfte. Doch man weiß natürlich nie mit Sicherheit, welche Entflammungen man in seinen Mitmenschen auszulösen imstande ist.
Realistisch betrachtet ist es aber eher so: Nachdem wir alle hier ebenso langjährig wie platonisch befreundet sind, sollte eigentlich von beiderlei Seiten keinerlei Gefahr drohen.

Ich hab mich jedenfalls sehr drüber gefreut! Dankeschön an Unbekannt! :)

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Frost am Fluss

Unlängst begab es sich, dass das Wasser am Flüsschen neben meiner Wohnung gefroren war. Und es war so wunderschön gefroren, dass ich mich gegen alle rheumatischen Argumente dennoch entschloss, nach der Hunderunde, die nur mit dem Handy stattgefunden hatte, nochmal zu (geh-)frieren und dafür nach langer Zeit mal wieder meine echte Kamera hervorzuholen.

Hoffentlich habt ihr ebensoviel Freude dran wie ich!

♦Fluss-Eis♦

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Bye-bye 2016

Hier, traditionell zum Jahreswechsel, ein paar salbungsvolle Worte aus meiner Pfanne hinaus in die Welt.

Es war ein krasses Jahr, das kann man echt nicht anders sagen. Selbst wenn ich alles ausblende, was in der Welt geschehen ist – was sich politisch getan hat, die massive Polarisierung, die vielen Menschen, die am falschen Ort zur falschen Zeit sein müssen; und wenn man davon absieht, wie viele musikalische Größen für einen vom Veranstalter noch nicht näher definierten Gig über den Wolken abkommandiert wurden in diesem jetzt beinahe ganz vergangenen Jahr 2016.

Es war das Jahr meiner Scheidung und eines neuen Lebens auf zwei eigenen Beinen. Es war ein Jahr der Freundschaft, wie ich sie so intensiv noch nie gebraucht und noch nie empfangen habe. Und es war das Jahr einer neuen Liebe. Es brachte für mich so viele Irrwege mit sich, so viel Reflektion, persönliche Seelenarbeit, Verlust, Selbstfindung, den Bedarf an neuen Strategien, Umkehr, Abkehr, unfassbar viele Tränen. Und immer noch etwas mehr Loslassen, Loslassen, Loslassen.

Man konnte das Gefühl bekommen, es wäre an der Zeit, dass es sich verabschiedet, dieses in vielerlei Hinsicht verwunschene Jahr, und Platz macht für noch mehr neue Energien, neue Kraft und ein neues Selbstempfinden, das irgendwo hinter dem 31. Dezember liegt.

Was ich nicht erwartet hatte war, dass dieses Jahr auf den letzten Drücker nochmal dermaßen nachlegt, auflöst, nachbessert und lose Enden dermaßen gekonnt zusammenführt. Im Moment bin ich rundherum so glücklich wie seit Ewigkeiten nicht mehr – und ich würde meinen Spielstand jetzt gerne speichern.
Für mich ist das nicht einfach ein Jahres-Ultimo, es ist ein Jahres-Non-Plus-Ultra. Am Ende wird alles gut, das stimmt für mich und mein Leben an diesem letzten Tag im Jahr 2016 so sehr.

Euch lieben, treuen und einzigartigen Lesern, Mitfühlern und Mitredern in dieser Pfanne danke ich wie jedes Jahr fürs Lesen. Ich wünsche euch, dass euch so ein hartnäckiges Fünkchen Hoffnung beschieden sein möge, wie es mir beisteht. Dieses Fünkchen, das nie-niemals aufgibt, egal was passiert. Einerlei, wie schlecht die Vorzeichen sind, wie unwahrscheinlich eine Wende zum Guten erscheint, ein Fünkchen, das sich nichts drum schert, was alle anderen sagen. Dieses Fünkchen, das einfach weiß und sicher ist und unerschütterlich in seiner Mitte bleibt, selbst im Auge des Sturms. Das nichtmal eine Handbreit weicht, selbst wenn man es verflucht für seine ebenso dämliche wie sture Blauäugigkeit. Ein Fünkchen wie meines, das mich ermunterte, einfach weiterzulieben, bis alles gut wird.

Und Gesundheit wünsche ich euch allen, denn ohne sie ist bekanntlich alles nichts. Wenn das nicht geht, wünsche ich euch Menschen, die euch helfen und verstehen, die euer Leid etwas kleiner machen.

Viel Liebe für Euch in diesem kommenden Jahr! Auf ein freies, offenes, tolerantes und in allerlei Hinsicht erhellendes 2017. Guten Rutsch ins Neue Jahr!

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Zacherlfabrik Wien

Der sehr engagierte und auch sonst sehr wunderbare @Tom_Harb hat uns ausflugswillige Tweeps im Rahmen eines seiner „Twandertage“ wieder an einen nie zuvor gesehenen Ort eingeladen. Wir durften uns die Zacherlfabrik in Wien von innen anschauen.

Der mittlerweile schon etwas betagte Zacherl-Erbe hat uns sehr ausführlich und spannend geschildert, wie es dazu kam, dass in Wien in einer orientalisch anmutenden Fabrik Pyrethrum hergestellt wurde, das Insektizid aus Chrysanthemen. Es wurde als „Zacherlin“ verkauft, ein Name, den ich persönlich höchst vergnüglich finde.
Die Schilderungen waren wirklich sehr ausführlich, aber so überaus charmant, ich hätte dem Mann auch noch zwei weitere Stunden zuhören können. Und, was bei einem Twitter-Ausflug bisher nie da war: Es war mucksmäuschenstill. Keinerlei Wuchtelflug. Das war seltsam! Ich glaub, die waren alle nicht ausgeschlafen.

Meine Vorliebe für alte Gebäude ist ja bekannt, daher hier einfach und kommentarlos meine Fotos (oder: Album auf Flickr anschauen).

♦Twandertag♦ 10.12.2016

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Etoshalender 2017

Es ist wieder soweit, ich bestelle die neuen Kalender! Es wird diesmal ein ungewöhnlich schräges Ding. :)
Aber wie gewohnt in A3, Spiralbindung, schwarz und elegant.
Ach, was red ich…
Er hat zwölf wahnsinnig tolle Seiten mit handverlesenen, äußerst selbstgemachten Fotos und als Draufgabe ein Deckblatt! Mit Schutzfolie vorne!

Wer möchte einen, zwei oder fünf? Bitte flott bescheidsagen! Kostenpunkt: unverändert 20€.

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Von Hirnen und Menschen (3)

8. WEM DER SCHUH PASST…

Die Verhaltens- und Denkweisen in diesem Video mögen recht verbreitet sein, und es finden sich offenbar auch viele darin wieder. Die Menschen lachen. Das ist gut. Vereinzelt sieht man im Publikum aber auch welche, die sich ohne ein Lächeln etwas verloren am Kopf kratzen.
Gar nicht mehr lustig ist es, wenn die Bestätigung dieser Verhaltensweisen dazu führt, dass sie alternativlos bleiben und in jeder Beziehungssituation angewendet werden mit der fundamentalen Begründung „isso“. Auch dann, wenn sie sich auf die Beziehung ungünstig oder sogar zerstörerisch auswirken.

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Von Hirnen und Menschen (2)

7. EXKURS: WAS DAS PATRIARCHAT MIT DEN MÄNNERN MACHT
(Teil eines noch ausführlicheren Textes, den ich schon sehr lange in Arbeit habe. Ich versuche hier, zusammenzufassen bzw. nur einen Teilbereich davon zu beleuchten.)

Reden wär schön. Nicht nur, weil das Teilen von innersten Geheimnissen für die Nähe in einer Beziehung so wichtig ist. Nicht nur, weil diese Frau mit dem so andersartigen Gehirn sich das eben wünscht, weil sie dieses innere Bedürfnis nach vertrauensvollen Momenten und Intimität spürt – und sich beim Stillen dieses Bedürfnisses nicht auf die rein körperlich-sexuelle Ebene beschränken (lassen) will.

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Von Hirnen und Menschen (1)

Ein Video ist Thema dieses Eintrags. Es ist nicht ganz verkehrt, sich das vorab anzuschauen, damit man auch weiß, wovon ich hier tippe – sofern man Englisch kann. Für jene Leser, die des Englischen nicht ausreichend mächtig sind, gibt es hier meine Beschreibung des Inhaltes auf Deutsch. (Der Übersichtlichkeit halber steht sie unten in den Kommentaren. Von dort kann man sich nach dem Lesen leicht wieder zurück hierher klicken.)

Der Mann auf der Bühne im Video heißt Mark Gungor und gibt als Ehe-Experte kabarettistische Ehe-„Seminare“, etwa darin, wie man verheiratet bleibt, ohne einander umzubringen. Ich finde den Ausschnitt auf so vielen Ebenen verkehrt, dass er mich zu ausgiebigem Kopfschütteln veranlasste und zu soviel Augenrollen, dass ich dabei fast nach hinten umgefallen wäre. Daher hier meine persönliche Meinung dazu – in zwei Teilen. Der zweite Teil wird dann einen Abschnitt beinhalten, den ich ohnehin schon länger in der Schublade hatte.

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